Einfach mal machen und Fehler akzeptieren.

oyoyo individuell gestaltete Textilien und Wohnaccessoires von Designern

 Stellen Sie sich und das Startup oyoyo kurz unseren Lesern vor!

oyoyo, das ist Kunst zum Anfassen – oder Kuscheln!  

Das junge Start-up möchte individuell gestaltete Textilien in jedes Zuhause bringen und dabei Künstler*innen helfen, mit ihrer Kreativität ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Endverbraucher*in bekommen hier direkt von Designer*innen alles für ein stylisches Zuhause, Designer*innen finden hier endlich eine intuitive Plattform für ihre Arbeiten – und das zum ersten Mal zu fairen Bedingungen – ein absolutes Novum in der Branche! oyoyo selbst besteht aus unserem Team, Menschen, die sich für diese Idee begeistern und sich eine “asshole freie Zone” wünschen!

Welche Vision steckt hinter oyoyo?

Wir wollen fair sein und nachhaltig und all das am Puls der Zeit. Sprich: Wir schaffen mit den Designern Trends für ein schönes, zeitgemäßes Zuhause. Brands und Firmen sind besonders in der heutigen Zeit, in der sich die Produkte an sich immer weniger unterscheiden, von Design abhängig und somit auch von den Menschen, die dahinter stehen. Eben genau diese Menschen nehmen wir mit und schaffen für sie diese faire Plattform, über die sie an ihren Ideen und Styles beteiligt werden und sich darüber austauschen können. Nachhaltig ist oyoyo deshalb, weil die Produkte erst dann produziert werden, wenn sie bestellt sind. Das war uns besonders wichtig, denn gerade die Textilbranche braucht neben der Lebensmittelbranche eine Revolution.  

Wer ist die Zielgruppe von oyoyo?

Zwei, da wir durch die eben genannte Vision auch die Designer dazu zählen. Für diese wollen wir mit oyoyo Werkbank und Atelier zugleich sein. Zum anderen sind da natürlich unsere Kunden, die wir stets mit aktuellen Themenwelten und qualitativ hochwertigen Produkten überzeugen möchten. 

Was findet der Kunde auf oyoyo? Was ist das Besondere an den Produkten?

Auf oyoyo gibt es alles, was ein Zuhause schöner macht. Das können Kissen sein, Vorhänge, Tischsets, Servietten, Bettwäsche und und und. Unser Portfolio steht damit auch noch lange nicht am Ende, aber eins nach dem anderen. Themenwelten schaffen Räume je nach Wunsch, ob skandinavisch oder schwarz-weiß oder auch Ideen für Kinderzimmer – wir sind sehr breit aufgestellt und haben fast täglich neue Designs im Angebot. Zudem passen alle Produkte perfekt zueinander- Passende Vorhänge, zu passender Tischwäsche und perfekt abgestimmten Deko-Kissen, auf der gleichen Rohware, mit den gleichen Farben und mit einer Design-Sprache – das kann sonst keiner.

Wie ist das Feedback?

Von beiden Zielgruppen sehr gut. Die Designer sind begeistert und sehr dankbar, endlich jemanden an seiner Seite zu haben, der deren Arbeit zu schätzen weiß. Und die Kunden? Die bestellen und bestellen und bestellen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Persönlich war die Selbstständigkeit für mich schon immer ein beruflicher Traum. Ebenso die Freiheit zu haben, sein bisher gelerntes Wissen schnell, agil und eigenverantwortlich anwenden zu können, ohne das Gefühl zu haben, jedesmal ein Container-Schiff lenken zu müssen. Auch mag ich es persönlich sehr gerne, mich in möglichst viele unterschiedliche Themenbereiche einzuarbeiten – so bleibt man flexibel im Kopf und es entspricht meinem Typ des Generalisten sehr. Aus dem Unternehmens-Kontext heraus war es nur logisch, ein Startup zu gründen, um als kleine agile Einheit, völlig unabhängig von bestehende Strukturen und Prozessen arbeiten zu können. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine der größten Herausforderungen war es, verlässliche und ehrliche Partner zu finden, die dieselbe Leidenschaft und vor allem dasselbe Tempo mitbringen, das man selbst hat. Das haben wir geschafft, jetzt haben wir viele kleine Herausforderungen aus dem Tagesgeschäft die es zu meistern gilt. Finanziert werden wir durch unseren Mutterkonzern die Schmitz-Werke Holding.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Fünf Jahre ist ein sehr langer Zeitraum im Startup-Kontext, aber ich fange mal im jetzt und hier an. In diesem Jahr möchten wir unser Geschäftsmodell und unsere Kunden/Nutzer-Philosophie beweisen, genauso wie unsere Markt- und Markenpositionierung festigen. Zudem möchten wir unsere E-Commerce Plattform dorthin entwickeln, wo wir sie ursprünglich geplant haben und mit Features erweitern, die unsere Nutzer sich wünschen. Wir bauen unsere Plattform schließlich nicht für uns, sondern für unsere Nutzer, also die Designer und Endkunden. Zusätzlich werden wir unsere Produktionsprozesse und somit die Lieferzeiten deutlich verbessern. Wir arbeiten hier nach der OKR-Management-Methode (Objectives and Key Results) um die Unternehmens- und Mitarbeiterziele klar zu verbinden und den Fokus auf das Wesentliche zu behalten. Durch unseren on-demand Produktionsprozess sind wir natürlich schon von Haus aus nicht so verschwenderisch mit unseren Ressourcen, aber wir haben in den letzten Monaten noch viele kleine Dinge erlebt, die wir besser machen müssen. 

In fünf Jahren würde ich mir wünschen, dass oyoyo nachhaltig gewachsen ist und wir den Übergang vom Startup zum Unternehmen geschafft haben, ohne dabei unsere Leidenschaft, Agilität und unser Werteverständnis verloren zu haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

  • Das Vorgehensmodell für Customer Development nach Steve Blank ist sehr hilfreich.
  • Verlasst so schnell wie möglich das Büro und geht nach draußen, um mit echten Kunden/Nutzern zu sprechen und eure Hypothesen zu validieren bzw. anzupassen!
  • OKRs, ein gutes BMC und ein MVP gepaart mit agilem Projektmanagement funktioniert.
  • Einfach mal machen und Fehler akzeptieren. 
  • Spart euer Geld so lange wie möglich, arbeitet mit Freelancern statt mit hochbezahlten Agenturen zusammen, jedenfalls so lange wie ihr noch klein seid. 
  • Demütig, dankbar und gnadenlos ehrlich sein, auch wenn es manchmal weh tut! 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maik Ehmke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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