So machen Sie Ihren Online-Shop fit für das Weihnachtsgeschäft

Süßer die Kassen nie klingen als zur Weihnachtszeit, heißt es gerade für Online-Shops

Wir haben einige Tipps und Tricks für den Bereich e-commerce zusammengetragen, wie Sie Ihren Webauftritt strategisch für das Weihnachtsgeschäft vorbereiten, um im Jahresendgeschäft erfolgreich zu sein.

Im Vorweihnachtsgeschäft ab November geht es im Bereich e-commerce vor allem darum, sich von der Konkurrenz abzuheben und dem Kunden ein attraktives Angebot zu präsentieren. In Sachen Big-Data-Kundenanalyse und Lieferzeiten scheint es für kleinere Online-Shops oft schwer, mit Versandriesen wie Amazon oder Otto zu konkurrieren. Allerdings können sie viel von den Großen lernen und mit etwas mehr Service-Orientierung auch durchaus erfolgreich gegen sie bestehen.

Dieser Marketing-Ratgeber will Ihnen helfen, Ihren eigenen Online-Auftritt zum Jahresendgeschäft festlich herauszuputzen, die Kaufinteressenten bei der Stange zu halten und die Bounce- oder Abbruchraten zu minimieren.

4 Tipps, Kunden für Ihren „Weihnachtsbasar“ zu gewinnen

In der Vorweihnachtszeit gilt es, die ganze Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden auf sich zu lenken. Der Mensch ist so „gestrickt“, dass er gerne belohnt wird. Ergo: Tun Sie Ihren Kunden den Gefallen.

1. Coupons und Rabatte beeinflussen 73 Prozent der Vorweihnachtseinkäufe, zeigt eine Studie der internationalen Wirtschaftsberatung Deloitte. Sie haben dabei verschiedene Möglichkeiten, die Kunden zu „belohnen“:

a. Gewähren Sie ihnen prozentuale Rabatte.
b. Wertgutscheine erhalten ebenso die Freundschaft.
c. Ein kostenloser Versand ab einer bestimmten Kaufsumme tut Ihnen nicht weh, hat aber eine sehr große Wirkung, denn wie schon gesagt, der Mensch will belohnt werden. Eine Studie der Wharton (Business) School der University of Pennsylvania von 2013 zeigt, dass 61 Prozent der Online-Shopper ihren Weihnachtseinkauf abbrachen, wenn der Versand etwas kostet. Umgekehrt waren die Kunden bereit, 30 Prozent mehr auszugeben, wenn der Versand kostenlos ist.
d. Geschenke erhalten die Freundschaft, heißt es so schön. Das gilt auch für kleine Add-ons, die Sie dem Kaufangebot hinzufügen. Das kann beispielsweise ein passendes Geschenk wie Espressobohnen zum Kaffeevollautomaten sein, oder aber ein einfacher USB-Stick mit Ihrem Firmenlogo als Give-away.

2. Locken Sie in der Vorweihnachtszeit mit einer eigenen Kategorie „Geschenke“, „Geschenkideen“ oder „Unsere Mitarbeiter empfehlen auch“ und bringen Sie dort Produkteunter, die sich Ihrer Erfahrung nach am besten verkaufen. Sogenannte „Early Bird Freebies“ (Geschenke an den frühen Vogel) können buchstäblich auch den menschlichen Drang nach Belohnung hervorkitzeln.

3. Nach dem Motto „Home sweet home“ wird es Ihre Aufgabe sein, wiederkehrende Besucher in Kunden zu verwandeln. Am besten gelingt Ihnen das, wenn Sie die Besucher mit „Zuletzt angesehen“ ganz subtil an deren letzten Webseiten-Besuch erinnern. Individualität und persönliche Ansprache sind gerade zur Weihnachtszeit besonders wichtig.

4. Bieten Sie kurze Lieferzeiten an: Wenn Sie wie Amazon nicht am selben Tag oder am Folgetag liefern können, kann Ihnen ein Express-Versand gerade kurz vor Heilig Abend so manchen Online-Deal bescheren.

