Patrick Liechti war 30 Jahre lang in der IT-Branche als er sich seinen Traum erfüllte

Stellen Sie sich und das Steakhouse Fleisch am Chnoche  doch kurz unseren Lesern vor!

Patrick Liechti :Das gehobene Steakhouse Fleisch am Chnoche liegt in einer Talsenke zwischen dem Zollikerberg und dem Zürcher Stadtteil Witikon an der Goldküste. Wir bieten höchste Qualität an Fleischgenuss von einfachen Spare Ribs, wo das Fleisch nach 10 Stunden im Smoker regelrecht vom Knochen fällt, bis hin zum riesigen Bison Tomahawk Steak aus Kanada von weit über einem Kilogramm vom im Gastraum befindlichen Holzkohlegrill. Dazu servieren wir edle Tropfen aus den verschiedensten Provenienzen. Wir sind die Oase für Geniesser.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Patrick Liechti :Im Alter von 50 Jahren und 30 Jahren Erfahrungen in der Informatik und im Management wollte ich etwas Neues beginnen, das ich mit Leidenschaft anpacken kann. Seit meiner frühen Kindheit war es mein Traum, mal im Gastgewerbe ein Fleisch-Projekt umzusetzen.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?

Patrick Liechti : Bei der Gründung waren wohl zwei Faktoren ganz wichtig: Finde ich das richtige Konzept, das unsere Gäste entsprechend anspricht und für den notwendigen Umsatz sorgt. Einfach ein Restaurant aufzumachen ist nicht gut genug; es muss etwas Spezielles sein, das es in dieser Form nicht an jeder Ecke schon gibt. Die zweite Herausforderung war, eine entsprechende Lokalität zu finden. Nicht jeder Hausbesitzer verpachtet sein Objekt an einen Quereinsteiger und vertraut dessen Businessplan. Unser Steakhouse liegt am Waldrand direkt beim lauschigen Werenbach – Romatik pur und Holz ist der Ursprung des Feuers.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten, ich schaffe das nicht?

Patrick Liechti : Ja, sicher. Drei Tage vor der Eröffnung bin ich psychisch zusammengebrochen und dachte, dass das alles einfach zu viel für mich ist. Der Druck war so immens gross. Dank meiner lieben Frau haben wir die Organisationsstruktur dann geändert: Ich fröne meiner Leidenschaft, dem Fleisch, dem Grillieren und dem Smoken und Sie hat die ganzen administrativen Arbeiten sowie die Verantwortung für das Personalwesen übernommen und mich so extrem entlastet.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?

Patrick Liechti : Ich erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal am Grill stand und draussen auf der Terrasse nur einige wenige Tische besetzt waren. Ich war nervös, unorganisiert, ohne Plan, manches Steak hatte die falsche Garstufe. Heute kann das ganze Steakhouse voll besetzt sein und ich manage am Grill parallel x Bestellungen, verschiedene Fleischgrössen und Garstufen problemlos.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Patrick Liechti : Ja, sicher, sofern man das auch offen kommuniziert. Der Kunde/Gast ist verständnisvoll, wenn man ihm/ihr erklärt, dass noch nicht alles perfekt ist. Wenn man es aber nicht kommuniziert, dann enttäuscht man den Kunden/Gast und erfüllt die Erwartungshaltung nicht.

Wer ist die Zielgruppe vom Steakhouse Fleisch am Chnoche?

Jede erwachsene Person, die gerne qualitativ hochwertiges Fleisch und auserlesene Weine liebt. Vom Alter her sind da keine Limiten gesetzt; auch nicht geografisch – klar kommen Gäste aus der Region aber auch aus der ganzen Schweiz zu uns.

Welche Vision steckt hinter demSteakhouse Fleisch am Chnoche?

Meine Vision wäre es, eine Steakhouse Fleisch am Chnoche -Kette aufzubauen und in jeder grösseren Stadt in der Schweiz vertreten zu sein. Dazu benötigt es aber Kapital von Investoren, das bekanntlich nicht einfach aufzutreiben ist.

Wie ist das Feedback?

Es gibt wohl keinen anderen Wirtschaftszweig wie die Gastronomie, wo man einerseits vom Gast sofort und direkt das Feedback erhält oder aber im Nachhinein über Bewertungsportale (Google, Facebook, Tripadvisor). Letztere haben viele Vorteile – aber auch den Nachteil, dass man anonym unfaire Kommentare abgeben kann. Wir wurden in den letzten 3 Jahren von Tripadvisor mit dem «Zertifikat für Excellenz» ausgezeichnet und auf Facebook haben wir 4,8 von 5 möglichen Sternen erhalten.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?

Wenn ich das bloss wüsste…

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wer nichts wagt, der gewinnt nicht. Klar braucht es Mut mit einer guten Idee den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen und er will auch gut abgewogen sein. Mein Leben hat sich dadurch total verändert und ich würde unter keinen Umständen wieder zurück in die IT wollen. Das allerwichtigste aber sind die finanziellen Mittel. Ein Neugeschäft braucht Zeit, bis es schwarze Zahlen schreibt und diese Zeit muss man finanziell ausstehen können. Auch sollte man die finanziellen Mittel zusammenhalten, klug einkaufen und jede Investition gut abwägen, bevor man das Geld ausgibt – weil dann ist es weg.

Weitere Informationen finden Sie unter

Zu Patricks Story auf neustarter.com

Wir bedanken uns bei Patrick Liechti für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neustarter Stiftung

Die gemeinnützige Neustarter-Stiftung verfolgt seit 2017 das Ziel, Menschen ab 49 Jahren für den beruflichen Neustart zu inspirieren und zu ermutigen. Auch Unternehmen im demografischen Wandel und bei gleichzeitig zunehmender Digitalisierung unterstützt Neustarter, um langjährige und ältere Mitarbeitende mit passenden Modellen und Methoden für zukünftige Arbeitswelten zu begeistern. Neustarter hat ein breites Angebot an öffentlichen Veranstaltungen in Zürich und bietet online Informationen und Austausch für den gesamten deutschsprachigen Raum. Geschäftsführerin der Stiftung ist Bernadette Höller, Expertin für Altern und Arbeiten.

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