Traut euch, auch wenn es nicht perfekt ist!

Partizipation aus einer Hand verhilft Kindern und Jugendlichen in der Kommunalpolitik zu mehr Mitbestimmung und Beteiligung

Stellen Sie sich und Partizipation aus einer Hand doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Gönna Hartmann, Diplom-Sozialpädagogin, Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung und Mediatorin. Ich habe vor über zehn Jahren das Unternehmen Partizipation aus einer Hand gegründet und bin seit Januar 2019 im Vollerwerb Unternehmerin.

Mit Partizipation aus einer Hand unterstütze ich kleine Gemeinden dabei, dass sich die Kinder und Jugendlichen in ihrer Gemeinde beteiligen und einbringen können, dass sie ernst genommen werden und sich als wichtige Akteure des Ortes fühlen. Sie sind gerne im Ort und fühlen sich dort zu Hause. Zudem bin ich der Garant dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben zur Kinder- und Jugendbeteiligung umgesetzt werden. Ich verhelfe vielen Gemeinden zu einer höheren Kinder- und Familienfreundlichkeit, wodurch es zu einem stärkeren Zuzug von jungen Familien kommen kann.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe mich nach mehreren Jahren im Angestelltenverhältnis irgendwann nicht mehr wohlgefühlt. Schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Bezahlung und zu wenig Anerkennung meiner Arbeit haben dazu geführt, dass ich mein eigenes Unternehmen gegründet habe.

Ich will an meinem Herzensthema arbeiten und zwar genau unter den Bedingungen, wie ich sie mir vorstelle. Als Unternehmerin habe ich die Gestaltung meines Arbeitsalltags selbst in der Hand.

Was war bei der Gründung von Partizipation aus einer Hand die größte Herausforderung?

Da ich zuerst im Nebenerwerb gegründet habe, ist mir die größte Herausforderung erst jetzt klargeworden, als ich aus meiner letzten Anstellung ausgetreten bin. Für mich stellt die größte Herausforderung der gesamte Bereich des Marketings mit all seinen unterschiedlichen Themen und Facetten dar.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, natürlich! Wichtig ist es, den ersten Schritt zu wagen, zu gründen und seine Ideen an die Öffentlichkeit zu bringen. Viele Dinge konnte ich vor der Gründung gar nicht überblicken und perfekt planen. Entscheidend ist es immer, dran zu bleiben, zu schauen, was funktioniert und was nicht. Was muss angepasst werden und was kann beibehalten werden. Ich musste mich mit meinem Unternehmen erst zu einer Unternehmerin entwickeln und laufen lernen. Noch heute finde ich persönliche Entwicklung mit am spannendsten am Unternehmertum.

Welche Vision steckt hinter Partizipation aus einer Hand?

Partizipation aus einer Hand verhilft Kindern und Jugendlichen in der Kommunalpolitik zu mehr Mitbestimmung und Beteiligung. Kinder und Jugendliche werden ganz selbstverständlich in alle Themen der Kommunalpolitik eingebunden. Sie planen einen Spielplatz, sie gestalten ihren eigenen Jugendtreff und sie bestimmen mit, wenn es um Straßenplanung und Freiraumbebauung geht. Ebenso werden sie an Haushaltsplanungen und Personalentscheidungen beteiligt.

Wer ist die Zielgruppe von Partizipation aus einer Hand?

Partizipation aus einer Hand arbeitet hauptsächlich mit kleinen Gemeinden zusammen, die ehrenamtlich geführt werden. Ich unterstütze die Gemeinden bei der Umsetzung der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen aus der UN-Kinderrechtekonvention, aus dem Baugesetzbuch, aus dem Sozialgesetzbuch VIII und aus den vielen unterschiedlichen Landesbestimmungen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Partizipation aus einer Hand hat sich ganz bewusst auf die Zusammenarbeit mit kleinen Gemeinden und ehrenamtlichen Bürgermeister*innen spezialisiert. Ich kenne die Themen und Anliegen kleiner Gemeinden, gehe individuell auf die spezielle Situation einer jeden Gemeinde ein und biete keine Lösung von der Stange. Diese zielgruppengenaue Spezialisierung ist mir von keinem anderen Anbieter bekannt.

Partizipation aus einer Hand, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Partizipation aus einer Hand hat in fünf Jahren mehrere feste Mitarbeitende für unterschiedliche Bereiche des Unternehmens. Wir werden als DIE Experten für Kinder- und Jugendbeteiligung in kleinen Gemeinden deutschlandweit gesehen und angefragt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Tipp 1: Traut euch, auch wenn es nicht perfekt ist! Folgt eurem Herzen und glaubt an euch, an eure Fähigkeiten und eure Kompetenzen. 

Tipp 2: Sucht euch Unterstützung, holt euch Feedback, ihr seid nicht allein! Nutzt vorhandene Netzwerke und baut sie aus. Sprecht über eure Ideen und bringt sie an die Öffentlichkeit. Auch wenn es etwas kostet! Eine Unternehmensgründung ist so komplex und beinhaltet so viele unterschiedliche Themen, dass ich noch keine Frau kennen lernen durfte, die alle Themen allein gemeistert hat.

Tipp 3: Investiert in euch und euer Unternehmen! Fortbildung für euch und euer Team, Persönlichkeitsbildung, neue Technik und neue Verfahren. Nur durch Weiterentwicklung hat ein Unternehmen eine Chance zu bestehen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Gönna Hartmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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