Pain Point privates Vermögensmanagement

Für viele der erfolgreichen Unternehmer/Innen mit denen ich zusammenarbeiten darf, war der Bereich der persönlichen Vermögensplanung zu Beginn unserer Tätigkeit ein echter Schmerz.

Wieso ist das so?

Gerade erfolgreiche Unternehmer/Innen zeichnen sich dadurch aus, dass Sie sich Ziele setzen und diese konsequent verfolgen und abarbeiten. Der Transfer dieser erfolgsversprechenden Eigenschaft auf die private Ebene fällt jedoch vielen schwer.

Maßgeblich ist hier natürlich der Faktor Zeit. Unternehmer/Innen die Ihre Firma nach vorne bringen wollen verschreiben sich voll und ganz diesem Ziel. Dazu kommt häufig die Tatsache, dass die Auseinandersetzung mit Teilnehmern der Finanzbranche – nachvollziehbarer Weise – für viele ein echter „pain in the ass“ ist. Die selbst bei Betriebs- und Wirtschaftswissenschaftlern sehr schlecht ausgeprägte finanzielle Bildung in Deutschland führt zusätzlich dazu, dass eine große Unsicherheit vorherrscht und permanent die Angst besteht, über den Tisch gezogen zu werden.

Nichtsdestotrotz ist die private Vermögensplanung nicht hoch genug einzuschätzen. Unternehmer/Innen gehen für das Erreichen Ihrer Ziele bewusst hohe Risiken ein. Umso wichtiger ist es, dass, sobald erste wirtschaftliche Erfolge vorhanden sind, ein gesunder Vermögenstransfer auf die Privatseite forciert wird um die Zukunft der Person und ihrer Familie abzusichern.

Aber wie kann man dieses Problem zielführend angehen, ohne die berechtigten Einwände unberücksichtigt zu lassen?

Schauen wir uns dazu andere Lebensbereiche an, in denen ähnliche Barrieren zu finden sind.

Das Thema Gesundheit und Fitness ist hier ein gutes Beispiel. Viele Unternehmer/Innen haben diesen Bereich als zentralen Punkt Ihrer Leistungsfähigkeit erkannt – gut so. Da auch hier Zeit und Motivation mit der unternehmerischen Tätigkeit kollidieren haben viele Unternehmer/Innen den konsequenten Schritt verfolgt und einen privaten Trainer engagiert. Dieser erstellt Trainings- und Ernährungspläne, koordiniert Zeitfenster und sorgt für die notwendige externe Motivation.

Auch für unternehmerische Kernaufgaben wie Strategie und Führung, die im Tagesgeschäft häufig zu kurz kommen, holen sich viele Gründer/Innen und Unternehmer/Innen professionelle Unterstützung.

Das Gleiche könnte man machen, um die private Vermögensplanung professionell, erfolgreich und letztlich befriedigend zu gestalten.

Ein Sparringspartner in diesem Bereich ist extrem wertvoll. Gute Planer kennen die intrinsischen Motivatoren ihrer Klienten. Sie wissen um deren Werte, Ziele, Wünsche, Beziehungen, Stärken und Schwächen. Ähnlich wie der Fitnesscoach sorgt auch der Finanzcoach/-planer dafür, einen entsprechenden Vermögensplan aufzustellen und diesen diszipliniert umzusetzen.  Vor allem, ist ein solcher, unabhängiger Coach und Sparringspartner aber auch dafür verantwortlich, Wissen zu vermitteln.

Leider lassen sich viele Menschen, gerade die mit einem geringen Zeitbudget, immer wieder von den Anpreisungen der Finanzindustrie verlocken.

Banken, Privatbanken und Vermögensverwalter werben mit einer gewissen „heritage“ und entsprechendem Habitus. Viele fühlen sich davon angezogen. Es bestehen jedoch erhebliche Interessenskonflikte. Die meisten Dienstleister verdienen ihr Geld nur durch den Verkauf von Produkten mit hohen Kosten – so gut wie immer zu Lasten der Kunden.

Das viele Kunden somit auch unzufrieden sind, zeigt eine aktuelle McKinsey Studie. Direktbanken und Start Up´s in diesem Bereich schneiden wesentlich besser ab.

Diese modernen Banken können zwar zur befriedigenden Abwicklung der Banking Vorgänge genutzt werden, können jedoch nicht als Planer und Sparringspartner dienen.

Ein guter und unabhängiger Planer sollte – ausschließlich – von seinen Kunden für seine Dienstleistung bezahlt werden. Er kümmert sich um die Wissensvermittlung, nimmt dem Unternehmer/ der Unternehmerin die lästigen Tätigkeiten ab, nutzt die Vorteile digitaler Dienstleister und sorgt regelmäßig dafür den Plan zu überprüfen und ggf. anzupassen.

Er fungiert als loyaler, verlässlicher und vertrauter Ansprechpartner der Familie in allen finanziellen Angelegenheiten und trägt somit dafür Rechnung, dass der Unternehmer/ die Unternehmerin sich ganz auf die Dinge konzentrieren kann, die ihm/ihr wichtig sind: das Unternehmen und Zeit für Familie, Freunde, Reisen.

Damit eine maximale Transparenz gewährleistet ist und zusätzlich der Affinität zu digitalen Tools von vielen jungen Unternehmer/Innen entsprochen wird, sollte eine moderne Beratung hybrid ablaufen – d.h. ein persönlicher Ansprechpartner, der seinen Kunden den aktuellen Vermögens- und Planungsstand jederzeit digital und interaktiv zur Verfügung stellt.

Auf dieser Basis kann eine ganz neue und befriedigende Anlageerfahrung entstehen.

Privates Vermögensmanagement ist wichtig, es lohnt sich und kann Spaß machen– also get things done!

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Christian Rump

Christian Rump ist Gründer und Inhaber von the private office – vermögensmanagement für unternehmer. Der Finanzfachwirt (FH) ist einer von weniger als 200 in Deutschland registrierten Honorar-Finanzanlageberatern und hat sich somit dazu verpflichtet, ausschließlich von seinen Kunden vergütet zu werden. Seit knapp 20 Jahren berät er Unternehmer bei der Vermögensplanung. Seine tägliche Aufgabe besteht darin, seinen Kunden zu ermöglichen, dass diese Ihre Ziele ohne Angst, Stress, Sorgen und hohen zeitlichen Aufwand erreichen. Weitere Informationen auf der Webseite

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