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Nordantech Falcon: Alles für ein erfolgreiches Change Projekt an einem Ort

Stellen Sie sich und das Startup Nordantech doch kurz unseren Lesern vor!
Klar, machen wir gerne. Bei Nordantech entwickeln und vertreiben wir Falcon. Dabei handelt es sich um ein web-basiertes, multi-user Projektmanagementtool für Change Projekte im Business Transformation Bereich. Klingt jetzt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Unsere Kunden haben alle anspruchsvolle Projekte, die sie vorantreiben. Zum Beispiel Unternehmenskäufe und anschließende Integrationen, aber auch Restrukturierungen oder Turnarounds. Bei diesen Projekten arbeiten oft viele Mitarbeiter und Berater gemeinsam an zig Stellen im Unternehmen. Dabei hilft Falcon. Es bietet die tägliche Grundlage, um Projekte zu strukturieren, zu verfolgen und voranzutreiben. Alle Projektteilnehmer – Unternehmer, Mitarbeiter, Gesellschafter, Financiers und Berater gleichermaßen – können gemeinsam in real time zusammenarbeiten.

Der Clou dabei, Falcon lernt ein bisschen mit. Dazu können wir noch nicht zu viel verraten. Nur so viel: Schon bei der Analyse und der Ideenfindung kann Falcon helfen. Das ist insbesondere für Anwender angenehm, die mehr als ein Projekt gleichzeitig betreuen.

Wie ist die Idee zu Nordantech entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Einige von uns haben jahrelang die beschrieben Change Projekte in verschiedenen Unternehmen begleitet und immer wieder dieselben Probleme mitbekommen: alles wird irgendwie mit Excel, Emails und Slides über Slides gemacht. Die Arbeit an den Projekten ist nie simultan und in Echtzeit – meist weiß man gar nicht so richtig, was wirklich der aktuelle Stand ist und muss es mühselig mit Anrufen und durch permanente Meetings rausfinden. Richtig problematisch wird es, wenn dann plötzlich finanzierende Banken den Status Quo wissen wollen. Unter Zeitdruck passieren dann gerne mal Fehler, die fatale Auswirkungen haben können. Das wollten wir ändern. Zusammengefunden haben wir uns dann im Rahmen der Ideenkonzeption über gemeinsame Freunde. Wir vereinen dabei technisches und inhaltliches Knowhow. Das hat gepasst und dann ging es auch sofort los.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Das lässt sich nicht so pauschal beantworten. Am Anfang war die Konzeption das Schwierige. Was wollen wir genau machen? Wie soll es funktionieren? Gibt es überhaupt ein Business Modell dazu – und wenn ja, trägt es uns und andere und bietet vor allem Wachstum? Das sind erstmal die großen Fragen, die es zu beantworten gilt. Aber wenn man meint, diese Fragen beantwortet zu haben – und im besten Fall auch noch eine Finanzierung gefunden hat – dann kommen direkt die nächsten Herausforderungen und es tauchen neue Fragen auf.

Wir glauben: Die größte Herausforderung ist es, sich frei von Scheuklappen zu halten und fortwährend das eigene Modell zur Disposition zu stellen. Diese Fragen sollten immer mal wieder aus dem Hinterstübchen nach vorne wandern. Vielleicht hat uns dieser Ansatz geholfen. Denn heute haben wir das große Glück, dass nicht nur unser erster Kunde auf Gesellschafterseite eingestiegen ist, sondern dass wir auch im Rahmen des InnoRampUp Programms unterstützt werden.

Wer ist die Zielgruppe von Nordantech?
Wir bieten ein B2B-Tool an. Unsere Kunden gliedern sich dabei in zwei Gruppen: Zunächst sind das die Endanwender. Das sind oft mittelständische Unternehmen aber mittlerweile auch der ein oder andere Konzern (wobei wir planen, auch Startups zu Freemium-Verhältnissen Falcon testen zu lassen). Auf der anderen Seite sind es Kunden, die wir Multiplier nennen. Das sind Beratungsunternehmen, Private Equity-Gesellschaften und Holdings. Diese Kunden profitieren davon, dass Falcon alle ihre Mandate und Projekte zentral an einem Ort zusammenführt. Das steigert die Effizienz und macht Projekte über die Zeit vergleichbar.

Wie funktioniert Nordantech?
Wir sind geneigt zu antworten: „recht gut“. Aber das ist vielleicht nicht Sinn und Zweck der Frage. Wir bieten Falcon als SAAS-Lizenz an. Wichtig dabei: Es gibt keine „Versionierung“. Wenn man Falcon nutzt, ist man per se mit der aktuellsten Version ausgestattet. Wir releasen in regelmäßigen Abständen Verbesserungen und neue Features und alle unsere Kunden partizipieren daran gleichermaßen. Wir finden, die Zeiten der veralteten Version, großer Initialinvestments und unendlicher Laufzeiten sind vorbei. Dafür entwickelt sich die dahinterstehende Technik viel zu schnell. Falcon ist flexibel und einfach – und unser Lizenzmodell eben auch.

