Eine realistische Aufgaben- und Zeitplanung

Okomondo: Entdecke die schönsten Orte der Welt via 360 Grad Videos 

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Okomondo doch kurz vor unseren Lesern vor!
Wir sind Claudia und Marius. Okomondo ist ein 360° Video-Reiseblog, der die Zuschauer an die schönsten Orte der Welt entführen will, und zwar so, dass sie mittendrin im Geschehen sein können.

Wie ist die Idee zu Okomondo entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Claudia arbeitet schon seit einigen Jahren im Bereich Online Marketing. Marius hat Freizeitwissenschaften studiert und arbeitet nebenbei als selbständiger Reiseleiter. Da wir schon seit längerem ein Paar sind, kam uns die Idee unsere Fähigkeiten für ein gemeinsames Start-up zu kombinieren.Wir haben dann am Bochumer Gründungswettbewerb Senkrechtstarter teilgenommen und so das nötige Know-how für eine Gründung erhalten. Nachdem unser Businessplan stand, wurde für uns schnell klar, dass wir eigentlich erst einmal die Welt erkunden wollen. Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt welches innovative Online Business zu unserem Lebensstil passt. Als Virtual Reality Fans wurde uns schnell klar, dass 360 Grad Videos in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen würden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ganz klar die Technik! Wir mussten ganze sechs Monate darauf warten bis die erste richtige 360-Grad-Kamera mit passabler Qualität für den Heimgebrauch endlich verfügbar war. Durch ein Unglück in Japan verzögerte sich die Auslieferung um viele weitere Wochen und es gab einfach keine andere Kamera in vergleichbarer Qualität auf die man ausweichen hätte können.
Unsere Finanzierung stemmen wir durch unsere Jobs im Angestelltenverhältnis auf Teilzeit. Dadurch haben wir genug Zeit für Okomondo. Das nötige Startkapital bringen wir somit vollständig selber auf.

Wer ist die Zielgruppe von Okomondo?
Okomondo ist für Reisende zwischen 16 und 40 Jahren, aber auch für Menschen, für die es nicht möglich ist zu reisen, die aber trotzdem die Schönheit dieser Welt nicht missen möchten.

Was sind eure Ziele mit Okomondo? Was wollt ihr dem Zuschauer vermitteln?
Wir hoffen unsere Zuschauer mit den Videos vor allem neugierig zu machen und sie mit Tipps fit für die nächste Reise zu machen. Mit den Rundgängen möchten wir den Zuschauern Wissen vermitteln und mit den Panoramen die Möglichkeit bieten die Landschaften fernab der Heimat zu genießen.

Wie kann man die Videos anschauen? Braucht man ein bestimmtes Equipment, um 360 Grad Videos anzuschauen?
Um unsere Videos anschauen zu können, braucht man nichts weiter als diese am PC auf Youtube mit der aktuellen Version des Chrome, Opera, Firefox oder Internet Explorer zu öffnen. Die Videos steuert man dann ganz einfach mit der Maus. Besitzt man ein Smartphone oder Tablet, dann lassen sich die Videos in der Youtube-App öffnen. Die Browser auf den Geräten unterstützen momentan meist keine 360 Grad Videos. Dafür kann man die Videos durch die APP bequem per Bewegung steuern. Mit einem Cardboard wird das ganze Erlebnis dann noch viel intensiver! Wenn man eine VR-Brille besitzt, dann kann man unsere Videos im virtuellen Desktop via Browser starten.

Auf welchen Geräten kann man die Videos anschauen?
PC, Laptop, Smartphone, Tablet, Cardboard und VR-Brille.

Okomondo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ab Oktober startet unsere Weltreise (Ende offen). Über Argentinien, Südafrika geht es dann im Dezember nach Neuseeland. Dort haben wir uns schon einen Campervan gekauft. Wir wollen dann ein Jahr lang die schönsten Ecken Neuseelands erkunden. Danach geht es in die Südsee und dann mal schauen. Mittelfristig wollen wir auf jeden Fall bessere Technik! Die 360 Grad Kameras für den Heimgebrauch sind gerade erst auf den Markt gekommen und leider gibt es noch keine Kamera die 3D unterstützt oder ausreichend Frames bietet.
In fünf Jahren möchten wir mit der neusten immersiven Filmtechnik auf einer Expedition in einen entlegenen Winkel der Erde sein, um seine Schönheit so gut es geht festzuhalten, damit auch noch unsere Enkelkinder in seinen Genuss kommen. Die Filmproduktionen sind dann unsere Haupteinnahmequelle.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Als erstes: Know-how sammeln. Nahezu jede größere Stadt bietet eine kostenlose Gründerhilfe an. Vielleicht sogar schon mal vorab mit einem kleinen Projekt Erfahrungen sammeln.
Als zweites: Eine realistische Aufgaben- und Zeitplanung. Viele sind von ihrer Idee so begeistert, dass sie am liebsten sofort starten würden. Die Enttäuschung kommt dann allerdings sehr schnell und aus optimistischen zwei Monaten wird schnell ein demotivierendes halbes Jahr. Das kann man vermeiden.
Und zuletzt: Finanzielles Kapital ist nicht alles. Gerade im Onlinebereich kann man mit wenig Geld aber viel Zeit einiges auf die Beine stellen. Oft ist Zeit das größte Kapital.

Wir bedanken uns bei Claudia Duczkowska & Marius Heidenreich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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