Freitag, Dezember 9, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

peas of joy: Bio Linsen-Granola in drei Sorten: ein komplett getreidefreies Knuspermüsli, das zu bis zu 50% aus roten Linsen besteht und super lecker schmeckt.

Stellen Sie sich und das Startup peas of joy doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Michelle Luckas, 25 Jahre alt, wohne in Darmstadt und habe neben meiner Promotion in der Mathematik peas of joy gegründet. Mit peas of joy möchte ich Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen „versüßen“: Denn Hülsenfrüchte sind eine wichtige pflanzliche Proteinquelle, doch in der westlichen Küche kennen wir sie nur aus einigen wenigen herzhaften Gerichten. Peas of joy entwickelt innovative süße Produkte aus ihnen und schafft somit völlig neue Proteinquellen, die mehr Genuss und Leichtigkeit in die pflanzliche Ernährung bringen. Als erstes Produkt launcht in Kürze das Bio Linsen-Granola in drei Sorten: ein komplett getreidefreies Knuspermüsli, das zu bis zu 50% aus roten Linsen besteht und super lecker schmeckt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Mir war es immer wichtig, einen Job zu finden, der mich erfüllt und bei dem ich einen größeren Sinn hinter meiner Arbeit sehe. Deswegen hatte ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, nach meiner Promotion ein Unternehmen zu gründen, um etwas ganz eigenes zu schaffen und aufzubauen. Allerding wusste ich nie, was genau das sein könnte. Als mir dann im November 2020 die Idee für peas of joy kam, als ich gerade nach neuen Rezeptideen für meinen Food-Blog auf Instagram gesucht habe, hat sie mich nicht mehr losgelassen. Ich habe sofort gespürt: „Das ist es. Das will ich machen!“

Was war bei der Gründung von peas of joy die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war es, die in der heimischen Küche entwickelten Rezepturen in ein marktfähiges Produkt zu verwandeln. Dabei gibt es einfach so viel zu beachten und so viele Hürden, an die ich anfangs niemals gedacht hätte. Zum Beispiel darf man zuhause produzierte Lebensmittel nicht verkaufen. Daher braucht man dafür eine zugelassene Produktionsstätte oder einen Lohnhersteller. Ein Lohnhersteller, der alle Anforderungen erfüllt (wie Biozertifizierung, glutenfreie Produktion), keine utopisch hohen Mindestabnahmemengen verlangt und sich gleichzeitig auf völlig neue Rezepturen einlässt, ist aber auch sehr schwer zu finden. Daher bin ich richtig erleichtert, dass ich nach ca. 1,5 Jahren der Suche nun tolle Lieferanten und Hersteller gefunden habe, mit denen das Linsen-Granola nach meinen eigenen Rezepturen produziert werden kann. Es lohnt sich also dranzubleiben!

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Ich bin der Meinung, das muss man sogar. Wenn man auf den Zeitpunkt wartet, an dem alles „perfekt“ ist, dann fängt man nie an. Denn den Zeitpunkt gibt es nicht – irgendwas gibt es immer zu verbessern.

Ich wollte ursprünglich mit Dattel-Snackbites mit getrockneten Kichererbsen starten und habe im Frühjahr 2021 auch schon angefangen, das auf Instagram zu kommunizieren und die Menschen dort auf meinem Weg mitzunehmen. Während dieser Zeit gab es dann viele Planänderungen und Rezepturanpassungen, bis ich schließlich das Linsen-Granola als finales Produkt feststand. Dabei habe ich aber so viel gelernt und so viel wertvollen Input gesammelt! Ich kann allen angehenden Gründer:innen nur raten, einfach loszulegen, rauszugehen und über ihre Idee zu sprechen.

Welche Vision steckt hinter peas of joy?

Sowohl Getreide als auch Hülsenfrüchte sind in einer pflanzlichen Ernährung essentiell, um mit allen Aminosäuren (also Proteinen) versorgt zu sein. Doch in Deutschland essen wir viel mehr Getreide – im Schnitt ca. 230g pro Tag, während wir gerade einmal 7g Hülsenfrüchte pro Tag essen. Es ist meine Vision, mit peas of joy dafür zu sorgen, dass wir wieder mehr Hülsenfrüchte essen – und das vor allem auch in süßen Kombinationen. Denn das ermöglicht es uns, den weltweiten Konsum tierischer Proteinquellen immer weiter zu reduzieren und somit unseren Planeten, die Tiere und das Klima zu schützen.

Wer ist die Zielgruppe von peas of joy?

Peas of joy ist für alle Menschen, die sich bewusst ernähren und wenig bis gar keine tierischen Produkte konsumieren möchten. Für sie entwickeln wir hochwertige, natürliche und rein pflanzliche Proteinquellen für eine genussvolle, unkomplizierte und bedarfsdeckende Ernährung im Alltag. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Während andere Müslis auf dem Markt meistens auf Getreide oder vereinzelt auf Nüssen basieren, bilden proteinreiche rote Linsen die Hauptzutat unseres Bio Linsen-Granolas. Dadurch ist es nicht nur komplett getreide- und glutenfrei, sondern überzeugt auch durch seinen Proteingehalt – ganz ohne Kompromisse in Sachen Geschmack. Darüber hinaus verwenden wir ausschließlich die hochwertigsten, natürlichsten Zutaten für unser Linsen-Granola: Es wird mit Dattelsirup gesüßt und wir nutzen cremiges Nussmus als nährstoffreiche Fettquelle, um auf Öle jeder Art verzichten zu können.

peas of joy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren bieten wir eine breite Palette an süßen Proteinquellen aus Hülsenfrüchten an und erleichtern damit jeden Tag die Ernährung zahlreicher vegan, vegetarisch und flexitarisch lebender Menschen. Wir sind bekannt als die Marke, die Hülsenfrüchte in Deutschland auch in süße Speisen eingeführt hat, und expandieren in weitere europäische Länder. Außerdem haben wir bis dahin ein etwas größeres, motiviertes Team aufgebaut und arbeiten gemeinsam in einem schönen Büro.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1. Glaube an dich und deinen Traum. Es wird immer Rückschläge, Hürden und Kritiker geben. Lass dich davon nicht unterkriegen und bleibe dran! Und habe Vertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen soll.

2. Suche dir Bücher, Hörbücher und/oder Podcasts zu Themen wie Mindset, Achtsamkeit und Manifestation. Das klingt zwar erst einmal sehr esoterisch und ich als rationale Mathematikerin konnte damit früher auch nicht viel anfangen. Ich bin mir aber sicher, dass die Beschäftigung mit diesen Themen dazu beigetragen hat, dass ich Tipp 1 umsetzen konnte und trotz aller Schwierigkeiten drangeblieben bin und den Mut nicht verloren habe.

3. Suche nach Online-Workshops und tausche dich mit anderen Gründer:innen aus. Zum einen bekommst du dadurch ganz viel hilfreichen Input. Zum anderen tut der Austausch mit anderen Gründer:innen einfach gut, denn man merkt, dass man mit seinen Sorgen und Problemen nicht alleine ist. Und gleichzeitig ist es wahnsinnig motivierend, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die so sehr für ein Thema brennen.

Wir bedanken uns bei Michelle Luckas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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