3 Wege, um Ihren Weihnachtsumsatz zu steigern

Ein großes Problem, mit dem alle Online-Shops zu kämpfen haben, ist eine hohe Bounce-Rate. Der Kaufabbruch kann schon an der Pforte beziehungsweise dem Portal passieren, wird aber umso häufiger, je näher es dem Checkout entgegengeht.

1. Transparenz ist das A & O: Erschreckende 56 Prozent der Kunden verlassen den Shop, wenn nach dem Klick auf den Kaufen- oder Warenkorb-Button unerwartete Kosten auftauchen. Machen Sie Zusatzkosten für Versand und Geschenkverpackungen daher besser schon vorher transparent. Gleiches gilt auch für die Lieferzeiten.

2. Produktbewertungen: Geben Sie den Kunden die Gelegenheit, Produkte zu bewerten und andere Produktbewertungen zu lesen. Einer Reevoo-Studie zufolge brachten Kundenbewertungen Ende 2012 schon eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent. 58 Prozent der Kunden bevorzugen Webseiten mit Kundenbewertungen und sind entsprechend auch eher zum Kauf bereit, wie eine Umfrage von MarketingSherpa ergeben hat. Verbraucherbewertungen werden im Vergleich zu Herstellerbeschreibungen als bis zu 12-mal vertrauenswürdiger eingestuft, sagt EXPO Communication. Bazaarvoice spricht von einem um sechs Prozent gesteigerten Bestellwert.

3. Persönliche Empfehlungen für Cross- und Up-Selling: Laut einer Bralliance-Studie kamen Ende 2014 rund 31 Prozent des e-commerce-Umsatzes über persönliche Empfehlungen zustande. Forrester errechnet ein Umsatzplus zwischen 10 und 30 Prozent allein durch Zusatzverkäufe. Diese entstehen durch Cross- oder Up-Selling. Cross-Selling bezeichnet ein ergänzendes Produkt wie einen Gürtel passend zur bestellten Hose, Up-Selling soll den Umsatz mit einem Produkt erhöhen, indem zum Beispiel mehr Speicherplatz zum Smartphone verkauft wird. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die betreffenden Maßnahmen zu tracken, um aus dem Kaufverhalten der Kunden zu lernen.

9 Ratschläge, wie Sie Ihren Online-Shop attraktiver machen

Mit Anbietern wie Shopify, WooCommerce und Magento ist es heute relativ einfach, einen Online-Shop aufzubauen. Wichtig ist vor allem, den Webauftritt so attraktiv zu gestalten, dass virtuell vorbeischlendernde Besucher zu Käufern werden.

1. Ein ansprechendes Design der Webseite ist ganz entscheidend. 52 Prozent der Besucher kehren demnach nicht wieder zurück, wenn Gesamteindruck und Gesamtdesign nicht stimmen. Sollten Sie selbst kein Talent dafür haben, einen ansprechenden Webauftritt und Online-Shop zu gestalten, holen Sie sich besser professionelle Hilfe von Webdesignern.

2. Qualitätsbilder sind für den Webauftritt und die Produktbewerbung ebenso wichtig wie das Design der Webseite. Zur Qualitätssteigerung des Bildmaterials empfiehlt CNET unter anderem: Objektiv reinigen, so viel Licht wie möglich verwenden, verschiedene Aufnahmewinkel ausprobieren, eine hohe Auflösung und Unterstützung durch Apps wie Camera+ für iOS. Wenn Sie selbst keine Qualitätsbilder erstellen können, investieren Sie lieber und holen sich professionelle Hilfe durch Fotografen, Bilderdienste wie iStock oder durch Webdesigner mit eigener Bilddatenbank – es lohnt sich.

3. Verbessern Sie die Suchoptionen: Laut einer Untersuchung des Bayard Institute erfordern 70 Prozent der e-commerce-Seiten eine hundertprozentige Übereinstimmung der Suchanfrage mit dem tatsächlich angebotenen Produkt. Ein Tippfehler oder ein anderes Wort wie „Füller“ statt „Füllfederhalter“, und schon ist der gesuchte Artikel für den potenziellen Käufer nicht auffindbar, obwohl Sie ihn anbieten. Lernen Sie hier besser von Google und Co. und installieren Sie die Funktion Auto-Complete oder Autovervollständigung in Ihre Produktsuche. So lassen sich auch unterschiedliche Begrifflichkeiten reduzieren oder vermeiden.

