Seid gut vorbereitet!

NÜWIEL elektrisch betriebene Fahrradanhänger für den urbanen Lifestyle

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen NÜWIEL doch kurz vor unseren Lesern vor!
Mit NÜWIEL möchten wir das Leben in der Stadt positiv verändern. Unsere nachhaltige Transportlösung soll Städte von Lärm, Stau und Luftverschmutzung befreien. Deswegen entwickeln wir einen elektrisch betriebenen Fahrradanhänger, der durch intuitive Handhabung ganz flexibel eingesetzt werden kann als:
• stabiler Lastenanhänger
• sicherer Kinderanhänger und/oder
• praktischer Handwagen für drinnen und draußen
Der Fahrradanhänger wird mit einem Klick durch eine Lenkstange an jeden Fahrradtypen angebracht. Durch eine von uns zum Patent angemeldete Technologie folgt unser Anhänger der Bewegung des Fahrrads von ganz allein und weiß genau, wann er langsamer werden, beschleunigen oder bremsen muss. Für optimale Sicherheit sorgt dabei unter anderem ein integriertes, dreifaches Bremssystem.
Unser Anhänger soll nicht nur ein Lifestyle-Produkt sein,sondern ebenfalls im Stadtlogistikbereich als eine saubere und sichere innerstädtische Transportlösung eingesetzt werden, um den Verkehr in Städten massiv einzudämmen. Die Anhänger sind vielseitig bei Wind und Wetter einsetzbar, egal ob die zu transportierenden Waren Wärme-, Kälte-, Licht- oder Wasserempfindlich sind. Durch den Einsatz der Anhänger können Waren bis zu 50% schneller als mit einem PKW durch die Stadt gefahren werden. Probleme wie Lärmbelästigung, Staus und Luftverschmutzung werden so ganz automatisch vermindert.

Wie ist die Idee zu NÜWIEL entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Sandro hat als Vater von drei Söhnen am eigenen Leib erfahren wie anstrengend es sein kann diese in einem Fahrradanhänger durch die Stadt zu manövrieren. Zudem war im der Sicherheitsstandard der derzeitigen Modelle nicht ausreichend hoch genug.
Bei einem zweitägigen Entrepreneurship Workshop stellte Sandro, der damals als Projektleiter für verschiedene Technologiefirmen tätig war, das Problems sowie seinen ersten Lösungsansatz vor.
Fahad hat zu dem Zeitpunkt für einen führenden Luftfahrtkonzern gearbeitet. Mit seinen Erfahrungen als leitender Design- und Entwicklungsingenieur entwickelte er aus der anfänglichen Idee das Konzept für den intelligenten, motorisierten Fahrradanhänger.
Durch Natalias mehr als fünfjährige Erfahrung im Bereich Marktanalyse und –Forschung kam das nötige Know-How in Sachen Finanzen und Marketing in das Unterfangen. Der Gründung von NÜWIEL stand also nichts mehr im Wege.
Zwei Jahre später besteht NÜWIEL nun aus einem zehnköpfigen Team aus sechs Nationen, welches gemeinsam zehn Sprachen spricht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war es – und da unterscheiden wir uns wahrscheinlich nicht viel von anderen Startups – das ausgetüftelte Konzept Realität werden zu lassen. Dazu braucht es Unterstützung, in Form von Manpower und natürlich auch finanziell. Also galt es Menschen und Investoren von NÜWIEL zu überzeugen. Wir hatten Glück und stießen mit unserer Idee schnell auf offene Ohren. E-mobility ist in aller Munde und somit ein gefragtes und vor allem anerkanntes, zukunftsträchtiges Thema. Als Alumni der Technischen Universität Hamburg war unsere erste Anlaufstelle das dort ansässige Gründerzentrum Startup Dock. Wir beantragten erfolgreich das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und wurden Mitglied bei der “European Cycle LogisticsFederation”. Seit 2016 werden wir außerdem durch das Climate-KIC Accelerator Program sowie durch die Förderung InnoRampUp der Hamburger Investitions- und Förderbank unterstützt.

Wer ist die Zielgruppe von NÜWIEL?
Als Lifestyle-Produkt soll unsere Fahrradanhänger Menschen ansprechen, die sich im urbanen Raum frei und flexible bewegen möchten, sei es um mit den Kinder sicher durch die Stadt und raus ins Grüne zu fahren oder für den Einsatz bei Freizeit- und Sportaktivitäten.
Im B2B-Bereich kann der Anhänger in jedem Bereich eingesetzt werden, bei dem kleine bis mittelgroße Waren in der Stadt transportiert werden sollen. Momentan konzentrieren wir uns hier auf Lieferservices für Lebensmittel, lokale Produkte und Post- und Paketzusteller.

Was ist das Besondere an dem Anhänger?
Bei der Entwicklung unseres Anhängers war es uns vor allem wichtig, eine effizientere Lösung zu schaffen, welche wendiger, flexibler und leichter zu be- und entladen ist als andere Fahrradanhänger oder Lastenräder. Unser Anhänger wird zwischen 80-200 kg tragen können. Beladen werden kann er von allen Seiten, sogar wenn er mit einem Wetterschutz ausgestattet ist. Da er ebenfalls drinnen und draußen als Handwagen eingesetzt werden kann, können auch schwer zugängliche Orte erreicht werden. Das von uns zum Patent angemeldete Intelligent Ride System macht den Anhänger sicherer als alle vergleichbaren Produkte, da er der Bewegung des Fahrrads folgt und durch sein dreifaches Bremssystem in jeder Situation eingreifen und die Geschwindigkeit regulieren kann. Auch nicht ganz unwichtig war uns der Look unseres Anhängers. Unser Prototyp besteht aus Holz und hat viel Platz für Branding und Gestaltung.

NÜWIEL, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser nächstes Ziel ist es das Ladegewicht unseres Anhängers auf bis zu 200 KG zu optimieren. Auch die Weiterentwicklung unseres Kinderanhängers ist etwas, dass wir in naher Zukunft angehen werden. Außerdem sehen wir großes Potential NÜWIEL nicht nur auf dem deutschen Markt zu vertreiben. Vor allem unsere Nachbarnationen wie Dänemark, Österreich oder die Niederlande sind sehr interessant für unser Produkt. Dabei motiviert uns unsere Vision vom Leben in Städten ohne Stau, Lärm und Luftverschmutzung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1.) Seid gut vorbereitet. Vor allem zu Beginn gilt es sich zu behaupten, da ist es gut, wenn man gut informiert ist. Wir haben den Markt ausführlich analysiert und selbst einige Umfragen mit Testgruppen durchgeführt. So hatten wir eine gute Grundlage mit der wir überzeugen konnten.
2.) Tauscht euch aus. Wir stehen im ständigen Kontakt mit unseren potentiellen Kunden, sei es mit einzelnen Interessenten, auf Messen oder durch Online-Umfragen. So können wir während der Entwicklung unsere Anhänger gleich auf die Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppe eingehen.
3.) Haltet durch. Es gibt immer mal Durststrecken auf denen man sich fragt ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt. Dann ist es gut, wenn man ein starkes Team um sich herum hat, um darüber zu sprechen, sich aufzubauen und sich an das gemeinsame Ziel zu erinnern.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fahad Khan, Natalia Tomiyama und Sandro Rabbiosi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

X