Samstag, August 20, 2022

Der Unternehmenserfolg hängt von den Mitarbeitenden ab

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

orgavision Komplettlösung für QM das leicht integrierbar ist

Stellen Sie sich und das Startup orgavision doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Johannes Woithon, Gründer und Geschäftsführer von orgavision. Im Jahr 2008 habe ich das Unternehmen gegründet, weil ich Qualitätsmanagement (QM) mittels Software für die Mitarbeiter:innen erlebbar und vor allem so einfach wie möglich machen möchte. QM ist für viele ein hässliches Kind, eine lästige Aufgabe ohne persönlichen Nutzen. Das ist ein großes Missverständnis, und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, QM für alle zum Gewinn werden zu lassen. 

Mit orgavision bieten wir eine Softwarelösung für die Unternehmensdokumentation und für integrierte Managementsysteme (IMS). Damit wird QM nicht nur leicht bedienbar, sondern wird vor allem von den unterschiedlichsten Mitarbeitenden gerne genutzt – ob am Schreibtisch zu Hause oder im Büro, in der Pflege oder in der Produktion, von IT-Affinen oder -Skeptiker:innen. Die intuitiv bedienbare Oberfläche erleichtert es Mitarbeiter:innen selbst bei komplexen Prozessen, notwendige Informationen zu finden und ihren individuellen Beitrag für ein optimales QM zu leisten – ganz gleich, in welchem Bereich, an welchem Standort und in welcher Position sie arbeiten.

So entsteht eine organisationsübergreifende Plattform für die umfassende Dokumentation, Strukturierung sowie das Lenken von Abläufen und Wissen. Mehr als 150.000 Anwender:innen aus rund 600 Organisationen gestalten mit orgavision bereits lebendige QM-Landschaften. Die Software wird als SaaS- und On-Premises-Lösung angeboten. Wir setzen ganz klar auf eine benutzerfreundliche Software, was sich positiv auf die Implementierung und die Einarbeitung der Nutzer:innen auswirkt: Beides läuft zügig und leicht ab. Der persönliche Support und weiterführende Schulungen runden das Angebot ab.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Auslöser dafür war die Beratertätigkeit in meiner eigenen Unternehmensberatung (Consolutions) im Bereich der Sozialwirtschaft. Dort habe ich immer wieder festgestellt, dass QM als belastend anstatt entlastend empfunden wird. Einerseits liegt das an dem Aufwand, eine Unternehmensdokumentation aufzubauen, aktuell zu halten und relevante Informationen in der Organisation zu verteilen. Ohne geeignete Werkzeuge ist das auf Dauer kaum leistbar. Andererseits profitieren die Mitarbeitenden in der Regel kaum von einem QM-System.

Ganz im Gegenteil: Sie erleben es oftmals als zusätzliche Belastung. Doch QM kann einen enormen Beitrag zum Unternehmenserfolg und zum Nutzen jedes einzelnen Teammitglieds leisten. Dazu gehört der einfache Zugang zu verlässlichen und aktuellen Informationen, wie beispielsweise Angaben zu internen Prozessen und Strukturen. Die Transparenz, die dabei entsteht, schafft gleichzeitig die Grundlage für Mitarbeitende, sich bestmöglich bei der Unternehmensentwicklung einbringen zu können. Meine Vision ist es daher, diese Potenziale sichtbar zu machen, damit alle vom QM profitieren können. 

Welche Vision steckt hinter orgavision?

Die Vision hinter orgavision ist es, das tägliche Arbeitsleben für eine Vielzahl von Menschen durch eine Lösung für die Unternehmensdokumentation zu verbessern. Wir wollen Unternehmenswissen und -werte innerhalb einer Organisation erlebbar machen. Hierzu braucht es einen zentralen Ort, der Dokumentation und Wissensmanagement zusammenbringt. Partizipation steht dabei an erster Stelle.

Denn eine QM-Software ist nur so gut wie der Umfang, in dem sie von Mitarbeiter:innen genutzt wird. Ich strebe also eine Veränderung im QM an, die mit einem interaktiven Ansatz alle mit einbezieht und somit Silos niederreißt und die Unternehmenskultur fördert. Damit wird ein erlebbarer Mehrwert für alle im Unternehmen geschaffen. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, und wie haben Sie sich finanziert?

Als wir 2009 gestartet sind, wurden SaaS-Angebote noch skeptisch beäugt: Browserbasierte Software, die von einem Anbieter in einem Rechenzentrum betrieben und bereitgestellt wird, war für viele unserer Kund:innen ein ungewöhnlicher und manchmal auch herausfordernder Gedanke (insbesondere für deren IT-Abteilungen). Sowohl das Wort „SaaS“ als auch das Konzept waren relativ neu.

