Sonntag, Oktober 17, 2021

Ehrgeizige, aber realistische Ziele

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Otto ID Solutions ist Startup of the Month im Mai des Frankfurt Forward Awards

Stellen Sie sich und das Startup Otto-ID doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Karsten Otto, ich bin 43 Jahre, Rettungssanitäter, Wirtschaftsingenieur und RFID Spezialist. 2018 habe ich die Otto ID Solutions als Einzelunternehmen gegründet und dieses dann im Januar 2020 in eine GmbH überführt. Wir sind RFID System Integrator mit dem Fokus auf Prozessoptimierung. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wärend meiner früheren Tätigkeit im Bereich Operations war ich unter anderem für die Entwicklung von RFID Anwendungen verantwortlich und völlig begeistert von den Möglichkeiten dieser Technologie. Ich musste ständig an meine frühere Arbeit im Rettungsdienst denken und war schnell überzeugt davon, dass RFID auch für Einsatzkräfte eine große Hilfestellung sein wird, um sicher zu stellen, dass Fahrzeuge und Material immer vollständig und einsatzbereit sind. In wenigen Sekunden kann man sehen, ob irgendwas an der Einsatzstelle zurückgelassen wurde und so können kritische Fehler vermieden werden. Auch im Bereich der textilen Dienstleistung hat es mich gewundert, dass nicht die passenden Lösungen im Markt angeboten wurden, obwohl die Technologie so viele Optionen bietet. Und irgendwann war dann einfach der Entschluss klar: Wenn es keiner macht, dann mache ich es eben.

Welche Vision steckt hinter Otto-ID?

Unsere Vision ist es mit Hilfe von RFID und anderen modernen Tracking-Technologien, sowie unseren innovativen Prozesslösungen, maßgeblich zur Veränderung und Modernisierung von Prozessabläufen in Unternehmen beizutragen. Wir vereinen Technologie, Prozessmanagement und Softwarelösungen mit dem Ziel einfache, verständliche und nachhaltige Prozesslösungen zu schaffen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Wir hatten schnell erste Kunden mit einer sehr guten Auslastung, so, dass wir es geschafft haben einen Großteil unserer Entwicklungen selbst zu finanzieren. Lediglich zur Liquiditätssicherung war ein kleiner Kredit notwendig. Die größte Herausforderung ist es die Menge an Ideen und Entwicklungen zu kanalisieren und zielgerichtet auf den Markt zu bringen. Sich also nicht in Entwicklungen zu „verstricken“ und auch für den nötigen Umsatz zu sorgen. Und natürlich war bzw. ist auch die Corona Krise eine der ganz großen Herausforderungen. Diese konnten bzw. können wir jedoch sehr gut durch die Corona Hilfsangebote und der weiterhin guten Auslastung und Kundenaufträge meistern.

Wer ist die Zielgruppe von Otto-ID?

Zu unseren Zielbranchen gehören vor allen Dingen Rettungsdienste, Gesundheitswesen und Textile Dienstleistungen. Da kennen wir uns am besten aus und können unsere Expertise voll einbringen. Wir wachsen jedoch auch zunehmend in den Materialwirtschafts- und Logistikbereich von kleinen bis mittelständigen Unternehmen.

Wie funktioniert Otto-ID? Wo liegen die Vorteile? 

In Prozessabläufen geht immer mal irgendwas schief. Produkte kommen nicht dort an wo sie sein sollten. Es wurden mehr Produkte verbraucht als geplant. Geräte und Material wird versehentlich vertauscht oder irgendwo liegen gelassen. Vor allem im Rettungsdienst und Gesundheitswesen immer wieder ein Problem. Aber auch Verfallsdaten und Chargenverfolgbarkeit sind Themen, die uns ansprechen. Mit unseren RFID Transpondern können wir Produkte jederzeit und überall genau identifizieren. Damit können wir in sekundenschnell feststellen ob noch alles dort ist wo es hingehört, was verbraucht wurde und wieder bestellt werden muss. Wir können sogar verlegtes Material mit einer mobilen Suchfunktion wieder finden.

Das alle spart vor allen Dingen Zeit für die Mitarbeiter, erhöht die Versorgungssicherheit und reduziert Verluste drastisch.

Sie sind Startup of the Month im Monat mm. Wie geht es jetzt weiter? 

Wir freuen uns sehr über den Titel und hoffen natürlich damit auf unsere Lösungen aufmerksam machen. Zur Mitte des Jahres stehen einige Markteinführungen an und wir führen schon jetzt Verhandlungen mit einigen Interessenten. Darauf werden wir uns jetzt erst einmal fokussieren und derweil Vertrieb und Marketingstrukturen weiter ausbauen.

Otto-ID, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir uns vor allem in unseren Kern-Branchen als Marktführer für RFID Technologien und Prozesslösungen. Auch haben wir vor uns schnell weiter zu internationalisieren. Damit meinen wir nicht nur Europa, sondern auch die USA. Hier besteht schon jetzt großes Interesse an unseren Lösungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Eine ordentliche Liquiditätsplanung ist das wichtigste, um auch durch Krisenzeiten zu kommen. Diese sollte man schon sehr früh wirklich gründlich durchführen. Ehrgeizige, aber realistische Ziele und ausgeprägte Marktkenntnis sind die anderen Bausteine, die mir bis hierhin sehr geholfen haben. Man sollte den Weg vom Startup zum etablierten Unternehmen von Anfang an systematisch planen. Dann bleibt man vor unangenehmen Überraschungen verschont.

Bildquelle Frankfurt Forward

Wir bedanken uns bei Karsten Otto für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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