Fokussiert euch auf den Kern eures Geschäfts

papoq Spielmöbel und Ausstattung für Kindergärten

Stellen Sie sich und das Startup papoq kurz unseren Lesern vor!

Ursprünglich aus dem südlichsten und sonnigsten Teil Deutschlands, lebe ich nun seit 14 Jahren in Berlin. Und fühle mich hier sehr zuhause. Studiert habe ich in Industriedesign in Pforzheim und Produktdesign in Potsdam mit einer Zwischenstation beim Fraunhofer Institut in Stuttgart. Die Gründung mein erstes Unternehmens hat Ihren Ursprung in einem großen Projekt, welches ich bereits während meiner Diplomzeit umsetzte. Als Mutter eines damals 2 Jährigen Sohnes.

Mit meinem ersten Unternehmen, dem Architekturbüro baukind, setzte ich zwischen 2010 und 2017 als geschäftsführende Gesellschafterin und Projektleiterin gemeinsam mit meiner Geschäftspartnerin über 120 Bauprojekte um. Die meisten in Berlin, aber auch in ganz Deutschland, der Schweiz und China. 

Ich arbeitete 7 Jahre mit dem Fokus Architektur für Kinder, setzte Neubauten um und sanierte zahlreiche Altbauten mit einem Team aus bis zu 11 Mitarbeitern. 2017 beschloss ich, mich ausschließlich dem Innenraum und dem Produktdesign zu widmen, verkaufte meine Firmenanteile und gründete die Firma papoq. Mit papoq habe ich mich seither auf die Ausstattung von Kindergärten spezialisiert und ein einzigartiges Portfolio an Spielmöbeln und Ausstattung für Kindergärten aufgebaut. Wir entwickeln Raumkonzepte mit unserem Möbelsortiment für Kinderräume jeglicher Art. Die meisten Kunden sind Kindergärten, aber vermehrt auch Praxen, Familienzentren oder Eltern-Kind-Räume für Unternehmenssitze.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Gründung von papoq entstand aus meiner ersten Firma heraus, in der ich bereits viele Möbel und Innenraumkonzepte entwickelt hatte. Die Entscheidung mit papoq war eher eine weitere Spezialisierung und den Fokus auf das den Innenraum und die Möbel.

Die ursprüngliche Entscheidung ein Unternehmen zu gründen entstand aus einer gewissen Notwendigkeit heraus eine Nische gefunden zu haben, die bedient werden wollte. Es war eine logische Konsequenz und die einzige Möglichkeit das zu tun, was ich tun wollte und es so umzusetzen, wie ich es für richtig hielt.

Welche Vision steckt hinter papoq?

Unsere Vision ist es, Räume so zu gestalten, dass sie langfristig zu einer Bereicherung im Alltag beitragen. Über unsere ausgewogene Gestaltung und natürlichen Materialien schaffen wir Ruhe und Orientierung im Raum. Dadurch verbinden sich die Kinder aber auch die Erwachsenen ganz anders mit ihrem Umfeld, was sich unmittelbar auf das Miteinander und die Arbeit in den Räumen auswirkt.Denn die Wertschätzung des Raumes bringt den Menschen Wertschätzung, die ihn bewohnen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Gerade im Kitabereich ist der Markt stark umkämpft. Einige große Unternehmen sind recht aggressiv am Markt unterwegs und überzeugen oft mit einer Rabattpolitik, die sich kleine Firmen nicht leiten können. Dass dabei meist die Qualität und auch der Kundenservice und das Knowhow auf der Strecke bleibt, ist vielen Kunden erst im Nachhinein bewusst.

Wer ist die Zielgruppe von papoq?

Unsere Zielgruppe sind all jene Kitaträger und Unternehmen, die sich von der großen Masse unterscheiden wollen. Die auf Qualität und Natürlichkeit achten und das Kind im Blick haben. Dies sind sehr unterschiedliche Kunden. Wir statten sowohl Kitas von großen Unternehmen aus, die Wert auf besondere Räume legen, als auch kleine Praxen oder Kinderläden, die eine Ausstattung suchen, die mehrere Generationen überlebt und einen Mehrwert für die Kinder bietet.

Wie funktioniert papoq? Wo liegen die Vorteile?

Wir bieten den einzigartigen Service, dass wir ein großes Architektonisches Wissen haben und Spezialist im Innenraum sind. Denn ein Raum ist dann optimal, wenn Architektur und Möblierung gut zusammenspielen. Hier kommt sowohl meine langjährige Erfahrung aus der Architektur zu tragen. Als auch unser Fokus auf hochwertig und natürliche Materialien und das Zusammenspiel und die Wirkung von Farbe.

Die besten Projekte sind jene, in denen wir früh eingebunden werden und unser Wissen den Kunden zugute kommen kann. Oft werden die Räume in Zusammenarbeit mit uns noch an einigen Stellen optimiert, um noch besser auf die Möblierung abgestimmt zu sein.

papoq
©AnneDeppe

Vor Allem in der Projektkoordination einer Kitagründung sind wir für unsere Kunden ein wertvoller Wegbegleiter. Die Möblierung eines Kindergartens ist so sehr an Regelungen von unterschiedlichen Ämtern und Vorschriften geknüpft, dass es sehr wertvoll ist, dieses Wissen aus einer Hand zu bekommen. Denn schwierig wird es eigentlich immer an den Schnittstellen der unterschiedlichen Zuständigkeiten.

Wir haben alle Aspekte im Blick und haben ein großes Netzwerk an Experten. So dass wir in der Lage sind unser Kunden sicher an die Hand zu nehmen. Denn unser Ziel ist es immer, dass unsere Kunden gerne auf die Zusammenarbeit zurückblicken und das Ergebnis unserer Arbeit jeden Tag zu schätzen wissen.

Wie ist das Feedback?

Wir bekommen stets sehr gutes und auch berührendes Feedback. Jene Kunden, die uns im Internet finden freuen sich über unsere klare und persönliche Darstellung auf unserer Website. Die Kunden, die mit uns arbeiten, wissen unsere verbindliche und persönliche Arbeit und unser umfangreiches Wissen zu schätzen.

papoq wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten organisch wachsen und möglichst langfristig und wiederkehrend mit Kunden zusammenarbeiten. Denn mit jedem Projekt wird es noch einfacher und effektiver, da das Aufeinander Einstimmen und kennenlernen wegfällt, was für beide Seiten sehr angenehm ist. 

Den Showroom, den wir in Berlin umzugsbedingt dieses Jahr aufgegeben haben, werden wir in den nächsten Jahren sicherlich an einer anderen Stelle in Berlin wieder aufbauen. Ein Ort an dem Raum erlebbar ist, hat einen unglaublichen Wert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fokussiert euch auf den Kern eures Geschäfts –  alles weitere wird sich mit der Zeit ergeben.

Teilt euch im Team gut auf. Gerade als Geschäftsführung ist es eine wichtige Übung, nicht für alles zuständig zu sein oder sein zu wollen.

Schlüpft regelmässig in die Haut eurer Kunden und betrachtet euer Produkt und die Abläufe mit den Augen eurer Kunden.

Titelbild: ©NormanBehrendt

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lilia Kleemann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar