Samstag, November 27, 2021

Onlinewerbung die nicht nervt?

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Wir alle kennen es: Die Werbung, die wir auf Facebook, Instagram & Co ausgespielt bekommen nervt uns. Fotos in schlechter Qualität, zu laute Hintergrundmusik und Texte mit Rechtschreibfehlern. Viele Internet-User fühlen sich von Onlinewerbung eher irritiert als dass sie diese als hilfreich empfinden. Doch wie muss eine gute Online-Werbeanzeige gestaltet sein, damit sie User überzeugen kann. Und was sind die häufigsten Fehler, die Unternehmen in ihrer Onlinewerbung begehen, die dazu führen, dass User genervt sind? Daniel Hipke ist CEO der CTR Accelerator GmbH und der führende Experte im DACH-Raum, wenn es um kreative Werbeanzeigen geht. Er weiß, wie eine Onlinewerbung gestaltet sein muss, damit sich User von dieser nicht belästigt fühlen, sondern sich überzeugen lassen!

Nicht jede Werbung eignet sich für online

Viele Unternehmen haben bereits Werbematerial erstellt – einen TV-Spot oder eine Anzeige für ein Magazin. An dieser Stelle begehen jedoch einige den gravierenden Fehler, diese Materialen für ihre Onlinepräsenz nutzen zu wollen. Sie schalten eine Werbekampagne mit ebendiesem TV-Spot auf Facebook und Instagram, bedenken jedoch nicht, dass die digitale Welt andere Anforderungen bereithält. Immerhin meint das Onlinemarketing mittlerweile in vielen Fällen Werbung in sozialen Medien, diese dienen jedoch anders als Fernsehen oder Print vorwiegend der Unterhaltung. So wirkt ein seriöser Werbespot auf TikTok wohl eher fehlplatziert, auch wenn dieser sich optimal für TV eignet. Dasselbe gilt auch für Werbematerial, das im Print-Bereich verwendet wurde – informative Banner, aufwendig gestaltete Grafiken oder textbasierte Anzeigen werden auf Social Media wohl eher als störend empfunden werden.

Andere Plattform, anderer Nutzen

Dies liegt eben daran, dass Nutzer soziale Medien mit weitaus anderen Intentionen nutzen als beispielsweise Printmedien. Demnach muss Onlinewerbung auf Social Media – damit sie User nicht nervt – vorwiegend unterhalten. Zumal sollte diese stetig ziemlich nah an aktuellen Trends auf TikTok, Instagram und Co gestaltet sein. Trendet beispielsweise aktuell eine gewisse Tanz-Challenge auf TikTok, so können Unternehmen dieses Format für eine Werbeanzeige nutzen. Es ist ein schmaler Grat zwischen nicht störend auffallen und dennoch herausstechen, um diese Balance zu finden müssen Unternehmen kreativ werden. Es wird wenig Sinn ergeben, zusammenhangslos und ohne Kontext zum Unternehmen oder zu Produkten den Tanz oder die Challenge zu machen. Unternehmen müssen sich in ihrer Onlinewerbung also tatsächlich und mit Tiefgang auf Trends und Hypes von sozialen Plattformen einlassen und ihre Werbeanzeigen so gestalten, dass sie ihrer Unternehmenslinie zwar treu bleiben, die Anzeigen sich jedoch gut in den Content von Instagram und Co einfügen.

Auffallen oder nicht auffallen?

Damit Onlinewerbung also nicht nervt, muss sie unterhaltsam und kreativ sein. Werbevideos in Form von TikTok-Challenges, Videos auf Instagram im Reel-Format. User dürfen dabei ruhig inhaltlich erkennen, dass es sich bei dem angezeigten Content um Werbung handelt, dieser sollte sich dennoch ins Gesamtbild einfügen. Onlinewerbung die heraussticht, aber nicht auffällt? Klingt dies nach einem Paradoxon, so gibt es hierfür eine einfache Problemlösung: Die Werbeanzeigen sollen inhaltlich überzeugen und auffallen, wie beispielsweise mithilfe kreativer Stilmittel im Video selbst oder einem humoristischen Ansatz in der Produktdarbietung. Erscheinen sollen die Werbeanzeigen jedoch auf den ersten Blick wie der sonstige Content auf der Plattform, so würden sich zum Beispiel Videos in 4k von den sonst meist amateurhaften gedrehten Videos auf Instagram und Co zu extrem unterscheiden. Demnach wird sogar empfohlen, dass Unternehmen ihre Werbeanzeigen für Social Media selbst produzieren – ein Smartphone mit einer halbwegs qualitativen Kamerafunktion sowie einige Bearbeitungsapps sind dabei völlig ausreichend.

Neuer Content

Dabei sollten Unternehmen stetig bedenken, dass sie sich nicht auf eine einzige Werbeanzeige alleine konzentrieren. Die digitale Welt rund um soziale Medien ist geprägt von einer Schnelllebigkeit, Trends kommen und gehen. Eine Werbekampagne, die über etliche Monate hinweg läuft, wird User irgendwann belästigen, oder sie gewöhnen sich so sehr an die Werbung, dass sie diese ab einem gewissen Zeitpunkt schlichtweg ausblenden. Demnach brauchen Unternehmen Content und Abwechslung. User müssen mit abwechslungsreichen Anzeigen bespielt werden, dies ist zugleich ein effektiver Weg, um die Frequenz über mehrere Werbeanzeigen hinweg erhöhen zu können.

Fazit

Es geht also darum, sich selbst als Unternehmen zu trauen, einzigartige, kreative und überzeugende Werbeanzeigen für die digitale Welt zu produzieren. Damit die Anzeigen auf Social Media von Usern nicht als störend empfunden werden, muss hier darauf geachtet werden, dass diese Onlinewerbung einen gewissen Unterhaltungswert liefern kann. Gerne kann das Marketing auch informative und faktenbasierte Maßnahmen umfassen, für soziale Medien ist hier jedoch eher davon abzuraten. Der Content muss unterhalten und authentisch wirken, dies gelingt am besten, wenn Werbeanzeigen in-house produziert werden.

Autor:

Daniel Hipke ist CEO von CTR Accelerator und der führende Experte im deutschsprachigen Raum, wenn es um kreative Werbeanzeigen geht. Mit einem Onlinetraining verhilft er Unternehmen und Selbstständigen zu mehr Erfolg durch optimale Werbeanzeigen. https://ctr-accelerator.com/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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