orderbird: Das iPad Kassensystem für die Gastronomie

orderbird:  Wir machen Gastronomen einfach durch Digitalisierung erfolgreicher

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen orderbird doch kurz vor!
Hi, ich bin Jakob, Co-Founder und CEO von orderbird. Mit orderbird bieten wir Gastronomen ein Kassensystem, dass leicht zu bedienen und professionell ist. Unsere iPad-Kassenlösung ist eine echte Alternative zu den herkömmlichen, kostspieligen Kassen. Wir bieten Gastronomen zeitgemäße, intuitive Softwarelösungen. Wir machen Gastronomen einfach durch Digitalisierung erfolgreicher. Dafür gibt’s neben der reinen Kasse als zentralen Hub viele Zusatzservices. Damit auch kleine Cafés, Restaurants oder Bars die Tools der Großen für sich nutzen können.

Wie ist die Idee zu orderbird entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Eigentlich brachte ein Artikel im Business Insider alles ins Rollen. Bastian las dort 2009, dass das US-Militär mit einem iPod Touch Bomben fernzünden wollte. Er war damals selbst als Kassenhändler tätig und fragte sich: Wenn Apple-Geräte bei einem Militäreinsatz genutzt werden, warum dann nicht auch in der Gastronomie? Wie es der Zufall so will, brachte Apple 2010 das iPad auf den Markt. Was noch fehlte, war die Software, die das iPad zur Kasse werden lassen sollte. Dann holte Bastian uns – Artur, Patrick und mich – direkt mit an Bord. Wir kennen uns schon seit der Schulzeit.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unsere erste Feuertaufe erhielten wir direkt zu Beginn: Als wir an unserer Geschäftsidee feilten, lernte ich zufällig 2010 in New York den Geschäftsführer des P1 kennen. Radoslav Pavlov war sofort begeistert und bot uns den Live-Test unseres Produkts bei der Wiedereröffnung des P1 an. Somit hatten unsere Kassen- App und auch unser Team unsere erste Bewährungsprobe. Unser Produkt überzeugte und wir als Team harmonierten sehr gut miteinander. Dann beschlossen wir, Nägel mit Köpfen zu machen, finalisierten unsere Geschäftsidee, nahmen an Gründerwettbewerben teil und gingen auf Investorensuche. Die ersten Kosten für Rechner und Server haben wir selbst finanziert. Das waren ein paar Tausend Euro. Beim Hasso-Plattner-Institut in Potsdam gewannen wir beim Businessplanwettbewerb 20.000 Euro. Dazu kam noch ein Bankkredit von 70.000 Euro. Damit hatten wir gut 100.000 Euro zur Verfügung und konnten so schließlich das erste marktreife Produkt bauen. Anschließend gründeten wir eine Aktiengesellschaft, die alle Rechte der Vorgesellschaft übernahm. Die Seedinvestoren gaben knapp 400.000 Euro in die AG, damit wir uns ein kleines Büro mieten, die ersten Mitarbeiter einstellen und so an Fahrt gewinnen konnten. Mit all unseren Investoren und Partnern nutzen wir gemeinsame Synergien.

Wer ist die Zielgruppe von orderbird?
Wir adressieren mit orderbird die gesamte Gastronomie – angefangen von kleinen Bars, über Cafés hin zu Restaurants, Clubs, Diskotheken, großen Biergärten und Foodtrucks. Heute zählt orderbird mit über 6.000 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Großbritannien und Irland zu den beliebtesten Kassensystemen der Gastronomiebranche.

Wie funktioniert orderbird?
orderbird ist eine Kassen-Software in Form einer App für mobile Apple-Geräte wie iPad, iPod-Touch, iPhone etc. Damit kann der Kellner mit seinem iPhone direkt Bestellungen am Tisch annehmen und drahtlos an die Küche oder den Schank senden. Mit orderbird können Gastronomen ganz leicht bargeldlose Zahlungen annehmen, ein rechtssicheres Gäste-WLAN anbieten oder auch ihre Warenwirtschaft in Echtzeit einsehen. Wir bieten zudem Reporting- und Export-Funktionen mit Echtzeitdaten. Per Knopfdruck ist der finanzamtkonforme Bericht für den Wirtschaftsprüfer fertig und der Datenexport für den Steuerberater auch. Außerdem profitieren Gastronomen von unserem Rundum-sorglos-Service. Wir übernehmen die Programmierung der Speisekarte und richten die Hardware ein, so dass das ganze Kassensystem komplett fertig beim Gastronomen ankommt: Plug & Play. Da die Gastronomie nie schläft, schläft auch unser Kundenservice nie und hilft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Welche Modelle gibt es zur Auswahl?
orderbird lässt sich auf allen iOS-basierten Geräten kinderleicht installieren und bedienen. Der Gastronom kann bei uns zusätzlich zu der iPad-Kasse weitere mobile iPods oder iPhones und mehrere Bondrucker – zum Beispiel Produktionsdrucker für die Küche oder den Schank –, Kassenladen, Gäste-WLAN sowie mobile NFC-Kartenleser und noch viel mehr bestellen. Wir passen uns da ganz den individuellen Bedürfnissen eines jeden Gastronomiebetriebs an und beraten unsere Kunden entsprechend ihrer Anforderungen. Letztendlich gibt’s eine große Bandbreite an möglichen Kassenlösungen mit orderbird: vom kleinen Take-Away mit nur einer stationären iPad-Kasse bis hin zum großen Club mit vielen Kassen und Kartenlesern auf mehreren Etagen verteilt.

orderbird, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Okay, dann denke ich jetzt mal ganz groß… In 5 Jahren sind wir weltweit die führende Software-Plattform für die Gastronomie. Wir haben neuartige Technologien und Services selbst kleinen Gastronomiebetrieben zugänglich gemacht.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Unser Tipp ist, mit einer guten Idee fokussiert und überzeugt aufzutreten, um von Beginn an starke Unterstützer zur Seite zu haben. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, den nötigen Rückenwind und professionelle Unterstützung zu erhalten, um erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten. Deshalb haben wir den Gastro-Gründerpreis (www.gastro-gruenderpreis.de) initiiert, um Gründern Mentoren und Know-how an die Hand zu geben für einen erfolgreichen Start.

Wir bedanken uns bei Jakob Schreier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wiede

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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