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Ooshi Periodenunterwäsche nachhaltig und waschbar statt Tampons und Binden

Stellen Sie sich und das Startup Ooshi doch kurz vor!

Wir sind Dr. Kati Ernst und Kristine Zeller und wir haben letztes Jahr ooshi gegründet. ooshi ist eine Female Health Company aus Berlin. Wir etablieren ein neues Periodenprodukte in Deutschland: Periodenunterwäsche – eine ooshi sieht von außen aus wie ein schöner Slip, hat jedoch eine von uns entwickelte Membran, die Binden, Tampons, oder Cups ersetzen kann. Vor der Gründung war ich, Kati, über 10 Jahre bei McKinsey & Co. unterwegs, hauptsächlich im Bereich Luxus und Mode. Kristine war stets der Modebranche treu, hat Textilwirtschaft studiert und zuletzt mehrere Einkaufsabteilungen bei Zalando geleitet, u.a. die der Damenunterwäsche.

Wie ist die Idee zu Ooshi entstanden? 

Eigentlich hat die Idee uns gefunden – ich saß bei einem Mädels-Dinner und eine Freundin berichtete von dieser neuen Produktkategorie „Periodenunterwäsche“ in den USA. Ich wollte welche kaufen, und merkte, dass es sie in Deutschland garnicht gibt. Und irgendwie kam mir plötzlich der Gedanken: Dann mache ich das eben!

Wir wollten beide nie Unternehmerinnen werden – es ist eher so, dass uns die Idee der Period Panty gefunden und nicht mehr losgelassen hat. Und das zu einem günstigen Zeitpunkt: Wir suchten beide einen Neuanfang nach vielen Jahren in Konzernstrukturen. Es sollte ein Aufgabe sein mit gesellschaftlichen Mehrwert, großer persönlicher Herausforderung, aber auch Flexibilität für unseren Alltag mit unseren Familien. Da passte die ooshi-Gründung dann doch unerwartet gut!

Welche Vision steckt hinter Ooshi?

Wir sehen ooshi als unseren Beitrag zum Thema Female Empowerment. Wir wollen Frauen* helfen jeden Tag des Monats genau das tun zu können auf was sie gerade Lust haben – große Präsentation, Abend auf der Couch, wilder Nachmittag auf dem Spielplatz mit den Kindern. Durch eine komfortable und auslaufsichere (und nachhaltigere) Periode stärken wir Frauen* und vor allem Teenies in ihrem Selbstbewusstsein. Auch die Themen Body Positivity und Selbstliebe sind ein integraler Bestandteil unserer Arbeit und Kommunikation

Wer ist die Zielgruppe von Ooshi?

Eigentlich der Viertel der Weltbevölkerung der monatlich menstruiert. Jetzt in den ersten Schritten als erste Nutzer*innen Frauen* zwischen 25 und 40, die neben ihrem trubeligen Alltag Möglichkeiten suchen eine komfortable und nachhaltige Periode zu haben. Hinzu kommen Teens, und auch Frauen rund um die Wechseljahre, wo auch Themen wie leichte Inkontinenz hinzukommen, für die ooshi auch super einsetzbar ist.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir wurden tatsächlich sehr oft darauf angesprochen! Da wir eben ein etwas außergewöhnliches Produkt haben, und zudem noch viel dazu zu erzählen ☺ Tausende Menschen schauen uns auf Instagram täglich in unseren Stories zu (www.instagram.com/ooshi.period.underwear) und sagten „Hey Mädels, ihr solltet da hin!“. Als wir dann auch noch auf Investorensuche waren, passte das perfekt!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben viele alten Folgen geguckt, und unseren Pitch und mögliche Fragen viel geübt. Auf der Autofahrt nach Köln haben wir alles hoch und runter diskutiert – das hat sogar Spaß gemacht. Mein – Katis – Mann war selber mal in der Sendung mit seiner Firma Xletix. Das ist zwar einige Jahre her, aber einige Tipps für den Tag hatte er!

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Für uns ist das wahnsinnig motivierend! Gerade weil ooshi aus einem tabuisierten Bereich kommt, war es toll diese Anerkennung zu bekommen. Das ganze Erlebnis und der Prozess über das gesamte Jahr hinweg haben uns als Gründerinnen noch enger zusammen rücken lassen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Ooshi aufmerksam werden?

Für unser Produkt ooshi und vor allem unsere gesellschaftspolitischen Ziele als Firma ist der Auftritt in der Höhle von super großer Bedeutung – die Strahlkraft der Sendung ist ja kaum zu überbieten. Wir haben die letzten Monate so diesem Tag entgegengefiebert, wir sind so froh, dass es bald kommt!

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Judith Williams stand ganz oben auf unserer Liste – sie ist eine wahnsinnig beeindruckende Geschäftsfrau, mit einem tollem Gespür für Trends, Marktchancen und super viel Power und Schlagkraft und Liebe zu qualitativ hochwertigen Produkten. Zudem sieht man beim Schauen der Sendung, dass sie neben den Zahlen auch immer ihr Herz mit entscheiden lässt – und wertegetriebenes Arbeiten ist uns sehr wichtig. Daher dachten wir im Vorhinein, dass das sicher gut passen würde.

Ooshi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben viel vor – Ziel für 2019 war es, dass jede Frau in Deutschland ooshi kennt – dem sind wir durch den Auftritt bei den Löwen ein ganzes Stück näher gekommen! Wenn man erst seit 12 Monaten verkauft ist der Blick fünf Jahre nach vorne sehr abenteuerlich – aber wir sehen uns weiterhin als Market Builder im Bereich Female Health, in ganz Zentraleuropa. Und jedes Mädchen* soll, wenn es seine Tage bekommt, die Auswahl von einer Vielzahl verschiedener Produkte vorgestellt bekommen – dafür ist gesellschaftlicher Wandel notwendig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

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Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Kati Ernst und Kristine Zeller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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