Montag, Oktober 18, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

nuwo Dienstmöbel-Leasing für Mitarbeiter im Homeoffice

Stellen Sie sich und das Startup nuwo doch kurz unseren Lesern vor!

nuwo bietet über eine eigens entwickelte Plattform Homeoffice as-a-Service an. Mit dem sogenannten Dienstmöbel-Leasing können Unternehmen ihre Mitarbeitenden im Homeoffice individuell und gleichzeitig rechtssicher ausstatten. Dazu erhalten sie von nuwo einen firmeninternen Shop mit ihrem Branding und einem auf sie abgestimmten Möbel-Sortiment von Deutschlands größtem Fachhändlernetz für ein schönes, gesundes und wartungsarmes Homeoffice.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben nicht von heute auf morgen beschlossen, Unternehmer:innen zu werden. Wir haben ein Problem am Markt erkannt und mit nuwo eine Riesenmöglichkeit gesehen, dieses effektiv zu lösen. Haben beide zwar schon lange mit dem Gedanken gespielt, Unternehmer:in zu werden, aber wollten dies nicht „um des Gründens willen“ tun, sondern, weil wir hier eine klare Vision vor Augen hatten – nämlich die Lösung für ein Problem unserer Zeit zu schaffen.

Uns war von Anfang an klar, dass es hier nicht um Übergangslösungen für die Krise geht – wir glauben tatsächlich, dass die Zukunft der Arbeit im hybriden Modell zu finden ist. Die sich bietende Chance konnten wir nicht ausschlagen und investierten unsere ganze Energie und Zeit. Denn ohne 100%-Hingabe wird aus der besten Idee nichts.

Welche Vision steckt hinter nuwo?

Spätestens im ersten Lockdown ist es jedem klar geworden: Die Arbeit von zu Hause – sei es im Homeoffice oder beim mobilen Arbeiten – ist fester Bestandteil des „New Normal“. Für ein erfolgreiches Arbeiten in den eigenen vier Wänden fehlt jedoch zumeist der Grundbaustein: die professionelle Ausstattung. Mit unserer digitalen Plattform bieten wir Unternehmen die Lösung für dieses Problem. Sie können zertifizierte Dienstmöbel für ihre Mitarbeitenden über ein schlankes und flexibles Leasing-Modell beziehen, ohne dabei Eigentümer:in der Ausstattungen zu werden.

Dafür stellen wir unseren Firmenkunden einen kuratierten und gebrandeten nuwo Shop zur Verfügung, bei dem die Mitarbeitenden frei nach ihren geschmacklichen Vorstellungen und heimischen Gegebenheiten wählen können. Es ging also nie um eine kurzfristige Lösung während der Corona-Pandemie. Für nuwo liegt die Zukunft der Arbeit in einem hybriden Modell. Es gilt wie so oft, die richtige Balance zu finden: Den Angestellten einerseits zu Hause einen Ort der Arbeit zu ermöglichen, der ein Höchstmaß an Effizienz und Zufriedenheit mit sich bringt und andererseits hochwertige Büroflächen zu bieten, die Firmenkultur stärken und kreatives Zusammenwirken fördern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es, sich einen komplett neuen Bereich, die Büromöbel-Branche, zu erschließen. Dieser Markt ist sehr heterogen gewachsen und besteht aus zahlreichen regional ansässigen Mittelständler:innen, die seit Jahrzehnten am Markt sind –  oft über Generationen hinweg. Deren Kompetenz und Expertise ist natürlich enorm. Wir waren überrascht, wie offen, kooperativ und vertrauensvoll sich die Zusammenarbeit mit ihnen im Laufe der Zeit gestaltete. Somit war dieser Bereich gleichzeitig auch einer der spannendsten und die Lernkurve hier war unglaublich steil.

Persönlich herausfordernd war, den richtigen Fokus zu finden und diesen nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn man an Homeoffice denkt, denkt man nicht nur an Möbel, also Schreibtisch, Bürostuhl, Leuchte, Stauraum und Zubehör, sondern auch direkt an Bildschirme, Tastatur, Maus, Laptop, Drucker, Grünpflanzen etc. Hiervon haben wir uns bewusst erst einmal distanziert, da es genügend Anbieter:innen am Markt gibt und wir uns mit den Möbeln ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten konnten.

