Persönlichkeit vs. Maschine

Digitalisierung nutzen aber den Charakter und die Sympathie nicht verlieren

In unserer Welt voller Technologien, die uns schon fast alles im Leben erleichtern, abnehmen oder kontrollieren können, ist die Frage nach dem sinnvollen Einsatz in der PR sicherlich naheliegend. Aber bitte zur Person, Unternehmen, Thema aber vor allem Zielsetzung passenden Dosierung, die Zeitspart oder Kosten & Abläufe optimiert. Ihre PR könnten Sie als Startup auch selbst steuern, doch es bedarf einer perfekten Planung, einer geschickten Auswahl der „Helfer“ und nicht zuletzt Zeit und Geld.

Was brauche ich?

Damit Sie sinnvoll vorgehen teilen Sie sich den Gesamtprozess in 3 Teile:
Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung. Sie sehen dann, was Sie brauchen und was ggf. doch durch eine „Maschine“ ersetzt werden kann.

a) Vorbereitung

 

Sie brauchen Einkaufen können Sie
·  Medien-/Presseverteiler

·  PR-Plan (Jahresplan mit News)

·  Telefon

·  Computer mit Email-& Internetanschluss

·  Mind. eine Pressemeldung.

·  Medien-/Presseverteiler

 

Wie kann die Lösung aussehen?

 

Einen Verteiler passend zum Thema können sie kaufen. Ich empfehle Ihnen eine PR-Agentur zu kontaktieren, die in Ihrer Branche versiert ist und Ihnen mit einem qualifizierten Verteiler am besten unter die Arme greifen kann. Sobald Sie Ihren einmal passend zu Ihren Themen erstellt haben, verfügen Sie für die nächsten Monate über ein Fundament für die Verteilung Ihrer Nachrichten.

a) Durchführung

 

Sie brauchen Einkaufen können Sie
·  PR-Plan für 1 Jahr wissen Sie wann was und an wen verschickt werden soll.

·  Emailversand

·  Telefon

·  Computer mit Email- & Internetanschluss

·  Email-Versandtool

 

Wie kann die Lösung aussehen?

 

Im Zuge der Automation im Email-Marketing bieten bereits viele CRM-Tools auch eine Art PR-Funktion. Hier können Sie ähnlich Ihrer Emailkampagne mit einem vorher erstellten Medienverteiler die Ansprechpartner auf komfortable Art mit den Informationen versorgen.

Aber bedenken Sie, es ist nur der Versand einer Email an den Empfänger, den Sie automatisieren. Die News muss trotzdem für den Empfänger interessant sein und im Gegensatz zum Vertrieb wollen Sie in der PR nicht verkaufen, sondern den Empfänger für Ihr Startup oder Produkt begeistern. Nur Ihre Persönlichkeit macht den Unterschied, denn in der Informationsflut ist es der einzige Weg, damit Ihre Meldung Gehör findet.

 

Ein Punkt, an dem der Mensch unersetzlich ist, ist die Nachfrage aufgrund einer Pressemeldung und das sich daran anschließende Interview. Der Mensch fragt den Menschen und nicht die Maschine, um Hintergründe und Informationen zu erfahren, die Sie mit Charakter und Begeisterung präsentiert werden.

a) Nachbereitung

 

Sie brauchen Einkaufen können Sie
·  Medienbeobachtung (z. B. Onlinesuche, Zeitunglesen) ·  Online- und oder Offline-Medienbeobachtungstool

 

Wie kann die Lösung aussehen?

 

Er gibt schon jede Menge Beobachtungstools, Software- und Dienstleistungsunternehmen, die Ihnen sowohl die veröffentlichten Artikel liefern als auch eine qualitative Bewertung nach Ihren Maßstäben vornehmen. Die Evaluation also durch Tools oder Dienstleister organisieren zu lassen, ist sinnvoll und ein etablierter Service. Aber die Bewertung der Ergebnisse liegt aber immer noch bei Ihnen.

 

Egal welchen Schritt in der Optimierung der Prozesse gehen, kaum einer davon ist kostenlos und gleichzeitig 100% passend. Überlegen Sie daher gut, was Sie selbst anpacken und wo Sie Unterstützung benötigen z. B. durch eine PR-Agentur.

 

Zu viel ist immer genug?

 

Entgegen der Verkaufspraxis einiger Scharlatane hilft der Leitspruch „Viel hilft viel“ auch in der PR nichts. Das beliebte Gießkannenprinzip sorgt zwar für eine möglichst große Verbreitung, doch es birgt auch die Gefahr durch die Automation von Prozessen, dass Individualität und der Menschlichkeit verloren geht. Doch genau das macht den Großteil des Erfolgs in der PR aus.

Und was hilft die größte Verbreitung, wenn eine fachspezifische Meldung an ein Stadtmagazin geht? Oder wenn Sie eine tageaktuelle Neuigkeit an ein Monatsmagazin einen Tag nach Veröffentlichung der aktuellen Ausgabe geschickt haben? In einem Monat ist Ihre heutige News bereits ein alter Hut.

Überlegen Sie also bei allen Automationsideen, wann welche Information warum an wen gesendet werden soll. Und wie Sie es schaffen eine Nähe und Ansprechbarkeit herzustellen, die Journalisten an Startups so mögen. Sie dachten PR ist einfach? Ist es auch, wenn man sein Handwerk versteht.

 

Fazit – Die Persönlichkeit schlägt die Maschine

 

Bei allem Automationswahnsinn, Algorithmen und Optimierungsstreben ist und bleibt PR ein People’s Business. Die Persönlichkeit ist neben Neuigkeitswert und dem Lesermehrwert einer der entscheidenden Faktoren für langfristigen Erfolg in der PR. In der Kommunikation sprechen immer Menschen mit Menschen, was Vertrauen und Sympathie schafft sowie einen unbezahlbaren, persönlichen Service für den Journalisten, Blogger etc. bietet. Diese Punkte werden jedoch nie durch eine Maschine ersetzen werden können.Die Maschine wird aus meiner Sicht immer ein Hilfsmittel zur Kommunikation sein und zur Zeitersparnis oder Effizienz beitragen, jedoch den Menschen mit der einzigartigen Begeisterungsfähigkeit für seine Sache nicht ersetzen können.

 

 

Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 22 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/