Sprich sooft und soviel du kannst über deine Idee und dein Business

nordery: Individuelle Produkte im nordisch-skandinavischen Designstil

Stellen Sie sich und das Startup nordery doch kurz unseren Lesern vor!

Auf nordery findet man Inspiration für eine langlebige und umweltfreundliche Wohnungseinrichtung und die passenden Produkte im nordisch-skandinavischen Designstil. Oft werden diese günstig in Asien produziert und gelangen über lange Transportwege nach Deutschland. Mein Anliegen ist es, nachhaltige Marken und Designer zu unterstützen, die lokal produzieren und über die Herkunft und Produktion der Produkte aufklären. Alle Produkte müssen mindestens drei von insgesamt acht vorgegebenen Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich bringe schon seit langem große Begeisterung für nordisch-skandinavisches Interior mit und liebe es, meine Wohnung zu dekorieren. Dabei habe ich festgestellt, dass es relativ schwierig ist, abseits des Mainstreams individuelle Produkte im nordischen Designstil zu finden, die zudem nachhaltig und umweltfreundlich sind. Bei einer Reise durch einige nordische Länder im Jahr 2018 habe ich viele Marken und Produkte entdeckt, die einen nachhaltigen Ansatz verfolgen und die es bei uns nicht oder nur bedingt zu kaufen gibt. Schnell stand fest, dass ich diese tollen Labels und Produkte auch nach Deutschland bringen möchte.

Da ich schon länger mit dem Gedanken gespielt hatte, mich beruflich neu zu orientieren, habe ich Anfang 2019 den Entschluss gefasst, alles auf eine Karte zu setzen, meinen Job gekündigt und mich an die Planung des Online-Shops gemacht.

Was war bei der Gründung von nordery die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung für mich war es, mich in die Sichtweise einer Unternehmerin hinein zu versetzen und zu verstehen, was zu einer Unternehmensgründung dazu gehört. Bislang habe ich immer im Angestelltenverhältnis gearbeitet und hatte keinerlei Vorstellung, was alles auf mich zukommen wird.

Als Solopreneurin ist man ja alles in Einem und muss sich mit sämtlichen Unternehmensbereichen auseinandersetzen – von Businessplanung über Steuer, Marketing und IT. Letztendlich steht man jeden Tag aufs Neue vor Herausforderungen, die es gilt zu meistern.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt! Man sollte sogar starten, auch wenn noch nicht alles so ist, wie man sich das im Idealfall ausgemalt hat. Ansonsten neigt man dazu, sich in Perfektionismus und Detailverliebtheit zu verlieren, sodass man das Gefühl hat, überhaupt nicht voranzukommen. Ich rate auch unbedingt, sich eine realistische Deadline und einen Go-Live Termin zu setzen und sich diesen täglich vor Augen zu führen. So hat man ein Ziel, auf das man hinarbeitet.

Welche Vision steckt hinter nordery?

Ein nachhaltiges Business aufzubauen war die grundlegende Intention meiner Gründung und umfasst alle Prozesse – vom umweltfreundlichen Geschäftspapier bis zum klimafreundlichen Versand. Die Vision von nordery ist, dass Nachhaltigkeit im eigenen Zuhause zur Selbstverständlichkeit wird. 

Durch Aufklärung, Transparenz und Hilfestellungen möchten wir einen wertvollen Beitrag für eine nachhaltigere Lebensweise leisten, ohne dass dies großer Anstrengung und Veränderung bedarf.

Gemäß dem Prinzip „Think twice – buy consciously“ soll Bewusstsein für überlegtes Konsumverhalten geschaffen und damit unnötige Impulskäufe vermieden werden.

Wer ist die Zielgruppe von nordery?

Die Zielgruppe von nordery sucht das Besondere und legt Wert auf Individualität und Nachhaltigkeit. Im Kern ist die Zielgruppe vorwiegend weiblich, 25-49 Jahre alt und interessiert an hochwertigen und langlebigen Produkten im nordisch-skandinavischen Designstil. Aber natürlich möchten wir auch die Männer und Frauen ansprechen, die sich bislang noch nicht intensiv damit auseinandergesetzt haben, sich aber grundlegend dafür interessieren.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Nordery ist die bislang einzige Online-Plattform, die ein ganzheitliches Konzept für nachhaltiges Wohnen & Leben verfolgt und nachhaltige Wohnaccessoires im nordischen Designstil anbietet.

Mit dem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz möchte nordery in allen relevanten Aspekten einen wertvollen Beitrag für ein umweltbewusstes Handeln leisten: „Sustainability from the core“ sozusagen.

Nordery, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, nordery zur führenden Online-Plattform für individuelle, nordisch-skandinavische Produkte und Marken mit Nachhaltigkeitsanspruch auf dem deutschen Markt und darüber hinaus zu etablieren. Dabei möchte nordery mehr als nur ein Online-Shop sein: Persönliche Beratung bei der individuellen Wohnungseinrichtung, eine eigene Produktkollektion sowie Kooperationen mit weiteren Partnern sollen das Portfolio ergänzen.

Im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir uns stetig verbessern und unseren Anspruch optimieren. Zukünftig sollen z.B. umweltfreundliche Versandalternativen, wie die Zustellung mittels E-Bikes oder Click & Collect optional angeboten werden können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Kalkuliere mit ausreichend Zeit, um dein Gründungsvorhaben zu planen. Eine intensive Vorbereitung und strategische Planung machen sich später bezahlt. Am Besten holst du dir von einem Gründungsberater Unterstützung.

Sprich sooft und soviel du kannst über deine Idee und dein Business. Hole dir im Vorfeld von Freunden, Bekannten und deiner potenziellen Zielgruppe Feedback ein, um deren Bedürfnisse zu verstehen.

Gönne dir auch mal Pausen und Freizeit zwischendurch, sonst bist du vor dem eigentlichen Start schon ausgepowert und dir fehlen die Energie und Motivation um durchzuhalten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jasmin Kirst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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