Freitag, Oktober 7, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

objego Software für private Vermieter:innen, um ihre Immobilien einfach zu verwalten

Stellen Sie sich und das Start-up objego doch kurz unseren Lesern vor!

Wir haben uns mit objego das große Ziel gesetzt, eine Software-Lösung für private Vermieter:innen zu entwickeln, die deren Aufgaben und Prozesse so weit vereinfacht, dass sie ohne viel Aufwand und Vorkenntnisse erledigt werden können. Dabei fokussieren wir uns besonders auf intuitive und sichere Funktionen, die unseren Kunden und Kundinnen Zeit sparen. Aktuell unterstützen wir private Vermieter:innen bei der Erstellung von Nebenkostenabrechnungen, der Verwaltung von Dokumenten, mit einer Banken-Schnittstelle zur automatisierten Einnahmen- und Ausgabenverwaltung und der Vorbereitung aller steuerlichen Details, die mit einer Vermietung von Immobilien einhergehen. Damit deckt unsere Plattform bereits heute einen wesentlichen Teil der Pain Points privater Vermieter:innen ab.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Streng genommen ist objego oder das dahinterstehende Geschäftsmodell nicht meine Idee gewesen. objego wurde bereits vor der Ausgliederung innerhalb des Energieunternehmens ista gestartet. Für das Projekt wurde ein Geschäftsführer gesucht, der aus der Idee ein Unternehmen aufbaut. Das ist eine Herausforderung, die mich gereizt hat. Für mich sind grundsätzlich alle Ansätze spannend, bei denen durch digitale Lösungen Prozesse optimiert und automatisiert werden. Ich bin bereits vor meinem Start bei objego als Gründer aktiv gewesen und hatte daher auch entsprechende Erfahrung.

Welche Vision steckt hinter objego?

In der Zukunft möchten wir den kompletten „Lebenszyklus einer Immobilie” – vom Kauf der Liegenschaft, über die Renovierung, die Vermietung und Verwaltung und einen eventuellen Verkauf – digital abbilden. Unser Ziel ist dabei nicht, jeden einzelnen Schritt selbst abzuwickeln. Vielmehr setzen wir auf einen Plattformansatz, um diese Vision Realität werden zu lassen. Wir sind aktuell dabei, Schnittstellen aufzusetzen, damit Daten zwischen objego und Partnerunternehmen automatisiert ausgetauscht werden können. Damit können Nutzer:innen objego als zentrales Tool zur vollumfänglichen Verwaltung ihrer Immobilien nutzen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Kurz nach der Gründung von objego kam es zu den ersten Lockdowns durch die Covid-19-Pandemie. Ein Team remote für ein neues Start-up aufzubauen, war für uns damals keine einfache Aufgabe. Auch aktuell ist es eine der größten Herausforderungen für uns, gute neue Kolleg:innen zu finden. Das macht es umso wichtiger, sich gut um das Team zu kümmern. Bisher sind wir dabei aber recht erfolgreich, da ein Großteil unserer Kolleg:innen bereits seit den ersten Stunden bei uns arbeiten.

Als Start-up mit den zwei strategischen Partnern ista und Aareal sind wir in der luxuriösen Position, uns voll auf die Entwicklung der Plattform konzentrieren zu können, da wir beispielsweise nicht permanent mit dem Sichern neuer Finanzierungsrunden beschäftigt sind. Gleichzeitig sind wir organisatorisch ein zu 100 Prozent eigenständiges Unternehmen und genießen so die gleichen unternehmerischen Freiheiten wie herkömmliche Start-ups. Damit haben wir bei objego das Beste aus beiden Welten vereint. 

Wer ist die Zielgruppe von objego?

In Deutschland gibt es etwa vier Millionen private Vermieter:innen, die gemeinsam 14 Millionen Immobilien verwalten. Für die meisten ist das eine Nebentätigkeit und die Verwaltung wird oft mit eigenen Excel-Tools und einem Aktenordner voller Rechnungen erledigt. Das ist umständlich und nimmt bei den Vermieter:innen in der Regel bei vier Objekten über zwei Stunden die Woche oder mehr als acht Stunden im Monat ein. Mit unserer Plattform bieten wir diesen Menschen eine Lösung, die diese Ineffizienzen abbaut und damit Zeit, Geld und Aufwand spart.

Wie funktioniert objego? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet sie von anderen Anbietern?

Wir möchten das Leben privater Vermieter:innen so einfach wie möglich machen und setzen daher bei allen unseren Funktionen auf intuitive Prozesse und Bedienbarkeit. So können Nutzer:innen etwa ihr Bankkonto mit objego verbinden und wir kontrollieren dann automatisch den Eingang aller Mieteinnahmen. Wir entwickeln uns aber stetig weiter und fragen unsere User:innen konstant nach Feedback. Dazu haben wir über die Jahre ein diverses Team aufgebaut, das uns dabei hilft, immer neue Möglichkeiten zu finden, den Alltag privater Vermieter:innen zu vereinfachen. 

objego, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Vermietung von Immobilien geht mit einem hohen organisatorischen und administrativen Aufwand einher. Gerade im Bereich der privaten Vermieter ist hier noch viel Potenzial, was das Digitalisieren der jeweiligen Prozesse betrifft. Mit unserem stetig wachsendem Funktionsumfang sehen wir uns in fünf Jahren als führende Plattform für eine ganzheitliche digitale Immobilienverwaltung. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Gründer:innen sollten sich von Anfang an Sparringspartner wie ein Advisory Board, Investoren oder Mentoren suchen, die die eigenen Gedanken hinterfragen. Das ist nicht immer angenehm und oft zeitintensiv, hilft aber ungemein. Außerdem ist es als Gründer:in wichtig, die Fülle anfallender Aufgaben kontinuierlich zu priorisieren. Dazu gehört es auch zu Beginn häufig „Nein” zu sagen – das kann schwerfallen. Mein letzter Punkt ist ein klassischer, den junge Gründer:innen oft hören: durchhalten. Die Gründung eines Unternehmens ist eine Achterbahnfahrt mit täglichen Auf und Abs. Hier muss man lernen, trotz Frustration die nötige Energie aufzubringen. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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