Frühzeitige Definition von Strukturen und Prozessen!

NopixGlobal: Das Mückenschutz Armband nopixgo

Stellen Sie sich und das Startup nopixgo doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind NopixGlobal AG – ein junges Start-Up Unternehmen aus Zürich. Im Jahr 2018 bringen wir ein Mückenschutz-Armband mit einer radikal neuen Technologie auf den Markt.
Wir streben nicht weniger an, als den Mückenschutz zu revolutionieren. Mit nopixgo® bieten wir eine Hi-Tech-Lösung gegen Mückenstiche ohne Chemie, Gerüche und Geräusche – wirksam, aber unschädlich für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Wie ist die Idee zu nopixgo entstanden?
Die innovative Technologie wurde von Kurt Stoll, einem Schweizer Elektronik – und Hochfrequenz-wissenschaftler, entdeckt und entwickelt. Kurt Stolls Antrieb war es, das Leiden von Kindern in Afrika zu lindern, die an Malaria erkranken. Er strebte danach, eine Lösung zu entwickeln, die nicht nur effektiv genug ist, um zu verhindern, dass Menschen überhaupt erst von Moskitos gestochen werden, sondern auch für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ungefährlich ist.

Er begann die Stechmücke intensiv aus der Sicht eines Physikers und nicht eines Biologen zu erforschen. So gelang es ihm einen radikal neuen Ansatz zu finden.

In verschiedenen Tests mit Moskito-Experten der Universität Tübingen fand er heraus, dass Mücken nicht nur empfindlich auf chemische Reize reagieren, sondern auch auch durch elektromagnetische Wellen und Signale mobilisiert werden. Im Laufe der Jahre haben wir auf dieser Basis mit verschiedenen Signalen experimentiert und die unterschiedlichsten Prototypen entwickelt. Unzählige Tests wurden auf der ganzen Welt durchgeführt. Aufgrund des allgemeinen technischen Fortschritts in den letzten Jahren sowie fortgeschrittener Hochfrequenz- und Prozessortechnologie, konnte das nopixgo®-Armband zur Marktreife entwickelt werden.

Welche Vision steckt hinter Nopixgo?
Durch Mückenstiche werden weltweit gefährliche Krankheiten wie Malaria, Dengue, Zika und andere sogenannte Vektorkrankheiten übertragen. Alleine an Malaria stirbt alle 45 Sekunden ein Kind. Medikamentöse Behandlung der Symptome oder chemische DEET Mückenschutzprodukte, deren Einfluss auf unser Gesundheit nicht abschätzbar sind, können keine zufriedenstellende Lösung darstellen.

Wir wollen das Risiko von Mückenstichen senken und damit dazu beitragen der Übertragung dieser Krankheiten entgegenzuwirken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Neben den vielfältigen Schwierigkeiten und Details die zu beachten sind, ein so hochtechnisiertes Produkt in Serie zu produzieren, stellt es für uns eine sehr grosse Herausforderung dar, dass bereits eine Vielzahl von Mückenbändern mit zweifelhaftem Ruf auf dem Markt existiert. Während Duftbändern nur ein geringer Effekt nachgesagt wird, funktionieren Verfahren wie Ultraschall oder Geräusche (weibliche Mücken haben keine Ohren) nachweislich nicht. Da unsere Technologie auf einer ganz neuen und unkonventionellen Verfahrensweise basiert, bedarf es eines sehr hohen Kommunikationsaufwands sich von den bestehenden Produkten abzugrenzen und Vertrauen für das Verfahren aufzubauen. Diesen Umstand haben wir am Anfang unterschätzt. Kunden stehen der Technologie oftmals skeptisch gegenüber oder haben Angst vor Elektrosmog. Dies ist aber völlig unbegründet, da die Intensität der ausgesendeten Strahlung um ein 100-faches unter derer von aktuellen Smartphones liegt.

