PACE: Mach dein Auto zum Smartcar

PACE macht das Autofahren stressfreier, sicherer und günstiger

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen PACE doch kurz vor!
PACE verwandelt ganz normale Autos in Smartcars indem wir sie mit Hilfe unseres PACE Links über das Smartphone des Autofahrers mit dem Internet verbinden. PACE bietet dem Autofahrer damit neun innovative Funktionen, die das Autofahren stressfreier, sicherer und günstiger machen. Zum einen hilft PACE im automobilen Alltag zum Beispiel mit einem Benzinkostentracking, der Find-my-Car Funktion oder dem automatischen Finanzamt konformen Fahrtenbuch. Zum anderen unterstützen wir den Autofahrer im Falle eines Problems, beispielsweise mit dem automatischen Notruf, der bei einem Unfall selbständig den Rettungsdienst verständigt oder mit der Fehlercode Analyse über die PACE App, die einem in einfachen Worten erklärt, was das Problem ist, wenn wieder einmal eine Warnlampe im Auto angeht.Darüber hinaus können Autofahrer mit Hilfe des PACE Spritspartrainers ihr Fahrverhalten optimieren und bis zu 25% Sprit sparen. Und für die sportlichen Fahrer gibt es zudem einen Performancemonitor, der während der Fahrt zum Beispiel auch Drehzahl und Querbeschleunigung anzeigt.
Wir sind ein junges Startup mit Sitz in Karlsruhe und Berlin. Im Moment arbeiten insgesamt 11 Leute an PACE, die alle die Begeisterung für Autos, Innovationen und Connected Cars teilen.

Wie ist die Idee zu PACE entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Robin und ich kennen uns schon seit vielen Jahren, da wir beide an der gleichen Uni Wirtschaftsinformatik studiert haben. Philip hat gemeinsam mit Robin eine Agentur zur App Entwicklung aufgebaut. Da wir alle sehr autobegeistert sind, beschäftigen wir uns in unserer Freizeit schon lange mit dem Thema Connected Car und Innovationen rund ums Auto. Ende 2014 saßen wir wieder einmal in Karlsruhe zusammen und hatten die Idee zu PACE. Ursprünglich ist die Idee daraus entstanden, dass wir eine Lösung gesucht haben, wie man es schaffen kann, die modernen Telematikfunktionen, für die man bei Neufahrzeugen oft mehrere hundert oder sogar tausend Euro bezahlen muss, auch für Gebrauchtwagen verfügbar zu machen – und das vor allem zu erschwinglichen Preisen, ohne die sonst üblichen hohen Folgekosten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ein Startup, das sich mit der Entwicklung von Hardware beschäftigt steht natürlich vor vielen Herausforderungen. Zunächst war es für uns wichtig, einen zuverlässigen und erfahrenen Partner für die Entwicklung des PACE Links zu finden, damit wir hier eine möglichst hohe Qualität und alle erforderlichen Zertifizierungen sicherstellen können. Dafür haben wir inzwischen einen erfahrenen, deutschen Automobilzulieferer an Bord. Eine mindestens genau so große Herausforderung war es jedoch, Investoren für das Projekt zu begeistern, da viele Geldgeber beim Thema Hardwareentwicklung ja eher zurückhaltend sind. Wir haben daher zu Beginn PACE aus eigener Tasche finanziert und zunächst viel Arbeit in die Entwicklung des Konzepts und erster anschaulicher Prototypen der PACE App gesteckt. Damit konnten wir im Herbst 2015 zwei private Investoren gewinnen, mit denen wir PACE jetzt langfristig entwickeln können.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Wir befinden uns aktuell in der letzten Phase der Entwicklung von PACE. Die Hardware also der PACE Link ist bereits fertig und wird schon in Autos getestet. Im Moment sind wir dabei die Software zu finalisieren und das wird voraussichtlich noch bis Mai dauern.
Das Crowdfunding auf Kickstarter.com hat für uns zwei wichtige Ziele. Einerseits hilft es uns natürlich, die restliche Entwicklungsarbeit zu finanzieren. Andererseits war es uns aber auch sehr wichtig, möglichst früh mit PACE am Markt zu sein und interessierten Kunden die Möglichkeit zu geben, sich einen PACE Link vorzubestellen.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Plattform ausgewählt?
Wir haben die Plattformen hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien wie beispielsweise Bekanntheit, Anteil der Besucher aus Deutschland bzw. Europa, akzeptierte Zahlungsmethoden und inhaltliche Ausrichtung der Projekte bewertet. Für unseren Fall erschien uns Kickstarter am geeignetsten.

Wie haben Sie sich auf die Crowdfunding Kampagne vorbereitet?
Es gibt beim Crowdfunding eine Regel, die heißt „Starte kein Crowdfunding ohne deine Crowd“. Das heißt die Vorbereitung der Kampagne ist natürlich extrem wichtig. Wir haben uns dafür insbesondere auf Social Media Kanäle wie Facebook und Instagram konzentriert und schon viele Wochen vor dem Start der Kampagne begonnen, eine möglichst große Community an PACE Fans aufzubauen.

