Mit dem richtigen Team klappt fast alles!

ParkHere: Parkplatzsuche einfach und stressfrei!

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ParkHere doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo, mein Name ist Felix Harteneck und ich bin Gründer und CEO der ParkHere GmbH.
Mein Team und ich haben den ersten energie-autarken Parksensor entwickelt, um Parkplätze zu digitalisieren und die Möglichkeiten der Bewirtschaftung zu steigern.

Wie ist die Idee zu ParkHere entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir hatten die Idee im Frühjahr 2015 während unserer Teilnahme an dem Förderprogramm „Manage&More“ des UnternehmerTUM. Meine beiden Mitgründer Clemens Techmer und Jakob Sturm – beides Elektroingenieure – haben sich während ihres Studiums kennengelernt und seit dem mit großer Leidenschaft an Energy Harvesting Technologien in Sensoren geforscht.
Als Absolventen der Technischen Universität München haben wir von dem innovativen Umfeld und Netzwerk der Universität profitiert. Während des „Manage&More“ Programms hat der innerstädtische Verkehr und die damit verbundene chaotische Parksituation unsere Aufmerksamkeit erregt. Studien besagen, dass 30% des innerstädtischen Verkehrs parkplatzsuchende Autos sind. Diese Problematik wollten wir unbedingt lösen.
Während der Teilnahme am Hackathon „Think.Make.Start.“ haben wir den ersten Prototyp unseres energie-autarken Parksensors entwickelt. Mit diesem wollen wir Parkraumbetreibern einen effizienten Weg bieten, ihren Parkraum nachhaltig zu digitalisieren. Mittlerweile ist daraus ein marktreifes Produkt geworden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine große Herausforderung lag sicherlich darin, Kunden für die ersten Pilotprojekte zu gewinnen. Mit BMW und der Park&Ride GmbH haben wir dann aber schnell die ersten interessierten Partner gefunden und Projekte erfolgreich umgesetzt. Zusammen haben wir Sensoren an verschiedenen Orten in Europa installiert.
Wir haben finanzielle Unterstützung von einigen Accelerator Programmen bekommen, wie z.B. durch „Climate Kick“ und „Techfounders“, sowie durch das Gründerstipendium „EXIST“. Außerdem haben wir einige Wettbewerbe gewonnen, welche mit einem Preisgeld dotiert waren. Zu nennen sind der IKT Innovation Award (2015), Fraunhofer’s „Call for Ideas“ (2015), der erste Platz in allen drei Phasen des Münchner Business Plan Wettbewerbs (2016) und die Auszeichnung als das beste Transport- und Mobilität StartUp auf dem Pioneers Festival (2016). Bis jetzt haben wir noch kein Investorengeld eingesammelt, sondern konnten uns durch die genannten Stipendien, Preisgelder und den Umsatz der ersten Projekte selber finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von ParkHere?
Die Zielgruppe sind letztendlich alle Parkraumbetreiber, die ihre Stellplätze auf eine effiziente du nachhaltige Art und Weise digitalisieren möchten. Momentan fokussieren wir uns auf die Überwachung von Parkplätzen vor Elektroladesäulen. Diese sind oft durch benzinbetriebene Fahrzeuge blockiert, was zu einer Frustration der Elektroautofahrer führt, da sie ihre Fahrzeuge nicht aufladen können. Für den Ladesäulenbetreiber bedeutet das eine Menge an unzufriedenen Kunden und wesentliche Gewinneinbußen.
Außerdem kann unsere Technologie zur Digitalisierung von Park&Ride Anlagen verwendet werden. Die gesammelten Daten helfen Pendlern und Reisenden bei einer noch genaueren Planung. Momentan testen wir unsere Sensoren auf der BahnPark P&R Anlage am Münchner Hauptbahnhof.
Weitere Zielmärkte sind das Mitarbeiterparken großer Unternehmen, LKW-Parken und das Stellplatzmanagement innerhalb der Automobillogistik.

Wie funktioniert ParkHere?
Wir installieren unsere ultra-dünnen Sensoren auf der Parkplatzoberfläche. Sie registrieren die Bewegungen der Autos, also ob ein Auto den Parkplatz befährt oder wieder verlässt. Durch die elastische Verformung der Sensoren wird der Sender aktiviert und die Informationen über den Belegungsstatus werden über das mobile Netzwerk an eine zentrale Basisstation gesendet.Der Sensor braucht weder Batterien noch eine externe Stromversorgung und hat eine wartungsfreie Laufzeit von 25 Jahren. Er erzeugt seine eigene Energie durch Druck und Vibration der darüber fahrenden Autos.
Autohersteller, Navigationssysteme etc. können die Daten von unserem Server bekommen und in ihre Systeme integrieren.

