Geduld und Durchhaltevermögen zeichnen sich auf jeden Fall aus

PAZLS innovative Möbel – Aufbau, Abbau und Umbau ohne Werkzeug und ohne Stress

Stellen Sie sich und das Startup Pazls doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Thomas Poddey, ich bin Mitgründer von Pazls. Wir vertreiben innovative Möbel, die man selbst gestalten kann wie man möchte und ohne Werkzeug auf- und umbauen kann. Möglich macht das unsere magnetische, zum Patent angemeldete Pazls Snap Verbindung. Dafür wurden wir für den German Design Award 2018 nominiert und dieses Jahr mit einem ICONIC AWARD: Interior Innovation ausgezeichnet. Die Innovation dahinter ist, dass sich die Module unseres Möbelsystems so einfach und flexibel wie Lego-Bausteine kombinieren lassen. Wenn man möchte ist es zum Beispiel möglich auf sein Sideboard mit wenigen Handgriffen Regalfächer zu bauen. Oder wer nach einem Umzug die Module neu zusammenstecken will, kann das ohne Probleme machen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wie ist die Idee zu Pazls entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Aus unserer Sicht erfüllen die meisten Möbel nicht mehr die Anforderungen unserer heutigen Zeit. Warum muss ein Regal immer das gleiche Regal bleiben? Warum muss ich mich beim Umzug über einen komplizierten Auf- und Abbau ärgern, oder die Möbel am Stück transportieren? Wäre es nicht viel schöner, wenn ich meine Möbel ohne Aufwand ändern und mitnehmen kann, wenn ich mein Regal sogar im Kofferraum eines Kleinwagens transportieren kann?Aus diesen Überlegungen ist unser Konzept dynamischer, mobiler Möbel entstanden. Wir sind während des Studiums auf die Idee gekommen, Möbelteile mit Magneten zu verbinden. Daraushaben wir dann die PAZLS SNAP Verbindung mit beweglichem Pin entwickelt. Julian, Phillip und ich kennen uns sogar schon seit der Schulzeit. Damals hätten wir auch nicht gedacht, dass die wir mal zusammen ein Startup gründen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Finanzierung ist sicherlich bei den meisten Startups eine der größten Herausforderungen, so auch bei uns. Wir haben uns bis jetzt über ein Crowdinvesting und einen Kredit finanziert und sind kurz davor uns mit Business Angels zu einigen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir sind früh mit ersten Produkten an den Markt gegangen, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und gute Kontakte geknüpft. Wir haben unsere PAZLS SNAP Verbindung zur Serienreife entwickelt und die weitere Finanzierung sichergestellt, sodass wir dieses Jahr voll durchstarten können. Seit kurzem ist unser Onlineshop mit Konfigurator online, sodass jede/r die Möbel gestalten kann, die sie/er möchte.

Wer ist die Zielgruppe von Pazls?
Zu unserer Zielgruppe gehören sicherlich in erster Linie Menschen, die bedürfnisorientierte Möbel brauchen. Hierzu gehören zum Beispiel Menschen für die Mobilität eine große Rolle spielt, deren Möbel in eine Dachgeschosswohnung genauso passen sollten, wie in ein Fabrik-Loft. Menschen, die gerne Ihre Umgebung verändern, oder ein Möbelstück für viele verschiedene Zwecke verwenden möchten. Aber auch für Büros, Coworkingspaces, Ladengeschäfte oder den Messebaubietet sich Pazls perfekt an, da der vorhandene Raum immer wieder neu angepasst und perfekt ausgenutzt werden kann.

Was ist das Besondere an den Möbelstücken? Welche Vorteile bietet das System?
Das Besondere ist sicherlich, dass man die Möbel immer so gestalten kann wie man möchte –ohne Werkzeug, ohne großen Aufwand. Wenn man Abwechslung oder mehr Platz braucht, kann man die Möbel schnell und spontan ändern oder erweitern.
Die Module lassen sich platzsparend lagern und transportieren. Der Clou dahinter ist der bewegliche Pin. Die PAZLS SNAP Verbinder werden schon bei der Produktion eingebracht und bleiben immer eingebaut. Es gibt nie einen überstehenden Bolzen, der stört. Auf diese Weise können wir auch eine umweltschonende Produktion gewährleisten.

Wie ist das Feedback?
Die Leute sind begeistert, wenn sie das erste Mal ein Brett in eines unserer Regale halten, die vier Pins automatisch herausgezogen werden und das Brett wie von selbst hält. Wir werden teilweise mit Lobeshymnen überschüttet. Jetzt müssen wir uns am Markt behaupten.

Pazls, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mit Pazls schaffen wir eine völlig neue und moderne Möbelgeneration in einer eher konservativen Branche. Unsere Gespräche zeigen, dass wir mit unserer Verbindungstechnologie und dem werkzeugfreien Aufbau ins Schwarze treffen. Wir gehen einfach noch einen Schritt weiter und ermöglichen dem Kunden Flexibilität in Aufbau, Erweiterung und Nutzung.
Der Fokus liegt jetzt erstmal auf einem erfolgreichen Marktstart. Und in fünf Jahren? Dann wäre es schön, wenn uns die Leute mit dynamischen Möbeln assoziieren und wissen: egal, was sich in meinem Leben ändert. PAZLS Möbel machen jede Änderung mit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es ist auf jeden Fall sehr hilfreich, früh mit einem Produkt an den Markt zu gehen und Feedback einzuholen. Natürlich darf man sich nicht alles zu Herzen nehmen, zu jeder Meinung gibt es auch eine Gegenmeinung. Aber man bekommt ein besseres Gespür dafür, was funktioniert, und was man noch verbessern sollte. Und Geduld und Durchhaltevermögen zeichnen sich auf jeden Fall aus. Wenn die Anzeichen positiv sind, dass das Geschäftsmodell funktioniert, sollte man auf keinen Fall zu früh aufgeben, auch wenn der Weg steinig ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Poddey für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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