Die richtigen Tipps und Kontakte sparen viel Zeit und Geld.

OH MY DOUGH: Der Keksteig zum Naschen

Stellen Sie sich und das Startup OH MY DOUGH kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Nicolas Limbrock von OH MY DOUGH – Der Keksteig zum Naschen. Wir haben einen Keksteig entwickelt, den man direkt aus dem Becher Naschen kann. Unser Teig wird ohne Ei und mit einem hitzbehandelten Mehl hergestellt. So kann der Keksteig sicher roh genascht werden. Wir vertreiben unsere Produkte über den Lebensmitteleinzelhandel und sind mittlerweile in den REWE Regionen Südwest, Mitte und Ost gelistet. Zudem arbeiten wir mit einem Großhändler zusammen, der Supermärkte in Norddeutschland beliefert.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Unternehmer zu sein gibt mir die Möglichkeit, eigene Ideen und Visionen umzusetzen und täglich an Projekten zu arbeiten, die mich persönlich überzeugen und begeistern. Das ist ganz wichtig für meine tägliche Motivation. Es ist viel Arbeit und Verantwortung. Aber wenn man dann durch einen Supermarkt geht und die eigenen Produkte im Regal entdeckt, ist das einfach eine großartige Bestätigung, die ich als Angestellter so nicht erleben kann.

Welche Vision steckt hinter OH MY DOUGH?

Wir haben mit Keksteig zum Naschen eine ganz neue Kategorie im Frische-Segment aufgemacht. Bislang gab es keine vergleichbaren Produkte. Wir möchten nicht nur die führende Marke für Keksteig zum Naschen in Europa werden, sondern auch mit weiteren Produkten frischen Wind in die Supermärkte bringen. Zudem wollen wir ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit und Fairness sein. Deswegen verwenden wir zum Beispiel auch ausschließlich Bio-Zutaten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war definitiv die Suche nach einem geeigneten Hersteller. Von der ersten Testproduktion bis zur ersten Auslieferung hat es rund 10 Monate gedauert. Das Tempo bei großen Unternehmen strapaziert die Geduld eines Gründers durchaus bis an die Grenzen. Zudem hat uns ein potentieller Hersteller kurzfristig abgesagt, nur um dann kurze Zeit später ein ähnliches Produkt auf dem Markt zu bringen. Natürlich hatten wir versucht, das vertraglich zu verhindern. Aber das dann auch durchzusetzen übersteigt die Möglichkeiten eines Startups schnell. Insbesondere, wenn sich Gründer, so wie bei uns, komplett aus eigenen Mitteln finanzieren. Zum Glück konnten wir unsere Lebenshaltungskosten im ersten Jahr mit dem Berlin Startup Stipendium decken.  

Wer ist die Zielgruppe von OH MY DOUGH?

Das Naschen von Teig ist eine Kindheitserinnerung, die fast alle kennen und lieben. Entsprechend breit gefächert ist auch unsere Zielgruppe. Strategisch konzentrieren wir uns zunächst auf weibliche “Foodies” zwischen Anfang Zwanzig und Ende Dreißig. Das provoziert regelmäßig Proteste von Männern um die Fünfzig, das nehmen wir sehr gerne zur Kenntnis.

Welche Sorten haben Sie im Sortiment? Was ist das Besondere an dem Keksteig?

Keksteig zum Naschen ist DIE Kindheitserinnerung im Kühlregal. Es ist wirklich lustig, die vielen Kindheitsgeschichten zu hören, die aus den Kunden und Kundinnen heraussprudeln, wenn sie unseren Teig probieren. Nach umfangreichen Tests mit insgesamt rund 800 Personen, haben wir uns auf drei Sorten festgelegt. Der Klassiker ist Chocolate Chip, ein heller Teig mit Schokostückchen. Unser persönlicher Favorit ist Hazelnut Chocolate Brownie – ein Schokoteig mit gerösteten Haselnuss- und Schokostückchen. Die Dritte Sorte ist Cranberry White Chocolate, ein heller Teig mit weißen Schokostückchen und Cranberries.

Wie ist das Feedback?

9 von 10 Leuten, die den Keksteig probieren, sind begeistert. Und auch der Handel nimmt das Produkt gut an. Nach kurzer Zeit schon Listungen in drei REWE Regionen zu haben, kann sich durchaus sehen lassen.

OH MY DOUGH, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist OH MY DOUGH nicht nur Marktführer für Keksteig zum Naschen, sondern für eine Vielzahl hochwertiger Teigwaren. Noch in diesem Jahr sollen weitere Produkte und Sorten auf den Markt kommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

    • Es lohnt sich, frühstmöglich ein Netzwerk mit Branchenexperten und Mentoren aufzubauen. Die richtigen Tipps und Kontakte sparen viel Zeit und Geld.

 

    • Es dauert immer länger, als man denkt, wenn man auf Dritte angewiesen ist. Zeitpläne immer mit allen Beteiligten abstimmen.

 

  • Auf der Suche nach Partnerschaften nicht zu lange hinhalten lassen und nie auf eine Option verlassen. Egal um was es geht, es sollte immer einen Plan B geben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nicolas Limbrock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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