PAKX: Nie wieder verpasste Pakete

Mit PAKX kommen die Pakete zum Wunschtermin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen PAKX doch kurz vor!
Wir sind Elias Kuby und Patrick Rexroth und mit PAKX lösen wir das Problem der letzten Meile im e-Commerce. Das Problem verpasster Pakete kennt jeder, der gerne online bestellt, aber tagsüber nicht zu Hause ist. Die allseits bekannte Zustellkarte kündigt einen unfreiwilligen Spaziergang zur Postfiliale an, wo man oft ewig in der Schlange stehen und sein Paket anschließend nach Hause schleppen muss. Die meisten Paketshops haben schon früh geschlossen, das gleiche gilt für viele Geschäfte, in denen der Bote ein Paket abgegeben hat. Die Packstation funktioniert nur mit Paketen von DHL, ist meistens weit weg und oft überfüllt. Und wer hat schon Lust, sich abends durch das Haus zu klingeln und die Nachbarn zu verprellen?
PAKX ist die erste Lösung, mit der alle Pakete garantiert zum Wunschtermin und bis an die Wohnungstür geliefert werden werden – und zwar unabhängig vom Versender oder Logistiker. Außerdem bieten wir seit Kurzem auch die Abholung von Retouren direkt an der Wohnungstür unserer Kunden an.

Wie ist die Idee zu PAKX entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand, als wir zu einem gemeinsamen Termin beide zu spät kamen, weil wir jeweils noch ein verpasstes Paket abholen mussten, bevor die Postfiliale geschlossen hätte. Wir wollten ganz einfach nicht mehr hinnehmen, dass verpasste Pakete im Jahr 2016 fester Bestandteil von Online Shopping sind. Bisher hat es keiner der großen Logistiker geschafft, das Problem im Sinne des Kunden wirklich zu lösen. Deswegen haben wir selbst eine Lösung entwickelt, die durch technologische Synergie und Plattformunabhängigkeit große Vorteile gegenüber den bestehenden Ansätzen bietet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Online Shopping als Prozess unterliegt gewissen Standards und Gewohnheiten, vor allem in Deutschland. Vieles wird als normal akzeptiert, so auch, dass man einfach zu Hause zu sein hat, wenn ein Paket kommt. Sein Paket an eine andere Adresse schicken zu lassen, erscheint manchen Menschen erst einmal “unnormal”. Deswegen freut uns besonders, dass die meisten unserer Kunden PAKX nach einem ersten Testpaket immer wieder nutzen.
Außerdem könnte man zunächst annehmen, dass es eine Wettbewerbssituation zwischen PAKX und den großen Zustellern wie z.B. DHL gibt. Tatsächlich aber profitieren gerade diese ganz besonders von PAKX, denn wir erhöhen deren Erstzustellquote signifikant.
Wir haben Ende 2015 eine sechsstellige Seed-Finanzierung eingesammelt. Zu den Investoren gehören unter anderem ein Logistikunternehmen sowie der Seriengründer Daniel Thung, der z.B. auch in Brillen.de investiert hat. Aktuell sprechen wir wieder mit Investoren über den Umfang der anstehenden, nächsten Finanzierungsrunde.

Wer ist die Zielgruppe von PAKX?
Das ist einfach. Jeder, der gerne im Internet bestellt, tagsüber nicht da ist und keine Lust mehr hat, sein Leben nach seinen Paketen zu richten.

Wie funktioniert PAKX?
Wer sich bei PAKX registriert, erhält eine individuelle Adresse, die für zukünftige Bestellungen im Online Shop einfach als Lieferadresse angegeben wird. Pakete an diese Adresse gehen mit DHL & Co. direkt zu PAKX, wo sie anhand einer ID dem richtigen Empfänger zugeordnet werden. Sobald ein Paket bei PAKX eintrifft, erhält der Empfänger umgehend eine Benachrichtigung und kann mit wenigen Klicks online seinen Wunschtermin wählen. PAKX liefert auf Wunsch noch am gleichen Abend in mehreren, zweistündigen Zeitfenstern, optional ruft der Fahrer außerdem an, anstatt zu klingeln. PAKX funktioniert übrigens mit allen Online Shops, außerdem kann der Service kostenlos getestet werden.
Durch die Bündelung von Paketen aller Logistiker erzielen wir einen hohen Effizienzvorteil. Ein Liefergebiet, das von DHL, Hermes, DPD usw. jeweils einzeln angefahren werden muss, kann mit nur einem PAKX Fahrzeug bedient werden. Das ermöglicht die Planung effizienter Touren mit hoher Stoppdichte und reduziert zudem CO2 Emissionen.

PAKX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Für PAKX gibt es einen eindeutigen Bedarf, Online Shopping boomt und der Markt für B2C Pakete wächst mit über 7% pro Jahr, Tendenz steigend. Das Feedback unserer Kunden ist überwältigend, die Expansion von PAKX wird daher unmittelbar nach unserer nächsten Finanzierungsrunde beginnen. Bis Ende des Jahres soll PAKX in den fünf größten deutschen Städten verfügbar sein. In fünf Jahren wird es absoluter Standard sein, Pakete nur noch zum Wunschtermin zu erhalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens: Deine besten Mitarbeiter sind Deine Kunden! Nimm Dir Zeit, regelmäßig mit Deinen Kunden zu sprechen, höre ihnen zu und versuche, Ihre Bedürfnisse genau zu verstehen. Produkte, bei deren Entwicklung der Kunde im Mittelpunkt steht, werden meistens erfolgreich sein.

Zweitens: Kritik an Deinem Start-up ist keine Kritik an Dir. Als Gründer investierst Du tausende Stunden Arbeit in Dein “Baby”. Bei Kritik nun immer sachlich zu reagieren, kann da schon mal schwerfallen. Dabei ist Kritik, sofern sie konstruktiv ist, mit das Wertvollste, das man bekommen kann und kostenlos ist sie meistens auch. Nimm Dich selbst ein Stück weit zurück, bevor Du auf Kritik reagierst. Die meisten Deiner Kritiker, seien es Investoren, Freunde oder Verwandte, meinen es sicher gut mit Dir.

Drittens: Für Gründer ist das Tagesgeschäft turbulent und Du arbeitest oft in vielen, völlig unterschiedlichen Geschäftsbereichen gleichzeitig. Da läuft man schnell Gefahr, reaktiv und getrieben zu werden – dabei sollte es genau andersherum sein. Die bewusste Schaffung von Freiräumen jenseits des Tagesgeschäfts ist daher essentiell, um an Visionen zu feilen und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel beizubehalten.

Wir bedanken uns bei Elias Kuby und Patrick Rexroth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wiede

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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