Postcode Lotteries Green Challenge: nuventura holt Platz 2

Bei der diesjährigen Postcode Lotteries Green Challenge hat das deutsche Startup nuventura am 3. Oktober im Finale den zweiten Platz hinter der Swedish Algae Factory geholt. Das deutsche Deeptech-Unternehmen um Geschäftsführer Fabian Lemke hat eine neuartige gasisolierte Schaltanlage, kurz GIS, entwickelt, die auf den Einsatz von SF6, das stärkste aller Treibhausgase, komplett verzichtet. Das war der Experten-Jury 200.000 Euro wert. Die Swedish Algae Factory kassierte 500.000 Euro. 

Neuartige gasisolierte Schaltanlage nutzt kein SF6 mehr 

Voller Stolz und überglücklich über den Erfolg seines Unternehmens nahm Fabian Lemke, Geschäftsführer und Mitbegründer des deutschen Deeptech-Startups nuventura, beim Finale der Postcode Lotteries Green Challenge am 3. Oktober einen Scheck in Höhe von 200.000 Euro entgegen. 

Sein junges Startup, das eine völlig neuartige, gasisolierte Schaltanlage (GIS) ohne Verwendung des schädlichen Treibhausgases SF6 entwickelt hat, hatte soeben als bestes aller deutschen Unternehmen im Wettbewerb einen sensationellen zweiten Platz geholt. 

Dementsprechend begeistert gab er sich im Interview: „Diese Unterstützung ist unglaublich wertvoll für uns. Während der letzten drei Jahre hatten wir als Team immer wieder Höhen und Tiefen.“ Die Anerkennung für ihre Technologie gäben ihm und seinem Team auch künftig weiterhin Mut, den Einsatz von SF6 in Schaltanlagen von Stromnetzen zu bekämpfen, so Lemke. 

Junges Startup aus Schweden holt Platz 1 mit Kieselalgen 

Noch besser schnitt bei der Challenge, die einer der weltweit größten internationalen Wettbewerbe für grüne Gründer ist, nur die Swedish Algae Factory von Sofie Allert ab. Das schwedische Startup wurde von der Jury im Finale als Sieger gekürt und erhielt 500.000 Euro Preisgeld. 

Überzeugt hatte Allert die Experten mit dem Einsatz spezieller, lichtabsorbierender Kieselalgen zur Effizienz- und Leistungssteigerung von Solarpanelen. Das Produkt „Algica“ reduziert bei Anbringung auf den Panelen nach Angaben der Geschäftsführerin des Unternehmens 200 Tonnen pro Kilogramm CO2 pro Jahr. 

„Wir fühlen uns richtig geehrt, dass wir gewonnen haben. Das Geld wird uns helfen, weitere Kunden im Solarbereich anzusprechen“, so Allert im Interview. 

Übrige Finalisten erhalten Preisgeld von 100.000 Euro

Obwohl der Fokus im Finale ganz klar auf den beiden Gewinnern der Challenge lag, gingen auch die übrigen Finalisten aus der Top 5 nicht leer aus. So wurden Desolenator aus Großbritannien, Field Factors aus den Niederlanden und TEXEL Energy Storage aus Schweden jeweils mit 100.000 Euro bedacht. 

Außerdem werden alle Gewinner nun nach der Challenge an einem sechsmonatigen Expertencoaching teilnehmen, dem sogenannten Green Challenge DeepDive. 

Stattgefunden hatte die Postcode Lotteries Green Challenge in diesem Jahr schon zum 13. Mal. Bewerbungen waren vom 1. März bis zum 1. Mai 2019 über das Internet möglich gewesen. 

Quelle Bettertrust

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