Baut von Tag eins an Strukturen auf

Norwin Agentur für Organisationsentwicklung, Strategieberatung und systemisches Coaching

Stellen Sie das Startup Norwin doch kurz unseren Lesern vor!
Norwin sorgt dafür, dass Menschen besser arbeiten können. 
Wir sind eine Agentur für Organisationsentwicklung, Strategieberatung und systemisches Coaching. Für uns zählt deutlich mehr als die Effizienz von Teams oder eine kürzere Time-to-Market. Wir etablieren eine Organisationskultur, die zum Unternehmen passt. Das fängt bei der Unternehmensvision an, mit der sich die Mitarbeiter*innen identifizieren bis zur Feedback- und Fehlerkultur, die eine proaktive Lösungsfindung fördert. Oft geht es aber auch um Grundvoraussetzungen wie transparente Prozesse, klare Funktionen und Aufgaben oder smarte Zielstellungen.

Wir unterstützen unsere Kunden dabei, individuelle Lösungen für sich zu finden.

Wie ist die Idee zu Norwin entstanden?
Oft steht bei Gründern am Anfang ein Problem, das sie lösen wollen. Bei uns war das sehr ähnlich. Wir waren in einem Unternehmen beschäftigt, das mit großen Herausforderungen konfrontiert war. Einschneidende Veränderungen im Team, in der Produktentwicklung, in der Außendarstellung und im wirtschaftlichen Handeln wurden unabwendbar. Und gleichzeitig durfte das Tagesgeschäft nicht auf der Strecke bleiben.

Wir haben schnell gemerkt, dass das klassische Projektmanagement und strategische Planung nach Schema F hier an ihre Grenzen stoßen. Also haben wir uns für unkonventionellere Methoden entschieden. Irgendwann war klar: Was wir hier geschafft haben, wollen wir weiterentwickeln. Und in Zukunft auch anderen Unternehmer*innen vermitteln. Einen Weg zur besseren Art zu arbeiten – und damit auch zu einem nachhaltigen Erfolg.

Welche Vision steckt hinter Norwin?
Jeder Mensch ist ein Gewohnheitstier. Trotzdem gehören rasante Veränderungen zu unserer (beruflichen) Welt. Wir wollen nicht nur mit ihnen umgehen, sondern finden Wege, den Wandel aktiv zu gestalten. Wer eigenverantwortlich arbeitet und sich mit dem identifiziert, was er tut, ist zufriedener und damit nicht zuletzt auch produktiver. Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Unternehmen für sich die passende Arbeitsweise finden. Und das ist für uns eng mit der Unternehmenskultur verbunden. Warum arbeiten wir zusammen? Wie wollen wir gemeinsam arbeiten? Und auf welche Weise finde ich als einzelne*r Mitarbeiter*in flexibel meinen Platz in dieser Organisation?

Am Ende steht keine rosarote Arbeitswelt, aber hoffentlich viele gesunde und profitable Organisationskulturen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bis heute besteht unsere größte Herausforderung darin, dass wir keine einfachen Lösungswege präsentieren. Wie verkaufe ich Komplexität? Wir geben keine Blaupausen-Antworten auf alle Herausforderungen jedes Unternehmens – wir erarbeiten sie gemeinsam mit unseren Kunden und nutzen dafür Methoden, die zugänglich und schnell zu erlernen sind. Wir sind sozusagen Geburtshelfer für produktive Organisationskulturen. Jemanden mit seinen Problemen zu konfrontieren, ist unbequem und steht dennoch immer auf der Tagesordnung.

Das bedeutet auch, dass Kundenakquise für uns sehr kostspielig ist. Glücklicherweise ist jede*r von uns ist wahnsinnig umtriebig – deshalb war von Anfang an klar, dass wir es schaffen würden, neben unserer Gründung weiterhin in „gelernten“ Tätigkeitsfeldern freiberuflich aktiv zu sein. Ob als Dozent*in, im Marketing oder als Fotograf. Mit Beginn des nächsten Jahres wollen wir uns dann nur noch auf die Agentur konzentrieren.

Wer ist die Zielgruppe von Norwin?
Zielgruppe von Norwin sind alle Unternehmer*innen, Teams und Entscheider*innen, die feststellen, dass sie ihre Ziele nicht erreichen. Sei es in der Entwicklung neuer Produkte, beim Anwerben neuer Mitarbeiter oder in der Verbesserung der Kundenzufriedenheit.

