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Olive and Salt: Komplettlösung rund um die Einrichtung Ihrer Location

Stellen Sie sich und das Startup Olive and Salt doch kurz unseren Lesern vor!

Olive and Salt ist die Komplettlösung rund um die Einrichtung gewerblich betriebener Flächen und Locations. Unser Ziel ist es, das Leben unserer Kunden leichter und komfortabler zu machen, indem wir einen serviceorientierten, inspirierenden und nachhaltigen Zugang zum Thema Einrichtung schaffen. Dabei verbinden wir den Möbelkauf und die damit verbundenen Entscheidungen mit Bequemlichkeit, Service und Nachhaltigkeit. Wir wollen ein 360° Servicepartner für unsere Kunden sein. Wir möchten den gewerblichen Einrichtungsprozess möglichst gut digitalisieren und beschleunigen. Weg von physischen Showrooms, hin zu einem grafisch visualisierten Einkaufsprozess und einem digitalen Showroom 2.0. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte das große Glück, in den vergangenen Jahren zwei tolle Startups in Berlin von der Early-Stage Phase bis über den Abschluss mehrerer Finanzierungsrunden begleiten zu dürfen und habe in dieser aufregenden und nicht immer einfachen Zeit eine Leidenschaft für das Thema Gründung entwickelt. Meine Heimatverbundenheit – ich bin Saarländer – und das aus meiner Sicht große Potential dieses kleinen aber tollen Bundeslandes und einer noch zu häufig unter dem Radar arbeitenden Gründerszene haben mich dazu bewogen, mein erstes eigenes Projekt nicht in der Gründungshauptstadt zu starten.  

Welche Vision steckt hinter Olive and Salt?

Unkompliziert und einfach Einrichten! Wir versuchen inspirative und kreative Vertriebs- und Marketingstrategien aus dem Privatkundenbereich aufzugreifen, welche unter anderem Vorzeigeunternehmen wie Westwing perfektioniert haben und transportieren diese in den B2B Abnehmermarkt. Und wir erschaffen für unsere Kunden komplette Raumkonzepte und Inspirationen und legen unseren Fokus weniger auf den Verkauf von einzelnen Produkten. Wir leben und denken bzw. inspirieren unsere Kunden in Trendkategorien wie z.B. Scandinavian, Industrial oder Retro und erleichtern Ihnen dadurch die Denkarbeit. Wir arbeiten an einer Art Social Media B2B Shopping Community.

Neben Projektpartnern wie Innenarchitekten und Designern fußt unsere Marketingstrategie auf Social Media Aktivitäten. Wir interagieren und kommunizieren mit unserer potentiellen Kundengruppe lange bevor diese einen akuten Bedarf an Einrichtung hat und schaffen so eine Verbundenheit und Assoziation mit unserer Marke. Abschließend kann man sagen, dass es unsere Vision ist, „Design and sustainability“ miteinander zu verbinden. Wir achten auf ISO und FSC Zertifizierungen unserer Hersteller für eine nachhaltige Produktion der Möbel mit einer geringen Emission von Schadstoffen. Wir haben u.a. Produkte im Angebot, welche komplett aus recyceltem Material hergestellt werden. Diese bestehen zu 50% aus Post-Verbraucher-Kunststoffabfällen und zu 50% aus industriellen Kunststoffabfällen. Nachhaltigkeit und Regionalität liegen uns am Herzen. Über Kooperationen mit Handwerksbetrieben wie Schreinern versuchen wir lokale Betriebe in unsere Prozesse zu integrieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir glauben an Bootstrappingmodelle, was bedeutet, dass wir bei Olive and Salt aktuell auf externe Eigenkapitalfinanzierungen verzichten. Möchte man als Gründer das Konzept des Bootstrappings verfolgen, ist man in der Regel an ein sehr begrenztes Budget und einen engen Zeitplan sowie knappe Ressourcen gebunden, was als solches eine riesige Herausforderung darstellt. Durch die geldliche und zeitliche Beschränkung lernt man sehr schnell, sparsam und effektiv zu wirtschaften. Das bedeutet auch, dass die Kosten durchgängig kontrolliert werden müssen. Unsere Kunden gewinnen wir u.a. über partnerschaftliche Kooperationen mit Architekten, was gerade in der Aufbauphase des Unternehmens sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, bis ein funktionierendes Netzwerk aufgebaut ist. 

Wer ist die Zielgruppe von Olive and Salt?

