Früh an Marketing und Sales denken

Optimo Medical: Operationsplanungs-Software Optimeyes ™

Stellen Sie sich und das Startup Optimo Medical doch kurz unseren Lesern vor!
Die Optimo Medical AG ist ein junges MedTech Unternehmen aus Biel. Unser 7-köpfiges Team besteht aus Experten in der Augenmedizin, Computersimulation, Biomechanik, Softwareentwicklung, Business Strategie, und Qualitätsmanagement. Wir stellen die Operationsplanungs-Software Optimeyes™ her, welche es dem Arzt erlaubt, Eingriffe am Auge optimal auf das individuelle Patientenauge hin anzupassen.

Wie ist die Idee zu Optimo Medical entstanden?
Die Entstehung von Optimeyes™ ist sehr eng mit dem Mitgründer und Geschäftsführer, Harald Studer, verknüpft. Sein Hintergrund in der Software Entwicklung (Dipl. Ing FH) und Biomedical Engineering (MSc & PhD), gepaart mit langjähriger Erfahrung in der Augenmedizin, führten während der PhD Arbeit zur Erkenntnis, dass aus den erarbeiteten Grundlagen ein innovatives, hoch skalierendes Business entstehen kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Optimeyes Technologie wurde zunächst innerhalb der ISS AG, Integrated Scientific Services (www.iss-ag.ch) ein hochqualifizierter Dienstleister in der MedTech, zum Prototypenstatus entwickelt. Im Herbst 2015 wurde die unabhängige Optimo Medical AG gegründet und die Optimeyes ™ Technologie wurde komplett mit sämtlicher IP übernommen. Finanziert ist die Firma durch die vier Gründer, sowie zwei Business Angels Aktionäre (seed round). Eine weitere Finanzierungsrunde (Series A) ist aktuell am Laufen.
Eine Herausforderung war sicher der Übergang von Optimeyes ™ aus der ISS AG zur Optimo Medical AG. Wobei wir da eine sehr elegante und überzeugende Lösung gefunden haben.

Wer ist die Zielgruppe von Optimo Medical?
Zielgruppe sind zum einen direkt die Augenärzte, welche im private-pay Premiumsegment tätig sind (b2c). Zum anderen gehen wir auch potentielle Industriepartner in der Augenmedizin an, welche unsere ausgeklügelte Softwarelösung zur optimierten Eingriffsplanung, in Ihr Angebot (typischerweise Mess- oder Laser-Operationsgeräte) integrieren wollen (b2b).

Welche Leistungen bieten Sie an?
Unsere Lösung besteht aus einer Kundensoftware, welche sich der Arzt kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Nachdem er sich einen Account erstellt hat, kann der Arzt Patientenmessdaten in die Software importieren, und die optimierte Planung per Mausklick automatisch durchführen lassen. Abgerechnet wird pro Fall.

Welche Vorteile bietet Optimo Medical?
Wir bieten dem Arzt die Möglichkeit seinem Patienten eine massgeschneiderte Operation anzubieten und dabei noch was mit zu verdienen. Die Vorteile für den Patienten sind, dass er die optimalste Operation für sein individuelles Auge erhält. So bringen wir den globalen Megatrend „personalized medicine“ direkt in die Augenchirurgie.

Wie ist das Feedback?
Unsere Lösung kommt bei Chirurgen wie auch bei potentiellen Industriepartnern sehr gut an, weil sie genau den Zeitgeist trifft. Nie waren die Patienten besser über medizinische Möglichkeiten informiert und entsprechend hoch sind ihre Erwartungen. Somit wächst auch der Bedarf an individualisierter und somit optimaler Eingriffsplanung. Zudem wird das Premiumsegment für Augenärzte wichtiger, da die Kassenentschädigung ständig reduziert wird.

Optimo Medical, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Basierend auf der teils geschützten, teils geheim gehaltener Kerntechnologie von Optimeyes ™ wird die Optimo Medical AG über die nächsten 5 Jahre jeweils eine weitere Anwendung in der Augenmedizin auf den Markt bringen. Unser Angebot wird international zur Verfügung stehen, und ist unter anderem in verschiedenen Geräten von bekannten Herstellern direkt integriert. Wir sind bis in 5 Jahren auf über 50 Angestellte angewachsen, zeigen nachhaltiges Wachstum und schreiben kräftig schwarze Zahlen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
– So bald als möglich den Kontakt zu potentiellen Kunden suchen und Gespräche führen.
– Früh an Marketing und Sales denken
– Genügend Zeit für Finanzierungsrunden einrechnen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Harald Studer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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