Prüft sehr genau, ob es wirklich einen Markt für eure Geschäftsidee gibt!

Otto Wilde Grillers Gründer stellen den O.F.B. Grill in DHDL den Löwen vor

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Otto Wilde Grillers doch kurz vor!
Otto Wilde Grillers ist ein junges Düsseldorfer Startup und Familienunternehmen, das hochwertige Spezialgrills für Genießer und BBQ-Enthusiasten entwickelt und herstellt. Wir sind vier Gründer: Otto, Julia, Nils und Alex, die durch Familie und langjährige Freundschaften sehr eng miteinander verbunden sind. Wir produzieren ausschließlich in Deutschland und möchten mit unseren Grills den häufig sehr einheitlichen, ja geradezu langweiligen Grillmarkt revolutionieren. Unser erstes Produkt ist Ottos Over-Fired Broiler – kurz O.F.B. – ein 900 °C Oberhitzegrill, der eine Steakqualität für Zuhause bietet, wie sie sonst nur in den besten Steak-Restaurants der Welt zu finden ist.

Wie ist die Idee zu Otto Wilde Grillers entstanden?
Wir sind begeisterte Griller und Kulinariker, die alle eine Zeitlang in den USA gelebt haben. Von dort haben wir auch unsere Leidenschaft für perfekt gegrillte Steaks mitgebracht. In Deutschland hat uns aber keiner der erhältlichen Grills so wirklich zufrieden gestellt. Schließlich wollten wir auch zu Hause ein gutes Stück Fleisch wie aus dem Steak-Restaurant genießen – und dafür braucht es einen Grill, der sehr hohe Temperaturen erreicht. Ein gemeinsamer Grillabend hat schließlich den Anstoß gegeben, einfach einen eigenen Grill zu entwickeln, der zugleich herausragende Steaks und ein begeisterndes Grillerlebnis bieten sollte. Daher haben wir bei der Entwicklung des O.F.B. neben einer starken Hitzeleistung auch sehr viel Wert auf Design und Funktionalität gelegt.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Wir waren schon immer gerne unternehmerisch tätig und bringen alle Startup- und Beratungserfahrung mit. Der Grillmarkt bietet enorm viel Potential, zeigt sich aber bisher ziemlich innovationsarm. Gleichzeitig wächst aber die Nachfrage nach anspruchsvolleren und hochwertigen Produkten. Diesen Kundenkreis möchten wir mit entsprechenden Spezialgrills bedienen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Otto Wilde sollte von Anfang an auf eigenen Füßen stehen. Deswegen haben wir uns dagegen entschieden, Venture-Capital aufzunehmen und haben stattdessen eine Kickstarter-Kampagne gelauncht. Das war definitiv eine große Herausforderung, die uns aber letztlich Unabhängigkeit und eine sehr enge Bindung zur Grill-Community ermöglicht hat.

Wer ist die Zielgruppe von Otto Wilde Grillers?
Otto Wilde fertigt Grills für Genießer, die Wert auf gutes Essen und Trinken legen. Dies eint unsere Zielgruppe, die mit Blick auf Berufsgruppen und Alter ansonsten sehr breit gefächert ist.

Was ist das Besondere an dem Grill?
Der O.F.B. zeichnet sich durch ein extrem funktionales und zugleich innovatives Produktdesign aus, was auch die Nominierung für den German Design Award 2018 unterstreicht. Kernstück von Ottos O.F.B. sind zwei Infrarot-Gasbrenner, die bis zu 900 °C heiß werden. Dadurch setzt bei einem Steak oder auch Fisch die sogenannte Maillard Reaktion ein: Sie sorgen für eine knusprig-karamellisierte Kruste, während das Fleisch innen saftig und zart bleibt. Die individuell und stufenlos regelbaren Brenner ermöglichen dank der Oberhitze-Technologie eine gleichmäßige Garung und bieten damit einen starken Vorteil gegenüber der klassischen Unterhitze, die dies durch heruntertropfendes Fett und dadurch entstehende Flammen verhindert.

