Denkt verrückt und denkt groß

omnia5 digitalisiert und revolutioniert den Einzelhandel

Stellen Sie sich und das Startup omnia5 doch kurz unseren Lesern vor!
omnia5 besteht aus den 4 Gründern: Hendrik Schmülling, Dennis Bißlich, Alexander Bogdanow und Gerhard Grage. Die 3 erstgenannten haben sich im Informatikstudium kennengelernt. Gerd kam durch eine glückliche Fügung zu uns. Wir sind mit der Idee groß geworden, den Einzelhandel zu digitalisieren und revolutionieren. Wir sind auf dem 2015/2016 entstandenen d.velop campus in Gescher angesiedelt. Für uns ein großer Vorteil, denn durch die Konzentration dynamisch wachsender Firmen befinden wir uns mitten in einem hochmodernen Innovationszentrum. Zudem profitieren wir vom gemeinsam nutzbaren Business-Center sowie einer vollständigen Infrastruktur inklusive Restauration, Erholungsflächen und Gesundheitsförderung.

Wie ist die Idee zu omnia5 entstanden?
Bei uns ging alles sehr schnell. 2016 in der Bachelorphase des Studiums arbeiteten wir parallel an unserem Produkt LISA, welches wie ein lokales “Amazon” fungiert. Als der Testdummy fertig war, die Kalkulation und der Businessplan ebenfalls abgeschlossen waren, standen wir im September 2016 vor der Wahl: Selbstständigkeit oder sicherer Job. Aufgrund einer kleinen Finanzspritze haben wir den Schritt dann doch im Oktober gewagt und zum 8.11.2016 gegründet.

Welche Vision steckt hinter omnia5?
Intelligente Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle
Umwelt- und Ressourcenschutz

Digitalisierung und Revolutionierung des Einzelhandels

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zunächst zur Finanzierung: Eine Startfinanzierung haben wir durch privates Venture Capital erhalten. Dieses haben wir dann nach ca. 8 Monaten aufgebraucht und schon frühzeitig damit begonnen, eigenen Umsatz durch Projektarbeit in die Kassen zu spielen. Wir haben uns in den vergangenen 1,5 Jahren zu einer kleinen Agentur gewandelt, welche auch eigene Produkte entwickelt und am Markt platziert. Das Ziel ist und bleibt intelligente Digitalisierung und der Vertrieb der eigenen Marke und der Produkte.

Zu den Herausforderungen: Leider, muss man sagen, gab es vor 2 Jahren kaum Anlaufstellen, an welche man sich wenden konnte, um zu gründen. Da war die WFG, das war es dann auch schon. Digital Hub, AiW Inkubator gGmbH, Venture Club Münster oder ähnliche Netzwerke waren gerade erst im Aufbau und sind es noch. Des Weiteren gab es viel zu viele kleine Anlaufstellen, keine Bündelung von Anlaufstellen, geschweige denn einen vernünftigen Plan zum Gründen.

Als wir dennoch endlich alles geschafft hatten, haben wir uns einfach mal alle Punkte aufgeschrieben, die zu so einer Gründung gehören. Das sind rund 20 kleine wie große, welche nötig sind, um in Deutschland eine Kapitalgesellschaft zu gründen.

Wer ist die Zielgruppe von omnia5?
Unsere derzeitigen Kunden sind im B2B-Bereich vorzufinden. Jedoch arbeiten wir viel mit Start-ups aus der Region, welche wir auch über den DigitalHub kennengelernt haben, zusammen. Unter anderen: appylio, LexMe und FarmTool – wobei FarmTool auch dem d.velop campus ansässig ist.

Welchen Service bieten Sie an?
Wir bieten Full-Stack-Entwicklung im Bereich Web und App Development, das heißt: Wir planen, konzeptionieren, designen und entwickeln browserbasierte Plattformen sowie Smartphone-Applikationen von ganz vorne bis ganz hinten (Frontend to Backend).

Das ganze schnell, agil und dynamisch.

Des Weiteren bieten wir unser Produkt DSGVO5 an. Damit wollen wir dem Papier den Kampf ansagen. Das Tool digitalisiert Anmeldeformulare DSGVO-konform. 
Dazu ein einfaches Beispiel: Ein Sportverein, zum Beispiel im Tennis, muss seine Spieler in diversen Tabellen, Turnieren und Ranglisten im Internet auflisten. Dazu müssen die Spieler ihr Einverständnis geben. Genau hier kommt unser Tool zum Einsatz.

Wir ersetzen das Papier und bleiben damit umweltbewusst und ressourcenschonend.

Welche Vorteile bietet omnia5? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir sind jung und dennoch schon sehr erfahren, da 2 unserer Gründer ein duales Studium mitgebracht haben und aus dem Vollen schöpfen können. Des Weiteren haben wir mit Gerd einen unglaublich guten Business Angel, welcher uns in allen Belangen konzeptionell, kalkulatorisch und beratend zur Seite steht.

omnia5, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Naja … Laut Plan steigen die Mitarbeiterzahlen, Büro-, Raum-, Kommunikations-, Infrastruktur und Reisekosten für unsere bis dato 6 Produkte: mein-stadtgutschein, LexMe Online – Rechtsberatung, KNOBEL, Projekt Terrarium, Projekt Gabor und DSGVO5.
Dabei bleiben wir stets realistisch und auf dem Boden der Tatsachen, denn wir wollen zu den wenigen Prozent von Start-ups gehören, die es aus quasi eigener Kraft geschafft haben, was richtig Großes aufzubauen: ohne viel Kapital, von der UG zu einem angesehenen Unternehmen und durch diese Erfahrungen zu einem Inkubator im Westmünsterland.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Tipp 1: Informiert Euch bei eurem nächstgelegenen Start-up-Netzwerk.
Tipp 2: Kommt ins Westmünsterland. Hier haben wir den AiW, welcher mit seiner Gründungsinitiative ein sehr großes Netzwerk aus Beratern, Entwicklern und Geldgebern spinnt. Quasi die Höhle des Löwen im Westmünsterland. Außerdem bietet der d.velop campus eine sehr gute Infrastruktur für Start-ups, welche hier vor allem günstig arbeiten können, Größe demonstrieren können und mit viel Freude empfangen und mit allen Mitteln unterstützt werden.

Tipp 3: Harte Arbeit, Neugierde und das Wichtigste: Versucht nicht, in irgendwelche Schubladen zu passen. Denkt verrückt und denkt groß.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alexander Bogdanow für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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