Wir konnten recht früh eine erste kleine „Angel-Runde“ abschließen und sind darüber sehr glücklich. Neben der finanziellen Unterstützung können wir auch auf ein geballtes Know-How aus unserem Investoren- und Gründerkreis zurückgreifen.

Wer ist die Zielgruppe von nuwo?

Grundsätzlich ist nuwo für jedes Unternehmen spannend. Für einige Unternehmen sind wir ein Mitarbeiter:innen-Benefit, für andere sind wir ein fester Bestandteil des Onboarding-Prozesses von neuen Mitarbeiter:innen. Momentan liegt unser Fokus jedoch auf den jüngeren Tech-Unternehmen. Diese sind von Natur aus am offensten für das Arbeiten von Morgen, also hybride Modelle, und wissen ganz genau, dass Homeoffice ein fester Bestandteil hiervon sein wird.

Viele Unternehmen haben jetzt in der Krise auch Gefallen an Remote Hires gefunden: Wer in einer nicht sehr attraktiven Region sitzt und immer Schwierigkeiten hatte, neue Mitarbeiter:innen zu bekommen, sieht jetzt, wie einfach es auch anders geht. Für diese und komplette Remote-First-Unternehmen ist nuwo die Lösung, nach der sie gesucht haben.

Wie funktioniert nuwo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

nuwo bietet eine Plattform, die es Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden leicht macht, das Homeoffice ergonomisch und rechtssicher auszustatten, da alle Prozesse komplett automatisiert und sicher digital abgewickelt werden. Da es für die Mitarbeitenden um eine Lösung für die eigenen vier Wände geht, sollte diese natürlich einerseits stylisch und individualisierbar, gleichzeitig aber kostengünstig bzw. finanziell attraktiv sein. nuwo schafft diese Balance mit Dienstmöbel-Leasing. Dabei setzen wir auf ein Fachhändlernetzwerk, um Beratung, Aufbau, Lieferung und Wartung dezentral und kompetent über ganz Deutschland verteilt zu gewährleisten.

Statt hochwertige Büroeinrichtung teuer selbst zu kaufen, können Arbeitnehmende diese steuervergünstigt über ihre Arbeitgebenden leasen. Unternehmen schließen dazu einen Vertrag mit nuwo. Angestellte suchen sich anschließend über einen individuell gebrandeten Shop die Möbel aus, die sie benötigen. Durch unser regionales Partnerhändlernetzwerk – bestehend aus zurzeit 40 mit nuwo kooperierenden Büroausstattern – können wir unseren Kund:innen nicht nur alle Marken und Produkte anbieten, sondern ermöglichen zudem Beratung, Probesitzen und Service vor Ort.

Alle Prozesse, von der Auswahl der Ausstattungen über die Freigabe durch den Arbeitgebenden bis hin zu der Lieferung und dem Aufbau, laufen komplett digital über unsere Plattform. nuwo ist die Lösung, die die Arbeitswelt momentan und zukünftig wirklich braucht, um präventiv gesundheitlichen Risiken und Arbeitsausfällen vorzubeugen.

nuwo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns mit unseren Produkten und Dienstleistungen in jedem Homeoffice in Europa und darüber hinaus vertreten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Fokus – „ein:e gute:r Unternehmer:in sagt 99x Nein und nur 1x Ja“ – ein wichtiger Business-Angel-Tipp an uns, den wir gerne an euch weitergeben.
  2. Zuhören und flexibel bleiben – keine Lösung zwanghaft in den Markt pressen, sondern auf die Bedürfnisse der Kund:innen hören, sich agil anpassen und ggfs. neu erfinden.
  3. Less is more – dein Portfolio muss einfach, klar und verständlich sein.

Wir bedanken uns bei Lisa Rosa Bräutigam und Lukas Schlund für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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