Wir unterstützen nicht nur bei der Ursachen-, sondern insbesondere bei der Lösungsfindung.

Welchen Service bieten Sie an?
Wir verbessern Prozesse, Kommunikation und Produktentwicklung in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Das bedeutet konkret, dass wir gemeinsam mit dem Kunden ein Projektziel erarbeiten und in einem kleinen interdisziplinären Team umsetzen. In dieser Arbeitsphase erproben wir neue Strukturen, Rollen und Methoden mit den Mitarbeiter*innen. Diese Veränderungen in der Arbeitsweise werden im laufenden Betrieb getestet – und, sofern für gut befunden, auf mehrere Teams bis hin zum gesamten Unternehmen übertragen. Alle Schritte sind dabei jederzeit für jede*n transparent und verständlich visualisiert.

Mit unserem Ansatz steigern wir die Lernfähigkeit der Organisation und neue Geschäftsstrategien auf den Weg.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir setzen um, statt zu quatschen. Was wir auf der Basis von systemischer Organisationsentwicklung und agilen Arbeitsweisen erarbeiten, wird in konkreten Projekten mit dem Kunden angewendet. Jedes Teammitglied aus dem Mitarbeiterstamm bringt sich und seine Expertise aktiv ein. Feedback und Rückkopplungen aus der Organisation sind entscheidend für unsere Arbeit.
Diese Transparenz und Flexibilität gilt auch für Preisgestaltung und Projektdauer. Unsere Zusammenarbeit verläuft in Projektsprints von jeweils 10 Arbeitstagen. Nach jedem Sprint evaluieren wir nicht nur, was wir im Projekt mit dem Kunden erreicht haben, sondern der Kunde beurteilt auch unsere Arbeitsweise – und entscheidet, ob er damit zufrieden ist, was verbessert werden soll und ob wir gemeinsam weitergehen.

Norwin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sind der Überzeugung, dass wir nur als Netzwerk große Veränderungen anstoßen können. Deshalb sind wir ständig auf der Suche nach Menschen, deren Mindset unserem ähnelt und mit denen wir uns gemeinsam auf den Weg machen können. In fünf Jahren werden wir nicht nur eine vielfältigere und größere Unterstützergruppe gefunden, sondern auch unsere Geschäftsfelder weiterentwickelt haben.

Neben der Beratung im Bereich Produktentwicklung und Unternehmenskultur beschäftigen wir uns auch mit dem agilen Lernen – einem Feld, in dem wir extrem großes Potenzial sehen.

Es wird immer wichtiger werden, dass Menschen früh selbstständig ihre Ressourcen und Kompetenzen erkennen und lösungsorientiert arbeiten. In der Anwendung lernen, statt auswendig lernen. Wissen verknüpfen, statt Wissen abfragen. Um zu wissen, was ich kann und wie ich am besten lerne, benötigt es Methoden, die so derzeit in Schule und Ausbildung nicht verstanden und vermittelt werden. Hier wollen wir ansetzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Zunächst einmal solltet ihr niemals aufhören, das eigene Produkt oder die Dienstleistung zu hinterfragen. Dabei geht es nicht um Pessimismus oder übertriebene Skepsis, sondern den Willen, sich im besten Sinne weiterzuentwickeln.

Ein zweiter Tipp ist, sich möglichst schnell gleichgesinnte Gründer*innen und auch etablierte Unternehmer*innen zu suchen, mit denen ihr euch über Freud und Leid der Selbstständigkeit austauschen könnt. Es müssen nicht zwingend Menschen aus der eigenen Branche sein, ganz im Gegenteil. Eine ähnliche Grundeinstellung zu Leben und Arbeit ist aber von Vorteil.

Und zuletzt: Baut von Tag eins an Strukturen auf. Glaubt nicht, dass ihr euch erst Gedanken über (Entscheidungs-)Prozesse und Zuständigkeiten machen müsst, wenn eure Mitarbeiterschaft auf zehn Personen oder mehr angewachsen ist. Wenn ihr euch früh überlegt, wie ihr arbeiten und kommunizieren wollt und diese Strukturen stetig weiterentwickelt, erspart ihr euch viel Ärger!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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