Sonntag, November 28, 2021

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5 Gründe, warum Personal Branding heute unumgänglich ist

Selbstzweifel, hohe Ansprüche an die eigene Person und Angst davor im Mittelpunkt zu stehen, das schadet der eigenen Karriere. Die Scheu davor Eigenwerbung zu betreiben ist groß, die Einbußen dadurch noch größer. Eine starke und aussagekräftige Marke ist hilfreich, wenn man erfolgreich sein möchte. Ein deutlich kommuniziertes Profil ist für diejenigen von Nöten, die für Geschäftspartner, Kunden und Arbeitgeber sichtbar sein möchten und sich als Experte positionieren wollen. Das klassische Produktmarketing findet hierbei keine Anwendung. Es muss die eigene Personenmarke authentisch und sichtbar gemacht werden. Das Zauberwort lautet Personal Branding. Folgend die fünf wichtigsten Gründe, warum Personal Branding für Führungskräfte, Selbstständige und Gründer ein muss ist. 

1. Personal Branding schafft Identität und Verbundenheit

Das klassische Marketing war lange Zeit durch Zahlen, Daten und Fakten geprägt, welche den Mittelpunkt der Marketingkommunikation darstellten. Entscheidende Erfolgsfaktoren waren Qualität, Standards und Prozesse, die eine Marke von der Konkurrenz unterschied. Die Köpfe hinter der Marke waren nebensächlich. Das ist heute anders. 

Die rasante Fortentwicklung der digitalen Medien, ermöglicht den Kunden, mehr denn je, eine gewisse Entscheidungsfreiheit, wann und wo sie Informationen und Werbung wahrnehmen möchten. Durch die gegebene Reizüberflutung wächst der Wunsch nach Authentizität. Erlebbarkeit, Nähe und Identifikation sind maßgeblich dafür, wie Menschen über eine Marke denken. Diese Faktoren schaffen Vertrauen, führen zu Bindung und tragen schlussendlich zur Kaufentscheidung bei. 

Die Corona-Pandemie hat das Bedürfnis nach menschlicher Nähe enorm verstärkt. Die gewohnten Instrumente zur Kundenintegration und Wertevermittlung der Unternehmen sind weggefallen. Stattdessen verbringen Menschen immer mehr Zeit auf sozialen Medien. Experten tauschen sich auf Plattformen über Fachthemen aus, Führungskräfte beziehen Stellung zu aktuellen Themen und Arbeitgeber machen sich durch Posts und Likes sichtbar. Menschen geben unterschiedliche Facetten ihrer Persönlichkeit preis, was die Möglichkeit bietet, sich ein klares Bild von ihnen zu machen und sich zu identifizieren. Trotz Abstand, schaffen es die digitalen Tools menschliche Nähe zu vermitteln. Daher ist es wichtig, sich mit seiner Personenmarke auf den verfügbaren Kanälen richtig in Szene zu setzten und Personal Branding nicht dem Zufall zu überlassen. Jeder kann Einfluss darauf nehmen, ob und wie er in der Außenwelt wahrgenommen wird.  

2. Schluss mit Stereotypen

Bislang wurden in Werbelandschaften überwiegend wunderschöne Menschen mit perfekten Körpern und idealisierte Welten beworben. Ein utopisches Weltbild, zu dem Verbrauchern durch das beworbene Produkt verholfen werden soll. Dabei sind Marketing-Inszenierungen dieser Art eine Lüge am Kunden.  

Zu beobachten ist, dass sich immer mehr Werbekampagnen gegen diese idealtypische Art der Darstellung stellen und realistische Situationen, als Werbegeschichte, aus dem Leben greifen. Durch die konkret gegebene Möglichkeit der Identifikation, wird eine authentische Beziehung zum Kunden aktiv aufgebaut und kann gewinnbringend vertieft werden: Zum Nutzen und zur Zufriedenheit beider Seiten.

An dieser Stelle steht stets die Persönlichkeit des Menschen im Mittelpunkt. Das bedeutet, die eigene Personality in Szene zu setzten und nicht zu inszenieren. 

3. Mit seiner Personenmarke Vertrauen gewinnen 

Nachweislich ist Vertrauen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Es fördert die Zusammenarbeit, das zwischenmenschliche Miteinander, steigert die Zufriedenheit und sorgt für bessere Ergebnisse und erhöhtes Engagement. Dies bringen Mitarbeiter Ihren Führungskräften entgegen, wenn sie das Gefühl haben, mit dem wahren Ich ihres Chefs zu kommunizieren. Die drei ausschlaggebenden Faktoren für Vertrauen sind: Authentizität, Logik und Empathie. Vertrauen wird demjenigen entgegengebracht, der als Mensch überzeugt. Fachkompetenz spielt hierbei eine untergeordnete Rolle. Es sollte ersichtlich sein, für welche Werte eine Person einsteht, welche Einstellung und Haltung sie hat und was ihr wichtig ist. Um durch seine Personenmarke Vertrauen zu gewinnen, sind Nahbarkeit und Echtheit essenziell. Je echter sich jemand darstellt, desto nahbarer und vertrauenswürdig wirkt er.

4. Das Risiko eingehen

Nur selten wird ein Sänger mit Starpotential entdeckt, ohne auf der Bühne zu singen. Es ist ganz klar, wer erfolgreich sein will braucht Aufmerksamkeit, um nicht in der Masse unterzugehen. Menschen, die jedem gefallen wollen, wirken profillos und schwer einschätzbar. Aus diesem Grund ist es wichtig, klare Kanten zu zeigen und sich mit seiner Meinung zu positionieren. Um die richtigen Kunden anzuziehen, müssen Unternehmer ihre Haltung zeigen. Nur so können Kunden akquiriert werden, die genau so denken wie sie und sie deshalb akzeptieren. Doch wer sich abhebt, muss mit Gegenwind und Kritik rechnen. Das ist die Kehrseite. Die Alternative ist unsichtbar in einer breiten neutralen Masse unterzugehen. 

5. Menschen kaufen von Menschen 

Nicht zu vergessen ist, dass Geschäfte schlussendlich zwischen Menschen stattfinden. Oftmals wird Professionalität mit unpersönlichen und distanzierten Verhalten verwechselt. Wer authentisch ist, hat es leichter, sein Produkt oder seine Dienstleistung zu verkaufen. Das ist nicht zu unterschätzen. Denn Menschen kaufen nicht nur eine Dienstleistung oder ein Produkt. Sie entscheiden sich für eine Person, der sie zutrauen, dass sie ihr Problem lösen kann. 

Fazit

Im Zeitalter der Digitalisierung und der Wissensökonomie spielt die Persönlichkeit eines Menschen eine zentrale Rolle, für seinen Erfolg. Daher sollte jeder die Gelegenheit nutzen, sich authentisch mit seinem individuellen Profil zu präsentieren. Hierbei hilft Personal Branding. Denn wer nicht sichtbar ist, geht in der großen anonymen Menge unter.

Autor: Benjamin Schulz

Benjamin Schulz ist Personal Branding Experte im deutschsprachigen Raum für Unternehmer*innen, Manager und Selbstständige. Er ist Inhaber der Medienagentur werdewelt GmbH, und Vorstand der Ben Schulz & Consultants AG. Seit Jahren begleitet er Unternehmen, Institute und einflussreiche Persönlichkeiten zu den Themen Strategie, Marketing und Vertrieb.  Darüber hinaus ist er Sachbuchautor und hat bereits einige Werke zum Thema Personal Branding veröffentlicht. Weitere Infors finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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