Wir beliefern und beraten ausschließlich gewerbliche Kunden. Unser Fokus liegt auf Kunden aus den Bereichen der Gastronomie, Hotellerie und Hospitality. Unter Hospitality verstehen wir sämtliche Flächen und Locations in welchen Kundenverkehr herrscht, es aber nicht zwingend nur um Bewirtung oder Übernachtung geht. Hierunter fallen typischerweise Lounge- oder Aufenthaltsbereiche bzw. auch Außenbereiche in Neubauten oder Neueinrichtungen von Praxen, Kanzleien, Resorts oder Firmen, aber auch Co-Working und Co-Living Projekte werden von uns abgedeckt. 

Wie funktioniert Olive and Salt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neue Möbel und Einrichtungsgegenstände einzukaufen ist gerade im Projektbereich gar nicht so einfach, insbesondere dann, wenn man eine Entscheidung zwischen einer Vielzahl von Anbietern und Produkten treffen muss und kann. Wir beraten unsere Kunden im Anschluss an eine Anfrage kostenfrei, individuell und umfangreich per Telefon oder Videogespräch, bei größeren Projekten auch vor Ort und erstellen Ihnen ein passendes Raumkonzept in Form eines grafisch visualisierten Produkt-Exposés, welches in der Regel mindestens drei verschiedene Interior-Bundles enthält. Wir begleiten unsere Kunden vom ersten Gedanken an eine Neugestaltung bzw. Einrichtung der Räumlichkeiten bis zur Lieferung und Montage der Produkte, sodass Stress und Sorgen komplett in Vergessenheit geraten. Wir bieten unseren Kunden maximalen Komfort kombiniert mit persönlichem Service. 

 Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Da wir inmitten der Coronazeit unser Unternehmen gegründet haben, war es der Status quo mit dem wir leben und arbeiten mussten. Wir hätten uns natürlich einen besseren Startzeitpunkt vorstellen können, wollten unsere Idee aber auch nicht kampflos aufgeben.  

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben bereits sehr früh erste Projektanfragen erhalten, was uns positiv bestärkt hat, dass die Nachfrage am Markt auch weiterhin besteht, obwohl viele Unternehmen aktuell leider sparen müssen. Viele unserer Kunden beschäftigen sich zudem mit der Frage, wie Sie Ihre Flächen und Locations coronasicher aber dennoch optisch ansprechend gestalten können, was uns dazu veranlasst hat, in Zukunft in diesem Bereich in Eigenregie Produkte entwickeln zu lassen, welche wir in Kooperation mit lokalen Schreinerbetrieben herstellen. Konkret geht es hier z.B. um Schutzwände. Auch wenn es natürlich ein unschönes Thema ist und wir uns wünschen würden, solche Produkte gar nicht erst anzubieten, besteht in diesem Bereich eine große Nachfrage, welche wir mit möglichst schönen Produkten bedienen möchten. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Unser Konzept sieht eine umfängliche Kundenberatung in möglichst digitaler Form vor. Um z.B. Kundenberatungsformen mittels Videogespräch zu testen, waren die letzten Monate sicher kein schlechter Zeitpunkt, da aktuell eine spürbar gewachsene Bereitschaft herrscht, sich auf solche Kommunikationsformen einzulassen. Auch ansonsten selbstverständlich persönlich stattfindende Meetings mit Lieferanten und Partnern oder Messen im Ausland wurden per Videokonferenz durchgeführt, was nicht nur den Geldbeutel sondern auch die Umwelt schont. Diese Entwicklung finden wir klasse. Wir bieten unseren Mitarbeitern auch an, im Homeoffice zu arbeiten und arbeiten dadurch mitunter sogar effizienter. Dieser Entwicklung ist sicher viel Positives abzugewinnen. Nichts desto trotz freuen wir uns sehr darauf, in Zukunft hoffentlich wieder häufiger persönlich und ganz ohne Maske eine Tasse Kaffee zusammen genießen zu können.  

Olive and Salt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten hart daran, uns in einem großen Markt mit einer Vielzahl an sehr starken Konkurrenten zu etablieren und uns mit unserem Konzept abzuheben, durchzusetzen und unseren Kunden den Einrichtungsprozess spürbar zu erleichtern. Wir glauben daran, dass die Zukunft der Objekteinrichtung digital und nachhaltig stattfinden muss und hierzu wollen wir der ideale Anbieter werden.    

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei bereit Fehler zu machen. 

Get out of your comfort zone.

Fokus ist der Schlüssel zum Erfolg

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andre Niebuhr für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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