Welche Vorteile bietet Nordantech?
Wir selber haben Change Projekte jahrelang begleitet. Wir wissen, welche Probleme es zu beheben gilt. Das ist ein enormer Vorteil, denn so können wir unser Produkt genau für Change Projekte spezifizieren. Das merkt man Falcon an und das ist auch das Feedback unserer Kunden. Vielleicht ein kleines Beispiel: Change-Bedarf steht manchmal recht unverhofft ins Haus. Wer dann lange mit der IT-Abteilung darüber sprechen muss, welchen Server man für die Inhouse-Lösung braucht, verliert wertvolle Zeit. Wenn dann im nächsten Schritt auch noch ein kompletter Plan final stehen muss, bevor man sich an die Umsetzung mit dem gewählten Tool machen kann, ist es oft schon zu spät. Falcon ist anders. Falcon ist sofort verfügbar und kann von Tag 1 – noch bevor man weiß, was alles getan werden soll – im Unternehmen ausgerollt werden. Change Projekte werden ja nicht auf dem Papier gewonnen, sondern durch eine erfolgreiche Umsetzung.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegt Ihr USP?
Falcon funktioniert von Tag 1 an. Schon in der Phase, in der Ideen generiert werden, hilft unser Tool. Wenn alle einverstanden sind, gibt es den Startschuss und die Umsetzung fängt an. Falcon kann dabei über Jahre hinweg ein Projekt begleiten – und wenn ein weiteres dazu kommt, kann es einfach ergänzt werden. Das Schöne daran: Falcon vereint die monetäre mit der zeitlichen Achse der Change Projekte. In Sinne von „wer macht wann was“ und „was kommt dabei rum“ bietet Falcon dabei die Grundlage für den Projekterfolg. Und dann gibt es eben noch diesen kleinen Intelligenzfaktor, den Falcon mit sich bringt. Wie gesagt: Wir sind ein wenig zur Verschwiegenheit gezwungen. Leider.

Wie ist das Feedback?
Wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden zusammen. Besonders eng übrigens mit Kunden in unserem Partnerprogramm. Das Programm lässt es zu, dass wir genaue Einblicke in die Projekte erhalten und so besser verstehen, welche Evolutionsschritte Falcon machen muss. Unser Partner haben dafür einen gewissen Einfluss auf die Entwicklungsausrichtung. Nicht ganz ohne Stolz können wir summa summarum sagen, dass das Feedback ziemlich gut ist. Aber für uns ist das noch lange nicht gut genug und wir wissen, dass der Appetit beim Essen kommt und die Erwartungen weiter wachsen. Wir arbeiten jeden Tag – und manchmal jede Nacht – daran, Falcon noch besser zu machen.

Nordantech, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wenn wir das wüssten. Das ist ja das spannende! Aber wir können sagen, was wir wollen: Unsere Mission ist es, Change Projekte erfolgreicher zu machen. Es ist leider immer noch so, dass im Zuge von Change, oftmals vor allem die Belegschaft leidet – und nicht selten auch kleiner wird. In vielen Fällen verringert sich damit die Chance auf Projekt- und damit Unternehmenserfolg mehr als dass sie größer wird. Unseres Erachtens liegt das auch daran, dass Downsizing und Effizienzsteigerung meist recht einfach zu planen und durchzuführen sind. Es ist ein „einfacher Change“. Sich ständig wechselnde Umstände und daraus resultierender Change hingegen nicht. Unser ganz klares Ziel ist, eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Falcon soll Unternehmen helfen Change-Bedarf zu identifizieren, zu beplanen und durchzuführen – und das möglichst ohne viel administrativen Aufwand. Wir meinen, da auf einen ganz guten Weg zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das wichtigste haben wir vielleicht schon gesagt: Gründer sollten sich immer wieder die Frage stellen, unter welchen Annahmen gerade am offenen Herzen operiert wird. Um sich diese Annahmen vors Auge zu führen, hilft ein enger Kontakt zum potentiellen Kunden. Darin liegt aber auch die Gefahr: denn der Kunde hätte sein Problem wahrscheinlich bereits selber gelöst, wenn es so einfach wäre. Wir haben daher keine drei Tipps – aber den Rat, sich schlank aufzustellen, wachsam zu bleiben und auf Veränderungen ex ante (oder manchmal eben auch ex post) konsequent zu reagieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jonas Steeger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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