Ein weiterer Punkt ist, dass unser Verfahren Mücken nicht generell vetreibt, sondern ihr genetisch angelegtes Verhalten stimuliert ihr Stechbedürfnis zur eigenen Sicherheit zu vernachlässigen. Während die Standardtests der WHO für Mückenschutzprodukte jede Landung als Stich zählen ist dieses Verfahren für unsere Technologie nicht anwendbar. Für uns zählen nur Stiche. Um diesem Umstand gerecht zu werden mussten wir in Zusammenarbeit mit dem Tropeninstitut in Basel erst ein neues Testverfahren konzipieren. Bis dato wurde das Projekt komplett eigenfinanziert.

Zur Zeit haben wir eine Kickstarter Crowdfunding Kampagne lanciert um weiteres Kapital für zusätzliche Forschung & Entwicklung zu sammeln.

Wer ist die Zielgruppe von nopixgo?
Wir richten uns an alle von Mückenstichen Geplagten, die nach einer bequemen, effektiven und nachhaltigen Lösung ohne Chemie suchen.

Wie funktioniert  nopixgo?
Das Hi-Tech-Modul im nopixgo®-Armband nutzt ein natürliches Verhalten von Stechmücken bei aufziehenden Unwettern. Für Mücken sind der starke Wind und Regen, welche mit einem Gewitter einhergehen, lebensgefährlich. Anzeichen eines aufziehenden Gewitters sind durch atmosphärische Entladungen sowie elektromagnetische Wellen und Felder für Mücken schon weit entfernt spürbar. Diese Umweltreize werden durch die Sensillen (haarähnliche Sinnesorgane) ans Mückenhirn (Gangleon) weitergeleitet.
Der in der DNA verwurzelte Instinkt löst eine natürliche Schutzreaktion aus. Anders als auf chemische Reize kann sich die Stechmücke nicht an diese Reize, die tief in der DNA verwurzelte Instinke auslösen, gewöhnen.

Nopixgo® imitiert diese natürlichen Signale und senkt so das Risiko von Mückenstichen ohne den Einsatz von Chemie.

Welche Vorteile bietet nopixgo? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Nopixgo® zeichnet sich durch eine effektive Reduktion des Risikos von Mückenstichen, den Verzicht auf giftige Chemikalien sowie einer deutlich einfacheren Handhabung im Gegensatz zu den bestehenden Mückenschutzprodukten aus. Dazu emittiert das Armband keinerlei Geräusche oder Gerüche und funktioniert unabhängig vom jeweiligen Wetter.

Nopixgo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Weltweit existieren über 3000 Arten von Moskitos. Wir arbeiten hart daran den Wirkungsgrad von nopixgo® stetig zu erhöhen und das Signal nach den verschiedenen Mückenarten auszurichten. Wir entwickeln nopixgo® zur Zeit dahingehend weiter ein nach den jeweiligen lokalen Spezien ausgerichtetes Schutzsignal anbieten zu können und das Armband nach dem jeweiligen Aufenthaltsort des Träger konfigurierbar zu machen. Dafür entwickeln wir eine entsprechende Smartphone app. In 5 Jahren wäre es ein Erfolg, wenn wir vermelden könnten, dass wir die Technologie auch in die Entwicklungsländer bringen konnten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Passion, unermüdliche Arbeit, frühzeitige Definition von Strukturen und Prozessen.
Aus meiner Sicht geht es nicht anders als für deine Idee zu brennen. Es ist diese Passion, welche die extra Prozente gibt, die schwierigen Zeiten, die definitiv kommen werden, durchzustehen. Ganz operational hat es uns sehr geholfen frühzeitig verbindliche Strukturen zu definieren und unsere Prozesse aufzuschreiben. In einem Start-Up kommt man schnell auf die Idee alles anders und unkonventionell zu machen. Am Ende des Tages kommt es aber darauf an, dass die Sachen erledigt werden und nichts unter den Tisch fällt. Als die erste Welle von Bestellungen über uns hereingebrochen ist, waren wir froh uns frühzeitig damit auseinandergesetzt zu haben.

Last but not least: Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Richard Karlsson für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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