Ottos O.F.B. ist sehr vielseitig einsetzbar und es können auch Gerichte wie Fisch, Pizza oder Gemüse darauf zubereitet werden. Die Höhe des herausnehmbaren Grillrosts kann bequem und flexibel über einen außen am Gerät platzierten Hebel verstellt werden. Nach dem Grillen kann das Oberteil von Ottos O.F.B. mit den Brennern mit wenigen Handgriffen abgenommen werden, sodass der Garraum besonders einfach und schnell gereinigt werden kann.

Wie ist das Feedback?
Unsere Kunden sind sehr zufrieden mit dem O.F.B. Dies liegt auch an unserem Co-Development-Ansatz: Bereits während der Kickstarter-Kampagne haben wir die Grill-Community in die Produktentwicklung mit einbezogen, um Ansprüche und Erwartungen an einen hochwertigen Oberhitzegrill sogar zu übertreffen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Die Macher von „Die Höhle der Löwen“ sind proaktiv auf uns zukommen und haben uns für eine Teilnahme überzeugt. Daraufhin haben wir unsere Bewerbungsunterlagen eingereicht.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Wir können nicht sagen, dass wir unseren Auftritt in der Höhle der Löwen sehr aufwendig vorbereiten mussten. Unser Geschäftsmodell lässt sich einfach und transparent erklären – und das Grillen mit dem O.F.B. ist schließlich unsere Leidenschaft.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Wir freuen uns natürlich sehr über die Aufnahme in die Show. Sie bestätigt unser Produkt, den O.F.B. und ist schon so etwas wie ein Meilenstein auf unserem Weg. Wir erwarten durch die Teilnahme eine noch größere Bekanntheit und möchten Menschen überzeugen, die wir bisher vielleicht noch nicht erreichen konnten.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Otto Wilde Grillers aufmerksam werden?
Der größere Bekanntheitsgrad wird uns sicherlich noch einmal einen Schub nach vorne geben. Die Show gibt uns die Chance, auch außerhalb der Grillszene noch sichtbarer zu werden. Neben einem vergrößerten potentiellen Kundenkreis ist dieser Punkt auch bei der Suche nach passenden Mitarbeitern für unsere Wachstumsstrategie bedeutsam.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Da haben wir ganz klar Frank Thelen im Blick. Das mag vielleicht überraschen, weil Herr Thelen ja eigentlich eher als Tech-Investor bekannt ist. Er hat aber 2016 in der dritten Staffel der Höhle der Löwen einen Deal mit der Hamburger Gewürzmanufaktur Ankerkraut abgeschlossen und kennt daher den Markt für Genuss und Lifestyle. Otto Wilde verbindet wiederum eine enge Partnerschaft mit Ankerkraut, sodass wir uns ein Investment von Frank Thelen gut vorstellen können.

Otto Wilde Grillers, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Am Grill, in vielen Ländern! Wir möchten unseren Weg der Internationalisierung weitergehen und eine Reihe von exklusiven Spezialgrills anbieten können. Unser Ansporn ist es, den idealen Grill für die verschiedenen Grillmethoden zu entwickeln. Mit dem O.F.B. haben wir bereits den Grill für „das perfekte Steak“ auf den Markt gebracht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Habt Mut zur Internationalisierung! Dank Technologie und einheitlicher Rechtsprechung sind die Hürden deutlich geringer als viele denken.
2. Pflegt einen umsichtigen Umgang mit Geld und macht euch Gedanken über alternative Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding oder Kickstarter. Wir glauben, dass man bessere Entscheidungen trifft, wenn auch eigenes Geld im Startup steckt und man nicht nur mit Venture-Capital klotzt.
3. Prüft sehr genau, ob es wirklich einen Markt für eure Geschäftsidee gibt. Fragt euch kritisch, ob ihr diese nicht nur verfolgt, weil euch das Produkt oder Thema Spaß macht. Aber natürlich hilft Leidenschaft ganz ungemein.

Bild Otto Wilde Grillers: Otto Wilde (l.), Julia Wilde und Alexander Luik Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Otto Wilde Grillers am 05.September in #DHDL

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Otto, Julia, Nils und Alex für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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