Sei Gründer aus absoluter Leidenschaft oder lass es bleiben

Ordercube vereinfacht den Bestellprozess in Restaurants und Gastronomiebetrieben

Stellen Sie sich und das Startup Ordercube doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Daniel Pasternak und Igor Suslov aus München, Gründer des Ordercubes. Mit dem Ordercube vereinfachen wir den Bestellprozess in Restaurants und Gastronomiebetrieben. Der akkubetriebene Acrylglas-Würfel mit Leuchtvorrichtung dient als Kerzenersatz und wird mittels eines Touch- Sensors aktiviert. Dadurch erkennt der Kellner, welcher Gast bestellen oder bezahlen möchte, und in welcher Reihenfolge. Zudem gibt es eine App, über die sich der Ordercube steuern lässt. Der Vorteil: Kellner sehen sofort, wer bestellen und wer bezahlen möchte. Grundsätzlich ersetzen wir die Kerze auf jedem Restauranttisch und geben ihr eine Funktion. Der innovative Leuchtwürfel mit Touch-Sensor vereinfacht den Bestellprozess in Gastronomiebetrieben, räumt mit Kundenbeschwerden auf und kann so den Umsatz des Restaurants erhöhen.

Wie ist die Idee zu Ordercube entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wie es am Freitagabend üblich ist, saßen wir gemeinsam in einem gefüllten Restaurant und konnten den Kellner nicht auf uns aufmerksam machen. Doch einen Vorwurf erheben konnten wir auch nicht; ein Kellner, gefühlt 20 besetzte Tische. Kein Wunder, dass man hierbei schnell den Überblick verliert. Verständlich, dass manch ein hungriger Gast die Nase voll hat und das Restaurant verlässt, ohne bestellt zu haben.

Für den Gastronomen birgt dies zwei Gefahren: Eine schlechte Online-Bewertung und entgangener Umsatz. Es schien, als wäre das ein Problem, welches man unmittelbar lösen könnte – zumal derartigen Situationen im Flugzeug mit Stewardess-Knöpfen vorgebeugt wird. Auch nachvollziehbar, dass ein simpler „Knopf“ auf dem Tisch keine Option darstellt: Vollgestellt ist dieser bereits. Doch die obligatorische Kerze weckte unsere Aufmerksamkeit – eben das, was wir für unser künftiges Produkt wollten. Was, wenn man diese mit einem Lichtelement ersetzt, welches zusätzlich noch eine Funktion bietet? Die Idee war geboren.

Wir, die Erfinder des Ordercubes sind beste Freunde und kennen uns seit mehr als 18 Jahren. Doch uns verbindet nicht nur das: Seit knapp 10 Jahren führen wir verschiedene selbstständige Tätigkeiten gemeinsam aus, darunter z.B. eine Webdesignagentur mit verschiedenen internationalen Auszeichnungen (v.a. im Hinblick auf Design & Usability). Bei unserer gemeinsamen Tätigkeit kristallisierten sich recht schnell folgende Kompetenzen heraus, die wir innerhalb unseres Teams aufgeteilt haben: Daniel ist unser finanzieller Kopf, verantwortlich für Vertrieb und jegliche bürokratisch relevanten Aufgaben. Igor hingegen ist als kreativer Stratege nicht nur für die Umsetzung des Produktes, sondern auch für das Marketing verantwortlich. Gemeinsam konnten wir uns damit so stets sämtlichen Herausforderungen der Selbstständigkeiten erfolgreich stellen.

Welche Vision steckt hinter Ordercube?
Unsere Vision ist es, die Gastronomie und das Restauranterlebnis zum Besseren zu verändern. Für sämtliche Beteiligten. Viel mehr darüber wollen wir aber vorerst aber auch nicht verraten. Wo wäre sonst die Spannung?

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die wohl größte Herausforderung war unsere Kickstarter-Kampagne 2016 die wir weltweit als erstes B2B Produkt weltweit erfolgreich gemeistert haben. Es kamen mehrere Faktoren zusammen: erstens, die Tatsache, dass wir ein B2B Produkt auf einer B2C Crowdfunding Plattform finanzieren wollten. Zweitens, dass wir eine sehr konservative Branche angesprochen haben die, drittens, nur selten die Möglichkeit hatten mit Kreditkarte zu zahlen. Nichts desto trotz haben wir nach knapp drei Wochen unser Fundingziel erreicht. Trotz all dieser Problempunkte erfolgreich gewesen zu sein, signalisierte uns ganz klar und deutlich ein großes Marktpotenzial – quasi unser proof of concept.

Wer ist die Zielgruppe von Ordercube?
Unsere Zielgruppe sind Gastronomen, ohne Frage. Jedoch sehr breit gestreut, wie wir nach 4 Monaten aktivem Vertrieb feststellen mussten. Zu unseren Kunden zählen sowohl große, bekannte Konzerne, mittelgroße Stadtrestaurants mit stark frequentiertem Betrieb, als auch kleine alt eingesessene Restaurants. Nicht verwunderlich, so einfach wie der Ordercube zu implementieren ist, kann jeder Restauranttisch einen Ordercube sehr gut vertragen.

Wie funktioniert Ordercube?
Möchte der Gast bedient werden, so tippt er auf die dafür vorgesehene sensorische Schaltfläche auf dem Ordercube. Damit beginnt ein zeitlicher Farbverlauf, der vom Gastronomen individuell einstellbar ist – beispielsweise von Grün auf Rot. Damit kann der Kellner nicht nur feststellen, welcher Gast bestellen möchte, sondern darüber hinaus auch welcher Gast bereits am längsten wartet. Über Bluetooth verbunden wird dieser Verlauf auch auf die dafür vorgesehene APP gespiegelt; auf Smartphone, Smartwatch oder Tablet gewährleistet dies die maximale Übersicht, nicht nur für Kellner, sondern auch für Gastronomen selbst, wenn dieser nicht vor Ort ist. Gespeist durch die Daten aus dem Ordercube, generiert die App auch Statistiken, welche die Gastronomen bei der Optimierung ihres Betriebes unterstützen. Selbstverständlich können sämtliche Lichteffekte und Zeitintervalle auch über die App eingestellt werden. Geladen wird die Erfindung über eine visuell ansprechende Ladestation, die als Designer-Hintergrundbeleuchtung im Lokal eingesetzt werden kann.

Ordercube, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren sehen wir den Ordercube in Restaurants weltweit – eigentlich sollte der Bekanntheitsgrad bis dahin ausreichen, dass es sich als absoluter Standard für Restaurants etabliert hat. Selbstverständlich vollumfänglich integriert in sämtliche Kassen- & Paymentprozesse. Der Ordercube als „PC“ für den Restauranttisch? Wer weiß.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Sei Gründer aus absoluter Leidenschaft oder lass es bleiben. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du an Wochenenden monatelang bis in die Nachtstunden durcharbeiten kannst, angetrieben lediglich von deiner Vision, bist du noch nicht soweit.
2. Daraus kann man folgern: Eine Vision kann niemals zu groß sein. Je größer sie ist, desto mehr Antrieb kannst du daraus schöpfen.
3. Wer Gründer werden oder sein möchte, sollte sich mit den richtigen Menschen umgeben. Ganz egal, ob die Idee alleine oder zusammen im Team umgesetzt werden soll, das richtige Umfeld hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung eines Startups.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Pasternak und Igor Suslov für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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