Wo sehen Sie für sich die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsmöglichkeiten?
Crowdfunding bietet die Möglichkeit sehr direkt mit seinen potenziellen zukünftigen Kunden in Interaktion zu treten – und das lange bevor der erste Kunde das Produkt, das man herstellen will, in der Hand halten kann. Dadurch bekommt man sehr wertvolles Feedback. Beispielsweise, welche Funktionen die Kunden sich wünschen, welche Aspekte des Produkts ihnen gefallen oder auch was sie nicht verstehen oder nicht gut finden. Zudem ist es natürlich ein sehr guter Marketing-Test, mit dem man sehen kann, wie gut ein Produkt voraussichtlich später mal am Markt ankommt.
Wir hatten für unsere Kampagne ein Finanzierungsziel von 50.000 EUR gesetzt. Wir haben natürlich gehofft, dass wir das schnell erreichen und eventuell sogar noch übertreffen können. Am Ende war es in weniger als 30 Minuten nach dem Start der Kampagne bereits erreicht und im Moment stehen wir bei über 300% Zielerreichung. Ein solches Feedback zu bekommen, motiviert natürlich unser Team auch extrem, da sich alle freuen, wie gut unser geplantes Produkt bei den Kunden draußen ankommt.

Wer ist die Zielgruppe von PACE?
Da PACE neun sehr unterschiedliche Features bietet, sprechen wir auch eine sehr breite Zielgruppe an. Einerseits einen eher sportlich orientierten Fahrer, der sich auch für die Technik seines Autos interessiert – mit dem Performance Monitor und der Fehlercode Analyse. Andererseits aber auch die umweltbewussten und kostenbewussten Autofahrer, die mit Hilfe des PACE Spritspartrainers ihre Fahrweise verbessern können, um benzinsparender und damit umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Und das automatische Fahrtenbuch ist natürlich super für alle, die ihr Auto sowohl beruflich als auch privat nutzen. Mit der Funktion „Automatischer Notruf“ wollen wir schließlich allen Autofahrern mehr Sicherheit im Straßenverkehr geben.

Rein technisch gesehen, kann PACE jeder Autofahrer nutzen, der ein Smartphone besitzt und ein Auto mit OBD2-Diagnoseschnittelle hat. In Europa haben die meisten Autos ab Baujahr 1996 solch eine Schnittstelle. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie in Europa für alle Autos mit Benzinmotor ab Baujahr 2001 und für Dieselfahrzeuge ab Baujahr 2004. Und natürlich funktioniert PACE auch mit aktuellen Neufahrzeugen.

Wie funktioniert PACE?
Das Kernstück von PACE ist der PACE Link. Ein Adapter, mit dem jedermann sein Auto ganz einfach per Bluetooth mit seinem Smartphone verbinden kann. Der PACE Link wird einfach in die Diagnoseschnittstelle (OBD 2) des Autos eingesteckt. Das ist die Schnittstelle, an der die Werkstätten ihre Testgeräte anschließen. Sie ist in der Regel sehr einfach zugänglich, meistens im Fahrerfußraum.
Unsere Autos haben schon seit vielen Jahren leistungsstarke Bordcomputer, die sehr wertvolle Daten generieren. Diese Daten machen wir für den Autofahrer mit dem PACE Link zugänglich. Mit Hilfe der PACE Cloud auf unseren Servern stellen wir zusätzlich verkehrsrelevante Informationen aus dem Internet zur Verfügung. Durch Kombination dieser Informationen können wir dem Autofahrer auf seinem Smartphone mit der PACE App die bereits beschriebenen Funktionen bieten.

PACE,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In Europa sind ca. 140 Millionen Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs, die wir in den nächsten Jahren mit PACE alle noch zu Smartcars machen können. Darüber hinaus bietet PACE für Neufahrzeuge den Vorteil, dass unsere Telematiklösung die Mobilfunkverbindung des Smartphones des Autofahrers nutzt und daher keine laufenden Kosten durch zusätzliche Mobilfunkverträge entstehen. In fünf Jahren wollen wir daher mit PACE eine möglichst große installierte Basis an PACE Nutzern bei Gebraucht- und Neufahrzeugen erreichen.
Dies wird uns dann auch ermöglichen,in Zukunft noch mehr innovative Dienste wie beispielsweise Verkehrsdatenprognosen anzubieten. Dazu wollen wir im Moment aber noch nicht zu viel verraten.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Zunächst einmal würde ich jedem dazu raten, das Abenteuer Startup auf jeden Fall zu wagen, wenn er Lust darauf hat. Ich denke das Wichtigste ist dabei zunächst, dass man als Gründer an einem Thema arbeitet, das einen persönlich wirklich begeistert. Wenn man das gefunden hat, gibt es aus meiner Sicht drei wichtige Dinge, die das Leben als Gründer leichter machen. Erstens ein gutes Gründerteam, das sich gegenseitig gut ergänzt, zweitens Fokussierung aufs Wesentliche und die richtige Priorisierung und drittens: sich nicht zu schnell entmutigen lassen, wenn es mal auf und ab geht. Es gibt ein gutes Zitat von Marc Andreessen, dem Gründer von Netscape. Er hat mal gesagt: „In Startups you only ever experience two emotions: euphoria and terror. And I find that lack of sleep enhances them both.“ Das trifft es eigentlich ganz gut. Nachlesen kann man das übrigens in einem Buch, das ich auch jedem angehenden Gründer empfehlen würde: „The Hard thing about Hard Things – Building a business when there are no easy answers“ von Ben Horrowitz.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Martin Kern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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