Sei glücklich, aber niemals zufrieden

outness: Outdoor und Fitness zur Steigerung der Motivation, Teambildung und der Produktivität

Stellen Sie sich und das Startup outness doch kurz unseren Lesern vor!

Das Unternehmen outness ist Anbieter von mobilen Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Dabei ist unser Team von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Gesundheitsmanagern mit dem Ziel unterwegs, die Motivation, Teambildung und Produktivität bei den Beschäftigten unserer Kunden zu steigern. Gleichzeitig werden Fehlzeiten, Fluktuation und Krankheitskosten reduziert. Hierbei führen wir einen Großteil unserer Gesundheitsangebote an der frischen Luft durch. Dabei ist der Firmenname outness ist eine Wortzusammensetzung aus Outdoor und Fitness.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir, also die beiden outness-Gründer Andreas und Hannes, haben uns 2012 beim Sport kennen gelernt. Wir teilten sofort die Leidenschaft für Unternehmertum. Es entwickelte sich eine feste Freundschaft, mit dem Ziel ein gemeinsames Unternehmen zu gründen. Nach diversen Geschäftsideen, kam uns der Grundgedanke von outness eher durch Zufall. Hannes war damals als Gesundheitsmanager von eine Wohnungsgesellschaft tätig und sollte eine Gesundheitswoche mit verschiedenen Angeboten für die Mitarbeiter planen. Bei der Suche nach geeigneten Fitnessanbietern ist er auf die Marktnische gestoßen. Keiner der lokalen Fitnessanbieter hatte die personellen und materiellen Ressourcen, um zur gewünschten Arbeitszeit, an den gewünschten Arbeitsort zu kommen. Die Idee vom Firmenfitness-Lieferservice war geboren. Kurz darauf gab es die nächste außergewöhnliche Idee. Es gab nämlich Kundenanfragen von kleinere Unternehmen, die zwar gerne Sport für Ihre Mitarbeiter angeboten hätten, aber keine geeigneten Räume besaßen. Somit wurde die Idee zum Outdoor-Firmenfitness-Lieferservice erweitert.

Welche Vision steckt hinter outness?

Unsere Vision ist es, Marktführer für betriebliches Gesundheitsmanagement zu werden, um die deutsche Arbeitskultur gesundheitsförderlicher zu gestalten. Hierbei möchten wir uns als All-in-One-Dienstleister positionieren. Bedarfsbestimmung, Analyse, Planung, Umsetzung, Auswertung, Optimierung – Alles aus einer Hand mit kurzen Wegen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten bereits viel Zeit und Energie in die Planung von diversen Geschäftsideen gesteckt, welche dann aus verschiedenen Gründen nie umgesetzt werden konnten. Aus diesem Grund haben wir bei der outness-Idee nicht lange nachgedacht, sondern einfach gemacht! Bereits eine Woche nach der ersten Idee haben wir uns einfach einen Tag „Urlaub“ von der eigentlichen Arbeit genommen, um den direkten Kontakt mit potenziellen Kunden zu suchen. Bereits nach einem Tag Akquise stand fest, dass die Idee wirklich Potenzial hat. Wir setzten alles auf eine Karte, kündigten die alten Jobs und legten los!

Mit einem Startkapital von 2.000 Euro übernahm Hannes, als studierter Fitnessökonom, das Training in den Unternehmen und Andreas, gelernter EDV-Kaufmann, kümmerte sich um die Akquise, Marketing und Buchhaltung. Der Plan ging auf – Das Unternehmen ist bis heute ohne Bankdarlehen oder sonstiges Fremdkapital organisch gewachsen. Bereits nach einem halben Jahr konnte der erste Mitarbeiter eingestellt werden. Und dann ging alles ziemlich schnell. Das Unternehmen konnte sich beim Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft M-V, beim OZ-Gründerpreis sowie als Unternehmen des Jahres der Stadt Neubrandenburg durchsetzen. Inzwischen ist aus dem ursprünglichen Zwei-Mann-Unternehmen ein 13-köpfiges Team gewachsen, welches in ganz Mecklenburg-Vorpommern sowie im Norden von Brandenburg aktiv ist.

Wer ist die Zielgruppe von outness?

Die Zielgruppe sind zu ca. 80 Prozent kleine und mittelständische Unternehmen. In diesen Firmen bieten wir auf die Bedürfnisse abgestimmte Gesundheitskurse, Seminare, Workshops, Gesundheitstage sowie Unternehmensberatungen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement an. Darüber hinaus haben sich einige Dienstleistungen auf Grund von Synergieeffekten ergeben. Zum Teil besteht unser Kundenstamm aus Pflegeeinrichtungen sowie Kindertagesstätten. In diesen Einrichtungen bieten wir nicht nur Gesundheitsangebote für die Mitarbeiter, sondern auch für die Heimbewohner sowie Kids an. Schließlich ist die Gesundheitsförderung von Senioren und Kindern genauso wichtig, wie bei den Angestellten.

