Montag, Januar 25, 2021

Networking als Mehrwert für Start-ups

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Markus Elsässer
Markus Elsässer ist 48 Jahre jung, Verleger und Herausgeber des StartupValley Magazins. Seine Karriere startete er, in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Er ist ein Auto und Technik begeisterter Querdenker. Verliebt in die Startup-Szene, was Ihn dazu bewogen hat, mit StartupValley Magazine ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

Norwin Graf Leutrum, BW-Bank-Chef und zugleich Corporate Partner, in der Gründermotor Meisterklasse im Interview

Stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Norwin Leutrum und ich bin seit diesem Frühjahr Sprecher des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank). Innerhalb des Vorstands habe ich zusammen mit meiner Vorstandskollegin die Verantwortung für das Unternehmenskundengeschäft in Baden-Württemberg. 

Stellen Sie uns die BW-Bank doch kurz vor!

Norwin Graf Leutrum: Die BW-Bank ist die Kundenbank im LBBW-Konzerns mit Hauptsitz in Stuttgart. Wir sind als Bank für den Mittelstand seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten in Baden-Württemberg verankert. Bereits seit über 200 Jahren betreut unser Haus Privatkunden in Geldangelegenheiten und ist für zahlreiche Unternehmen ein stabiler Partner und langjähriger Begleiter. 

Welche Chance bietet die Gründermotor Meisterklasse für die Start-up-Unternehmen aus Ihrer Sicht?

Im Land der „Tüftler und Erfinder“ erleben wir – fast schon traditionell – eine sehr lebendige Start-up-Szene. In einem wachsamen und kreativen Umfeld werden ruckzuck Innovationen konzipiert, Patente angemeldet, Optimierungen perfektioniert und vieles mehr. An Fachexpertise und Ideenreichtum scheint es mir bei den Junggründern nicht zu mangeln. 

Vielmehr zeigen unsere Gespräche mit jungen Unternehmensgründern, wie schwierig es ist, diese Ideen zu realisieren bzw. zur Marktreife zu entwickeln. Das kann man sicherlich nur bis zu einem gewissen Grad erlernen. Ergänzend ist aus meiner Sicht die Expertise durch Mentoring und das Netzwerk erfahrener Unternehmer ein hilfreicher Ansatz, junge Absolventen bei deren spannenden Geschäftsideen aktiv zu begleiten. Gerade in der frühen Gründungsphase an den Hochschulen gibt die viermonatige Gründermotor-Meisterklasse wichtige Impulse. Ziel ist es, junge Absolventen trotz aller Hürden zu ermutigen, selbst Unternehmer von morgen zu werden. Davon profitiert unsere Wirtschaft, aber auch wir alle als Gesellschaft.  

Welche Anknüpfungspunkte sehen Sie hierbei für die BW-Bank?

Norwin Graf Leutrum: Bei einigen Start-up-Unternehmen gerät der Motor gerade bei Finanzierungsfragen ins Stocken. Hier bringen wir naturgemäß eine breite Expertise mit – insbesondere mit Blick auf eine stabile und nachhaltige Umsetzung des Gründungsvorhabens. Aber wir schaffen auch beim Networking Mehrwert, indem wir Start-up-Gründern die Möglichkeit zum Austausch mit etablierten Unternehmern bieten. Dabei profitieren die Jungunternehmer von unseren vertrauensvollen Kundenbeziehungen, von kritischen Diskussionen bei der Erstellung von Businessplänen und natürlich auch von unserer umfangreichen Expertise in allen wesentlichen Finanzierungsfragen.

Wie bewerten Sie die Start-up-Szene in Baden-Württemberg?

Norwin Graf Leutrum: Krisen, wie wir sie gerade erleben, sind gerade für Start-Ups eine große Chance. Denn jetzt sind die Menschen bereit, Dinge neu und anders zu machen. Und gerade junge Unternehmen haben oft die Kreativität und Wendigkeit, um Innovationen zu entwickeln und mit der notwendigen Schnelligkeit voranzutreiben. Natürlich ist auf der anderen Seite das Finanzierungsumfeld im aktuellen Umfeld nicht einfacher geworden. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich gute Ideen trotzdem durchsetzen. Dabei hilft auch ein intensiver Austausch zwischen etablierten Unternehmen und jungen Gründern, der damit einen wichtigen Standort- und Wettbewerbsfaktor darstellt.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wesentlich ist und bleibt aus meiner Sicht eine konkrete Idee stringent und mit Mut zu verfolgen. Das heißt jedoch nicht, dass man auf dem Weg der Umsetzung dieser Idee nicht auf Ratschläge erfahrender Experten verzichten sollte. 

Zielstrebigkeit, Fleiß, Mut, Geduld und Disziplin sind auch und speziell in diesen Corona-Zeiten aus meinem Blickwinkel wesentliche Erfolgsfaktoren.

Fotograf: Frank Eppler 

Wir bedanken uns bei Norwin Graf Leutrum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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