Not My Fucking Problem: sarkastische Statements

Not My Fucking Problem macht auf gesellschaftliche und politische Probleme aufmerksam

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Not My Fucking Problem doch kurz vor!
Not My Fucking Problem ist als Bachelor Arbeit meines Kommunikationsdesign Studiums entstanden und ist von der Idee, über das Konzept bis zur Umsetzung und dem Druck von mir alleine auf die Beine gestellt worden. Ich studiere mittlerweile Kommunikationsdesign im Master, arbeite als Werkstudent und betreibe Not My Fucking Problem nebenher.

Wie ist die Idee zu Not My Fucking Problem?
Mit Not My Fucking Problem möchte ich auf verschiedene gesellschaftliche und politische Probleme aufmerksam machen. Hierzu habe ich statistische Daten in ästhetischer und ansprechender Form gestaltet, wobei die Botschaft und das Thema dahinter zunächst verborgen bleiben. Sie wird erst auf Nachfragen beim Träger des Shirts enthüllt, bzw. kann beim Kauf auf der Website nachgelesen werden. So möchte ich bewirken, dass sich auch jemand mit den Themen beschäftigt und darüber nachdenkt, der dies sonst eventuell nie getan hätte. Das Logo findet sich außerdem auf jedem Shirt auf dem Rücken und stellt damit ein sarkastisches Statement zum Print auf der Vorderseite dar.

Wie ist der Name entstanden?
Meiner Meinung nach beschäftigen sich Menschen eher mit ernsten Themen, wenn diese mit Sarkasmus, Ironie oder Witz übermittelt werden. Not My Fucking Problem ist absolut sarkastisch gemeint und soll vor allem Aufmerksamkeit generieren. Der Gedanken dahinter war, dass Jeder von den dargestellten Problemen grundlegend weiß, sie aber als „nicht mein Problem“ wahrnimmt, obwohl natürlich Jeder indirekt davon betroffen ist und etwas daran ändern könnte.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung für mich war der Siebdruck an sich. Mit Gestaltung, Webseiten und Shops erstellen kenne ich mich aus, aber Siebdruck hatte ich vorher noch nie gemacht. Erfreulicherweise hat alles perfekt funktioniert und die Drucke aus meiner kleinen Werkstatt sind qualitativ sehr hochwertig.

Wer ist die Zielgruppe von Not My Fucking Problem?
Die Zielgruppe sind vor allem jüngere Menschen, die sich aktuell schon mit den dargestellten Themen beschäftigen, aber vor allem die, die das bisher noch nicht getan haben.

Welche Botschaften findet man auf den Shirts?
Bisher gibt es 5 verschiedene Motive. Das 5. ist gerade diese Woche gewählt worden (es konnte sich zwischen zwei Motiven entschieden werden) und befasst sich mit dem Thema Plastik Müll. Die anderen Themen sind Bienen und was sie für unser Leben bedeuten, Fleischkonsum in Deutschland, was ein Baum in seinem Leben für uns leistet und Zeit die wir am Smartphone verbringen.

Wie ist das bisherige Feedback?
Das Feedback bisher ist sehr positiv. Sowohl zu der Idee als auch zu den Shirts und deren Qualität. Ich habe darauf geachtet fair produzierte Shirts aus Biobaumwolle einzukaufen, die sehr gut ankommen.

Not My Fucking Problem, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Bisher läuft es sehr gut und ich kann mir vorstellen, Not My Fucking Problem weiter zu betreiben, neue Motive zu entwickeln und auch meine Werkstatt auszubauen. Schön wäre ein stetiger Nebenerwerb, da mir das ganze sehr viel Spaß bereitet und es mich wahnsinnig freut Andere mit von mir gestalteten Produkten glücklich machen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Immer das Ziel vor Augen haben und selbst gesetzte Deadlines einhalten.
2. Ich sollte an jedem Punkt in der Entwicklung vom Produkt/Konzept überzeugt sein, bin ich das nicht mehr, muss das Produkt/Konzept geändert werden.
3. Schokolade und Kaffee immer auf Vorrat parat haben!

Wir bedanken uns bei Miriam Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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