Außerdem dachte unserer Zielgruppe oftmals gar nicht daran, dass es für ihr Problem, ein Managementsystem aufzubauen und zu betreiben, eine spezielle Softwarelösung geben könnte. Das Ablegen von Informationen in Word- und PDF-Dateien in einer unüberschaubaren Anzahl von Versionen auf einem Fileserver oder in einem Intranet wurde als völlig normal angesehen. 

Die damit einhergehenden Probleme wurden als „das ist halt so“ hingenommen. Deshalb funktionierte in den ersten Jahren auch unser Online-Marketing nicht gut. Mittlerweile dokumentieren viele Unternehmen ihr Wissen und ihre Abläufe in kollaborativen Systemen (wie Wikis) und merken erst zu einem späteren Zeitpunkt, wie wichtig eine strukturierte Darstellung, die Konsistenz der Informationen und vor allem eine automatisierte, nachvollziehbare Informationslenkung und -verteilung sind.

Wenn ich gewusst hätte, was es finanziell bedeutet, ein SaaS-Unternehmen aufzubauen, hätte ich mich niemals entschieden, dies „bootstrapped“, d. h. mit wenig Geld und viel Enthusiasmus zu wagen. Gleichzeitig hat es uns diszipliniert: Es kann nur so viel Geld ausgegeben werden, wie verdient wird. Deshalb war es ein wichtiger Meilenstein, als wir nach ein paar Jahren „kreditwürdig“ wurden und ein klassisches Bankdarlehen aufnehmen konnten. Es bleibt eine Herausforderung, ein SaaS-Business aus eigener Kraft wachsen zu lassen.

Wer ist die Zielgruppe von orgavision?

Die Zielgruppe sind alle Unternehmen, für die die Themen Unternehmensdokumentation und Wissensmanagement relevant sind. Oftmals nutzen unsere Kund:innen schon Managementsysteme (die oft auch zertifiziert sind), zum Beispiel für Qualitätsmanagement oder Umweltmanagement. Auch Systeme für Informationssicherheit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz oder Compliance-Anforderungen sind sehr verbreitet.

Deshalb sind erste Ansprechpartner:innen für uns oftmals Qualitätsmanagementbeauftragte und weitere relevante Entscheider:innen, die aus verschiedenen Anwenderbranchen kommen – beispielsweise aus der Produktion, aus dem Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft, aus Organisationen der kritischen Infrastruktur oder aus der Industrie.  

Wie funktioniert orgavision? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

orgavision bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, wodurch die Bedienung schnell erlernbar ist. Außerdem haben wir uns bei der Konzeption bewusst für ein schlankes Feature-Design entschieden, um die Nutzer:innen nicht mit zu vielen Funktionen zu „erschlagen“, die sie in ihrem Alltag gar nicht benötigen. So bleibt orgavision leicht in der Bedienung und senkt gleichzeitig die IT-Hemmschwelle. Das bewegt Mitarbeitende dazu, die Software gerne zu nutzen, ihr Wissen zu teilen und so einen tatsächlichen Mehrwert zu schaffen.

Zusätzlich kann sie auch mobil via Browser genutzt werden, das ist vor allem in dem Bereich der Pflege und Produktion hilfreich, da hier viele Mitarbeiter:innen weniger am Rechner arbeiten, aber ihr Wissen für die Organisation natürlich wertvoll ist. Zudem liegt uns der persönliche Kontakt besonders am Herzen – jedes Kundenunternehmen verfügt über eine:n persönliche:n Ansprechpartner:n, welche:r die Anwender:innen eng begleitet. 

orgavision, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit unserer deutlich ausgebauten Marktposition werden wir mit zahlreichen Kund:innen unsere Philosophie des „Mitmach-QMs“ und der lebendigen Unternehmensdokumentation erfolgreich umgesetzt haben. Der Nutzen von Managementsystemen und pragmatischem Wissensmanagement wird für Organisationen erlebbar und schafft gleichzeitig einen Mehrwert im Arbeitsalltag aller Mitarbeitenden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Regelmäßiger Austausch mit anderen Gründer:innen und erfahrenen Unternehmer:innen. Selbstreflexion, Lernen und sich selbst entwickeln, damit sich das Unternehmen auch stets weiterentwickeln kann.

Der Unternehmenserfolg hängt von den Mitarbeitenden ab: Deshalb unbedingt sehr gut werden bei der Mitarbeiterauswahl, bei der Mitarbeiterentwicklung und bei der Gestaltung optimaler Arbeitsbedingungen (Beispiel Arbeitszeitmodelle, hybrides Arbeiten).

Mit einer klaren Vision und definierten Zielen auf den nächsten Schritt konzentrieren, den Fokus immer wieder klären und flexibel auf Veränderungen reagieren.

Wir bedanken uns bei Johannes Woithon für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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