4. Google liebt mobil-freundliche Seiten. Bereits 2015 haben schon 30 Prozent der Online-Käufer über mobile Geräte geshoppt. Laut eMarketer wird sich der Anteil 2017 auf 70 Prozent erhöhen. Legen Sie daher zusätzlich eine mobile Version Ihrer Webseite und Ihres Online-Shops an. Im Idealfall ist Ihr Shop auch als App mit Push-Benachrichtigungen verfügbar und Sie nutzen die internen Funktionen von Mobilgeräten, wie beispielsweise QR- oder Barcode-Scanner.

5. Nutzen Sie eine SEO-Strategie. SEO steht für Search Engine Optimization oder Suchmaschinenoptimierung und gilt als Wunderwaffe, das eigene Google-Ranking zu erhöhen. Der Suchmaschinenriese liefert mit Google Trends jeweils die „trendy“ Keywords der Saison, der sogenannte Pro Rank Tracker der gleichnamigen Firma bietet automatische Reports und sofortige Updates zu allen e-commerce Keywords.

6. Beschleunigen Sie die Website-Ladezeiten: Einer Studie von Akamai zufolge warten Suchende nur maximal drei Sekunden, bevor sie eine Seite wieder verlassen. Bei den 18- bis 24-Jährigen reißt der Geduldsfaden sogar schon nach zwei Sekunden. Als Gründe für eine schlechte Performance der Webseite nennt das Ryte Magazine eine langsame Datenbank, zu große Datenmengen, zu große Bilder oder eine nicht aktivierte Komprimierung und einen zu langsamen Server. Mit Tools wie Pingdom sollten Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website immer testen.

7. Minimalismus statt Maßlosigkeit: Vereinfachen Sie die Shop-Navigation und vor allem auch die Produktbeschreibungen. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Vorteile und USPs. Nutzen Sie einfache Wörter und kurze Sätze und schreiben Sie so, als würden Sie ein Gespräch mit dem Kunden führen. Vermeiden Sie Fachjargon und unnötige Schnörkel.

8. Vermeiden Sie komplizierte Checkout-Prozesse sowie versteckte Kosten für Versand oder Mehrwertsteuer.

9. Eine einfache Zahlungsabwicklung mit mehreren Auswahlmöglichkeiten bei den Bezahlmethoden sollte der krönende Abschluss eines jeden Online-Deals sein. Fragen Sie dabei nicht nach unnötigen Informationen, zwingen Sie die Kunden nicht, sich zu registrieren, leiten Sie sie nicht auf eine externe Seite um, machen Sie die Fehlerbehebung so einfach wie möglich. Schaffen Sie Vertrauen durch entsprechende Sicherheitszertifikate. Limitless Shopping mit SOFORT (Überweisung), wie sie PAYMILL als Münchner Online-Zahlungsdienstleister vieler Unternehmen anbietet, gewinnt dabei immer mehr Marktanteile gegenüber Kreditkarten und anderen Zahlungsarten. In Zukunft wird mit der von Bitcoin bekannten Blockchain-Technologie auch Real Time Payment eine wichtige Rolle spielen. Online-Shops sollten sich darauf vorbereiten.

Lena Seydaack

Lena Seydaack verantwortet seit 2016 das Marketing von PAYMILL. Sie bringt langjährige Erfahrung im B2B Marketing mit Fokus auf Lead Generierung mit. Als Selbstständige hatte sie bereits mehrere Jahre B2B Unternehmen in Online Kommunikationsstrategien beraten und als Team Lead für CANCOM Content Marketing aufgesetzt. Paymill bietet als Online-Bezahldienstleister eine einfach zu integrierende Bezahllösung für Online-Shops und mobile Applikationen.

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