Darüber hinaus wird auch die Nachfrage nach Gesundheitsreisen sowie Outdoor-Fitnesskursen für Privatpersonen immer größer.

outness

Wie funktioniert outness? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Vergleich zum „normalen“ Fitnessstudio arbeiten wir nicht mit Honorarkräften, sondern mit festangestellten Trainerinnen und Trainern. Dadurch können unsere Mitarbeiter auch tagsüber bei unseren Firmenkunden aktiv sein. Im Vergleich dazu, sind Honorarkräfte häufig nur in den Abendstunden verfügbar, da Sie tagsüber einer anderen Tätigkeit nachgehen.

Außerdem beschäftigen wir ausschließlich qualifizierte Fachkräfte, welche bei den gesetzlichen Krankenkassen gelistet sind. Dadurch entstehen unseren Firmenkunden geringere Kosten, da ein Teil der Gebühren von den Krankenkassen getragen werden. Eine solche Listung bei den Kassen ist nur mit entsprechenden Trainingskonzepten möglich, welche nicht ohne entsprechendes Wissen erstellt werden können.

Darüber hinaus ist die hohe Kundenorientierung, Flexibilität und Funktionalität für unseren Erfolg entscheidend.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Auf Grund der Kontaktbeschränkungen waren und sind wir sehr stark von der Corona-Pandemie betroffen. Wir haben in den letzten Jahren auf eine starke Diversifikation unserer Kunden geachtet. Doch trotz dieser Diversifikation konnten wir unser normales Tagesgeschäft nicht durchführen, da uns schlichtweg die Tätigkeit untersagt wurde. Somit waren wir gezwungen, uns innerhalb weniger Tage neu zu erfinden und völlig neue Geschäftsbereiche aufzufinden.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben schon immer auf remote Arbeiten geachtet. Somit war das Thema Home-Office absolut kein Problem für uns. Allerdings waren unsere Dienstleistungen bisher immer nur im direkten Kontakt möglich. Hierfür haben wir innerhalb weniger Tage entsprechende Lösungen gefunden. So hatten unsere Kunden die Möglichkeit an Online-Trainings, Webinaren, Online-Gesundheits-Checks und Coachings teilzunehmen. Darüber hinaus, haben wir einen Onlineshop für Wertgutscheine sowie für eigene Merchandise-Artikel veröffentlicht.

Außerdem haben wir für einen Kunden eine komplette Firmen-Trainingsdatenbank mit über zehn Stunden Videomaterial erstellt. Im individuellen Design der Firma konnten die Mitarbeiter im Homeoffice somit Ihren Rücken stärken, Entspannungsübungen machen oder die Verspannungen mit Faszientraining lockern. Not macht erfinderisch.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Durch die neuen Dienstleistungen konnten wir unser Produktportfolio nochmals massiv erweitern. Außerdem glauben wir, dass die Digitalisierung in allen Unternehmen durch die COVID-19-Pandemie deutlich vorangetrieben wurde. Dadurch können wir unseres Erachtens in Zukunft auch ressourcensparender agieren. Anstatt mehrere Stunden mit dem Auto zu fahren, kann ein einfaches Kundengespräch auch problemlos mit einer Videokonferenz erledigt werden.

Darüber hinaus haben wir die Zeit für die Produktion eines eigenen Podcast genutzt. Unter dem etwas sperrigen Namen „Betriebliches Gesundheitsmanagement Podcast“ erklären wir in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen wie das BGM im eigenen Unternehmen integriert werden kann. Weitere Informationen zu unserem Podcast sind unter www.bgmpodcast.de zu finden.

outness, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im nächsten Jahr wollen wir weitere Einzugsgebiete in Richtung Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin erschließen. Parallel arbeiten wir an der Entwicklung eines Franchise-Konzeptes. Mit Hilfe der Franchisenehmer soll das bundesweite Wachstum beschleunigt werden.

Außerdem soll der Unternehmensschwerpunkt noch stärker auf den Bereich der BGM-Unternehmensberatung gelegt werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nimm nur Tipps und Ratschläge von Personen an, die bereits dort sind, wo du hinmöchtest. Achte vor allem auf gutgemeinte Ratschläge von der Familie oder Freunden. Diese Personen wollen dich häufig beschützen und sehen meistens nur das potenzielle Risiko. Such dir stattdessen Unternehmerfreunde, Mentoren oder Netzwerke, die dich bei der Umsetzung deiner Idee unterstützen.

Einfach machen und loslegen! Wir hatten eine simple Idee. Absolut nichts Außergewöhnliches. Im Laufe des Arbeitsprozesses haben sich dann allerdings diverse neue Geschäftsfelder ergeben. Unsere erste „Kundenbroschüre“ hatte exakt vier Seiten. Nach nur 3,5 Jahren ist diese Broschüre über 100 Seiten stark! Diese vielen Ideen hätten wir niemals gehabt, wenn wir nicht einfach gemacht und losgelegt hätten.

Sei glücklich, aber niemals zufrieden. Sei stolz auf jeden einzelnen kleinen Schritt, denn du gehst – Aber ruhe dich nicht auf deinen Lorbeeren aus. Unter unseren Trainern haben wir das Motto „Du bist nur so gut, wie deine letzte Trainingseinheit“. Versuche also jeden Tag ein kleines bisschen besser zu werden. Wirklich große Erfolge entstehen durch einen Marathon und nicht durch einen Sprint.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andreas Windisch und Hannes Schröder für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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