Gründer ist man kein Einzelkämpfer

persomatch unterstützt Unternehmen bei der Mitarbeiterakquise

Stellen Sie sich und das Startup persomatch doch kurz unseren Lesern vor!
Ich heiße Tristan Niewöhner und bin Gründer und Geschäftsführer der persomatch GmbH. persomatch ist das dritte Startup, das ich gegründet habe. Außerdem war ich Startup-Coach für TecUP an der Universität Paderborn und als Entreprenur in Residence für die Founders Foundation, eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, tätig. Mit persomatch unterstützen wir Unternehmen bei der immer schwieriger werdenden Mitarbeiterakquise, indem wir Stellenanzeigen mit einem automatisierten, intelligenten Prozess ganz oben in der Google-Suche platzieren.

Wie ist die Idee zu persomatch entstanden?
Gute Mitarbeiter zu finden ist eine enorme Herausforderung für Unternehmen. Angesichts von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und gut laufender Konjunktur wird es immer schwieriger Mitarbeiter zu finden. Dieses Problem finden wir in allen Branchen, z.B. Handwerk, IT, Pflege, Logistik, Maschinenbau usw. Als Startup-Coach haben mich die Gründer oft gefragt, wie sie gute Mitgründer bzw. Mitarbeiter finden, die über die richtigen Qualifikationen verfügen, um die Idee zu realisieren. Weil wir alle bei Google suchen, lag es einfach nah, dass man auch ein Jobtool dafür entwickelt, bei man sich als Arbeitgeber dort gut platzieren kann.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Am Anfang musste natürlich erstmal unsere Software entwickelt werden, die Grundlage von persomatch. Und wie bei jedem Startup mussten die ersten Kunden überzeugt werden, dass es sich lohnt mit uns zu arbeiten. Das hat mit viel Arbeit aber gut geklappt, inzwischen haben wir eine Menge guter Referenzen, so dass wir immer mehr neue Kunden überzeugen können . Wir haben am Anfang ein Seed-Investment aufgenommen, erwirtschaften aber mittlerweile einen guten Cash-Flow.

Welche Vision steckt hinter persomatch?
Die Welt einfacher zu machen. Es soll immer einfacher und zielführender werden, einen neuen Job zu finden. Bewerbungsverfahren sind immer noch sehr formalisiert. Wir sorgen dafür, dass man einfach einen Job bei Google eingibt, so wie es schon zu einem Automatismus geworden ist, etwas bei Google einzutippen. Unsere Vision ist, dass man sich eines Tages mit einem Klick bewerben kann, die ganze Job-Suche soll so einfach sein wie Online-Shopping!

Wer ist die Zielgruppe von persomatch?
Wir helfen jedem Unternehmen, das Mitarbeiter sucht – in allen Branchen, für alle Unternehmensgrößen. Unsere Kunden sind Friseure in der Innenstadt neben international operierenden Konzernen.

Wie funktioniert persomatch?
Gemäß unserer Vision: ganz einfach. In einem Online-Buchungsprozess definiert das Unternehmen, in welchem Radius die Anzeige geschaltet werden soll. Dann werden alle Informationen für die Stellenanzeige festgelegt und wenn ein Bewerber sein Gesuch eingibt, erscheint das Stellenangebot als Google-Anzeige. Hat das Unternehmen eine Internetseite mit Bewerbungsportal, wird der Bewerber gleich dorthin verlinkt und kann weitere Informationen über seinen neuen Arbeitgeber sammeln. Und auch gleich seine Bewerbung samt Lebenslauf hochladen. Für Firmen ohne eigene Homepage bieten wir eine optimierte Landing-Page.

Welche Vorteile bietet persomatch? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Der zentrale Unterschied heißt „eine statt alle“: Sie müssen sich nicht mehr zwischen einem Dutzend verschiedenen Plattformen entscheiden, sie können Ihr Angebot zentral einstellen. Das spart dem Unternehmen viel Zeit und Geld, gleichzeitig geht seine Stellenanzeige nicht unter, nur weil ein potentieller Bewerber die von ihm ausgewählte Plattform nicht durchsucht hat.

persomatch, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Nach weniger als einem Jahr sind wir neben Deutschland jetzt auch schon in Österreich und der Schweiz am Start. Wir wollen in den nächsten Jahren weiter wachsen und neue Märkte erschließen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Aus Kundensicht denken: Am Ende entscheidet immer der Kunde, ob ein Geschäftsmodell funktioniert. Darum muss man sich gut in den Kunden hineinversetzen und aus der Sicht sein eigenes Geschäft analysieren.

2. Einfach machen: Wenn man einfach loslegt, ergeben sich viele Dinge, die man durch nachdenken allein nie erreicht hätte.

3. Netzwerk aufbauen: Als Gründer ist man kein Einzelkämpfer. Wenn man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann, kommt man weiter.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tristan Niewöhner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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