Wo ist ParkHere verfügbar?
Wir haben neulich ein Pilotprojekt mit der Stadt Ingolstadt gestartet. Die ersten Ergebnisse werden Ende dieses Jahres verfügbar sein. Wir sind sehr stolz auf dieses deutschlandweit einzigartige Projekt. Viele Städte haben in den vergangenen Jahren über Smart City Strategien geredet, aber nie eine der vielen Ideen umgesetzt. Ingolstadt hat uns mit den unkomplizierten Entscheidungsprozessen überrascht.
Die Live Daten unserer Sensoren kann man hier verfolgen
Außerdem haben wir – europaweit – noch weitere Projekte am Laufen. Die Partner und Kunden dieser Projekte können leider noch nicht genannt werden. Hierzu werden aber bald neue Informationen auf unserer Website und auf unseren Social Media Kanälen zu finden sein!

Wo liegen die Vorteile von ParkHere?
In San Francisco wurden bereits batteriebetriebene Magnetfeld Sensoren auf Parkplätzen installiert. Die Informationen über freie Parkplätze wurden den Autofahrern dann in einer App angezeigt. Somit konnte die zeitintensive Parkplatzsuche um 43% und der damit verbundene CO2 Ausstoß um 30% verringert werden. Allerdings mussten schnell die ersten Batterien ausgetauscht werden, was so hohe Kosten verursacht hat, dass das Projekt vorerst eingestellt wurde.
Unsere Sensoren arbeiten mit der Energy Harvesting Technologie komplett energie-autark. Sie benötigen also weder Batterien, noch eine externe Stromversorgung und überleben mindestens 25 Jahr wartungsfrei.
Die Daten über Parkplatzbelegungen können wir von unserem Server in jegliche Software, App oder Navigationssystem problemlos integrieren.

Wie ist das Feedback?
Durchweg positiv. Für BMW konnten wir Parkplätze vor Elektroladesäulen mit Sensoren ausstatten und deren Umsätze somit um 200% steigern. Für große Münchner Unternehmen haben wir Mitarbeiterparkplätze mit Sensoren ausgestattet und konnten die Zeit der Parkplatzsuche von 30 auf 4 Minuten reduzieren.

ParkHere, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Momentan bereiten wir unsere erste Finanzierungsrunde vor, welche wir Anfang 2017 abschließen. Außerdem wollen wir in den nächsten Jahren internationale Märkte erschließen und unser Team mit noch mehr großartigen und talentierten Mitarbeitern zu verstärken. Wir können schon verraten, dass wir einige Projekte in Asien und in den USA in Aussicht haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Mein wichtigstes Backup ist mein Team. Meine Mitgründer und ich haben von Anfang an auf den gesunden Mix von Hardskills und Softskills geachtet. Somit konnten wir das Unternehmen schnell entwickeln und auch schwierige Phasen überwinden. Man sollte also darauf achten, dass man sich mit den richtigen Leuten umgibt. Mit dem richtigen Team klappt fast alles! ParkHere zählt mittlerweile 20 Mitarbeiter, welche jeden Tag einen entscheidenden Beitrag zu unserer gemeinsamen Arbeit leisten und uns immer wieder mit großartigen Ideen und ihrer Leistungsbereitschaft begeistern.
An harter Arbeit kommt niemand vorbei. Ein Unternehmen zu gründen bedeutet ein hohes Maß an Engagement und Verpflichtung. Diese Arbeit ist aber gar nicht so hart, wenn man mit den richtigen Leuten an einem gemeinsamen Traum arbeitet. Und mit der harten Arbeit kommt dann auch irgendwann das Glück, was natürlich auch nicht fehlen darf.
Lernt von den Besten! Durch das Netzwerk der TU München hatten wir die Gelegenheit von beeindruckenden Persönlichkeiten und großartigen Mentoren zu lernen. Durch ihre Erfahrung konnten wir wertvolle Erkenntnisse erlangen, welche uns beim Aufbau unseres Unternehmens sehr geholfen hat

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Felix Harteneck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

redaktion

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