Seid immer offen für alles und jeden!

Pamyra Schnittstelle zwischen Versendern von Stückgut und Transportunternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Pamyra doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Steven Qual, Mitgründer von Pamyra.de. Zusammen mit meinem Kollegen Felix Wiegand und unserem Team haben wir den online Preis- und Leistungsvergleich der Transportunternehmen entwickelt und gebaut. Kurz gesagt sind wir das booking.com für Transporte.

Wie ist die Idee zu Pamyra entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir sind schon seit vielen Jahren Freunde und haben zusammen in einer E-Commerce Agentur gearbeitet. Eines Tages saßen wir mit Felix’ Schwiegervater Peter auf dem Balkon und spielten mit Ideen. Peter war damals Niederlassungsleiter bei einer bekannten Spedition und erklärte uns, wie veraltet die Logistik noch ist. Da werden tagelang Angebote über Fax und Telefon ausgetauscht. Schnell war klar: da steckt viel Potential drin, die Idee war geboren. Das ist nun zwei Jahre her und wir erzählen die Geschichte immer noch gern.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Das arbeiten in großen Teams für Agenturen ist in Ordnung und kann mitunter viel Spaß machen. Man wächst an seinen Aufgaben und steigt innerhalb der Firma auf, uns war das aber nicht genug. Wir wollten was eigenes – bedeutsames – bauen und unsere eigenen Vorstellungen umsetzen. Wir hatten schon viele gute Ideen, mit Pamyra haben wir es nun wahr gemacht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir stehen jeden Tag vor so vielen neuen Aufgaben und müssen ständig dazu lernen. Da fällt es schwer, die größte Herausforderung zu nennen. Das Projekt lebt und jeder Aspekt, jedes Dokument ist ständig in Bewegung.

Wer ist die Zielgruppe von Pamyra?
Wir sind die Schnittstelle zwischen Versendern von Stückgut (also alles auf Paletten) und den Transportunternehmen. Heutzutage müssen Versender immer noch telefonisch oder per Fax Angebote von den Speditionen einholen und die Leistungen umständlich miteinander vergleichen.

Wie funktioniert Pamyra?
Wir haben die Konzepte der Mitfahrgelegenheiten und online-Vergleichsplattformen auf die Logistik übertragen und verschmolzen. Das Ergebnis ist genauso einfach zu bedienen, wie ein Reisevergleich: Man gibt seinen gewünschten Transport in ein Suchformular ein und erhält im Handumdrehen eine Liste aller Preise, Leistungen und Kundenmeinungen. Der Kunde entscheidet selbst, wem er seine Lieferung anvertraut und kann sofort online buchen.

Welche Vorteile bietet Pamyra?
Ganz vorn stehen die Zeit- und Kostenersparnisse für Versender und Speditionen. Einen transparenten Vergleich aller Transportunternehmen gab es bisher nicht. Einer unserer ersten Kunden konnte gleich 50% seiner Transportkosten sparen, was uns natürlich ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Außerdem können Transporte bei Pamyra nicht nur auf Rechnung, sondern auch per Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung oder Giropay bezahlt werden. Für die Vermittlung von Leerfahrten haben wir einen neuartigen Strecken-Umkreis-Algorithmus entwickelt, der Speditionen nur die rentablen Zuladungen vermittelt.

Wie ist das Feedback?
Von unseren Kunden? Großartig! Viele Versender sind schon lange unzufrieden mit der Situation und haben nur auf eine Lösung gewartet. In der Logistik wird Digitalisierung spätestens seit 2016 ganz groß geschrieben. Jedem Logistiker ist bewusst, dass Startups eine wichtige Rolle spielen werden, denn die Prozesse und Ansätze kommen aus anderen Branchen, wie dem E-Commerce und der Touristik.

Pamyra, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die Ziele sind hoch gesteckt. Die Vision zeigt einen Leuchtturm der Transportvermittlung, eine zentrale, internationale Schnittstelle zwischen Versendern und Transportunternehmen. Wir haben schon jetzt mehr als 200 weitere Funktionen, einige Kooperationen und Anbindungen geplant. Was die Zukunft bringt, zeigt sich aber wie immer erst zum Schluss.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Seid immer offen für alles und jeden! Was wir heute präsentieren, hat nicht mehr viel mit unserem ersten Pitch zu tun.
2. Macht es nicht alleine! Hinter allen großen Gründern steht ein großartiges Team.
3. Straight forward durch die Wand! Zieht es durch!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Steven Qual für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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