evopark: Fokussiert Euch auf Eure Ziele

Parken mit evopark – bargeldlos, bequem und günstig

Wie ist die Idee zu evopark entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu evopark hatte unser Mitgründer Max. Damals studierten wir vier Gründer gemeinsam an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Im Frankreich-Urlaub stand Max an einer Mautstelle.Die Suche nach Kleingeld und das lange Warten nervten ihn. Er überlegte, wann es zu einer ähnlichen Situation kommt: in Parkhäusern. Aus dem Problem wurde ein Konzept, das wir gemeinsamim April 2013 in einem Seminar entwickelten. Innerhalb weniger Wochen entstand die Idee zu evopark: Ein Konzept für die Digitalisierung und Vernetzung von Parkobjekten, das wir bis heute erfolgreich anwenden.Ein Jahr nach dem Abschluss gründeten wir die evopark GmbH. Seither führen wir, Marik Hermann, Sven Lackinger, Maximilian Messing und Tobias Weiper, das Unternehmen gemeinsam. Inzwischen besteht unser Team aus 16 IT-, Medien- und Marketingspezialisten. Wir sind stolz darauf, mit einem engagierten und motivierten Team sowie einem innovativen Produkt die Traditionsbranche Parken in Bewegung versetzt zu haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unser Ziel war es, mit evopark das Parken zu revolutionieren. Entsprechend hoch waren von Beginn an unsere Erwartungen. Nach dem erfolgreichen Start in Düsseldorf wollten wir unser Angebot zügig auf ganz Deutschland ausrollen. Dafür brauchten wir passendes Personal und Investoren. Ein nationales Netzwerk an Parkobjekten aufzubauen war zeitintensiver als gedacht.Technische Verzögerungen haben uns in den letzten Monaten immer wieder in Atem gehalten. Unser IT-Team hat zum Teil bis nachts gearbeitet, um sicherzustellen, dass zum Launch neuer Parkhäuser alles „rund“ läuft. Wir freuen uns, nun gemeinsam mit unserem Partner, dem Schrankenhersteller Scheidt & Bachmann, eine Lösung gefunden zu haben. Der Automobilhersteller Porsche sowie mehrere Business Angels sind finanziell an evopark beteiligt. Außerdem arbeiten wir eng mit Partnern aus Einzelhandel, Gastronomie und Service zusammen. Sie bieten unseren Kunden bei Konsum Gutschriften für ihre Parkgebühren. Diese Gutschriften kauft der Partner mit Aufschlag bei uns ein. Das macht bisher einen Großteil der evopark Einnahmen aus. Die aktuelle Herausforderung: Unsere Kundenwünschen sich einen schnellen Ausbau unseres Parkhaus-Netzwerks – das erfordert größere Investitionen.

Wer ist die Zielgruppe von evopark?
evopark verfolgt einen holistischen Ansatz. Wir lösen Probleme verschiedener Kundengruppen: ältere Autofahrer haben Schwierigkeiten, ein Ticket zu ziehen; Frauen wollen nachts nicht am Kassenautomaten stehen und Geld aus der Tasche nehmen; Außendienstmitarbeiter brauchen eine einfache und schnelle Lösung zur Spesenabrechnung ähnlich einer Tankkarte. Mit unserem System der Parkgebühren Erstattung durch Partner sprechen wir jedermann an. Alle Zielgruppen sparen sich unnötigen Stress und gewinnen mehr Komfort, Zeit und Geld.

Wie funktioniert evopark?
Die evopark App zeigt, in welchen Parkhäusern noch Stellplätze frei sind. Auf Wunsch navigiert sie den Autofahrer direkt dorthin. Mit der evopark Karte im Pkw öffnen sich Schranken automatisch – ein kleiner Funkchip macht’s möglich. Parkplatzsuche, Ticketziehen, Kleingeldsuche sowie Schlange stehen am Kassenautomaten entfallen. Der Nutzer spart Zeit und parkt entspannter. Zusätzlich bieten Einzelhandelspartner Gutschriften für die Parkgebühren. Unser USP: Parken mit evopark – bargeldlos, bequem und günstig.

Warum sollte man evopark nutzen?
evopark ist Parken – nur einfacher. Mit der evopark Karte parkt man bargeldlos, stressfrei und komfortabel, bereits in 49 Parkhäusern und 19 Städten bundesweit. Bis zu 30 % des innerstädtischen Verkehrs entsteht durch die Parkplatzsuche. Ein Stressfaktor, der sich vermeiden lässt. Denn Parkhäuser bieten ein großes Potenzial an freien Stellplätzen. Selbst an stark frequentierten Tagen sind sie meist nicht ausgelastet. Dieses Potenzial nutzen wir. evopark erleichtert Bürgern die Parkplatzsuche und bietet ihnen ein neues, digitales Parkerlebnis.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
In der heißen Gründungphase von evopark im Herbst 2014 lief die erste Staffel der Show. Wir waren fasziniert, wie viele Jungunternehmer sich mit spannenden Geschäftsideen dorthin wagten. Eineinhalb Jahre nach der Gründung von evopark konnten wir bereits die ersten Erfolge verzeichnen: Mehr als 6.000 Kunden nutzten unser Parksystem und wir standen vor dem deutschlandweiten Rollout. Mit diesem Erfolg im Rücken war es für uns der konsequente nächste Schritt, uns zu bewerben. Der Drehtermin für die dritte Staffelder „Höhle der Löwen“ passte auch aus einem anderen Grund optimal für uns: Die nächste, wichtige Investitionsrunde stand an.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Jeder der vier Gründer und Geschäftsführer hat intern einen klar definierten Kompetenzbereich. Trotzdem weiß jeder von uns genau über die wichtigsten aktuellen Zahlen und Entwicklungen von evopark Bescheid. Natürlich haben wir uns alle Details im Vorfeld noch einmal „eingeschärft“, unsere Präsentation geübt und Antworten auf mögliche Fragen der Löwen vorbereitet. Zwei von uns standen schon vorher vor TV Kameras und konnten den anderen wertvolle Tipps mitgeben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Wir haben uns sehr über die Einladung zur Show gefreut. Aus vielen Gründen ist es für uns eine einmalige Chance, uns dort präsentieren zu dürfen. Wir haben schon zahlreiche Auszeichnungen gewonnen und unser Produkt in Pitches vorgestellt. Aber diesmal haben wir zum ersten Mal die Möglichkeit, in nur wenigen Minuten erfahrene, erfolgreiche Investoren zu gewinnen. Es ist wie eine Privataudienz beim Papst – nur aufregender. Der zweite, entscheidende Faktor sind natürlich die immensen Einschaltquoten der Show. Wir stellen evopark rund 3 Millionen Zuschauern vor. Das ist einfach gigantisch!

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf evopar kaufmerksam werden?
Wie alle Startups, die sich in die Höhle der Löwen wagen, hoffen auch wir auf viele Neukunden und interessante, neue B2B Kontakte. Es geht uns dabei nicht nur um kurzfristige Publicity. Hauptziel ist es, Parkhausbetreiber, Kunden und potentielle neue Partner nachhaltig von unserem Konzept zu begeistern. evopark macht das Parken einfacher, davon profitieren nicht nurNutzer, sondern auch Betreiber, Städte und Kommunen, Einzelhändler und viele mehr.Denn evopark entlastet die Innenstadt vom Parksuchverkehr, belebt lokale Geschäfte und füllt die Parkhäuser. Genau das macht unser Konzept so erfolgreich.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Wir haben gelernt, offen für alles zu sein. So handhaben wir es auch dieses Mal. Natürlich ist Frank Thelen als IT-Experte prädestiniert als Investor für eine digitale Lösung wie evopark. Aber auch Jochen Schweizer würde interessante Aspekte einbringen. Das Thema Parken spielt bei Events eine entscheidende Rolle.

Wie geht es mit evopark nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Erst einmal freuen wir uns auf den Auftritt – egal wie es ausgeht. Und dann werden wir alles dafür geben, dass sich evopark weiterentwickelt. Wohin die Reise geht, das entscheidet sich nach der Show. Wir sind gespannt.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Unternehmen wächst schon jetzt rasant. Innerhalb eines Jahres haben wir zehn neue Mitarbeiter eingestellt und unser Netzwerk weiter ausbauen können. In den nächsten Jahren werden wir unser Angebot international ausrollen. Die Mobilität wird sich entscheidend verändern. Vernetzte und selbstfahrende Fahrzeugebeeinflussen das Parkverhalten der Zukunft. Wir haben schon mit vielen interessanten Akteuren Kontakte geknüpft und behalten die Entwicklung täglich im Auge. Unser Team arbeitet mit Herzblut daran, evopark ganz nach oben zu bringen. Mit diesem Engagement, starken Verbündeten und einer Prise Glück sind wir in fünf Jahren Marktführer für digitales Parken in Europa.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1.) Fokussiert Euch auf Eure Ziele.
2.) Baut Euch das beste Team auf, das Ihr Euch vorstellen könnt.
3.) Habt Spaß!

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild © VOX/Stefan Gregorowius

Sehen Sie evopark am 11.Oktober in #DHDL

Wir bedanken uns bei Marik Hermann, Sven Lackinger, Maximilian Messing und Tobias Weiper für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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