Sonntag, Januar 17, 2021

Über den Tellerrand blicken

Meist Gelesene Beiträge

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Noah Mobility Global Mobility Management (GMM) begleitet, organisiert Mitarbeiterentsendungen durch Firmen und unterstützt Privatpersonen bei ihrem Umzug

Stellen Sie sich und das Startup Noah Mobility doch kurz unseren Lesern vor! 

Wir sind im Bereich Global Mobility Management tätig, d. h. wir begleiten und organisieren Mitarbeiterentsendungen durch Firmen und unterstützen Privatpersonen bei ihrem Umzug. Zu unserem Service gehören die Wohnungs-, bzw. Haussuche, die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, die Beantragung eines Aufenthaltstitels sowie einer Arbeitsgenehmigung, Bankverbindung, Steuernummer und Sozialversicherungsnummer. Auch um eine mögliche Schul- bzw. Kitasuche oder Führerscheinumschreibung müssen sich unsere Kunden nicht kümmern, denn das erledigen wir.   

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Ich bin seit 20 Jahren im Relocation-Bereich tätig und das Thema Global Mobility Management fasziniert mich nach wie vor. Aber die Erfahrung zeigt, dass die Relocation-Prozesse bei vielen Global Mobility Anbietern aber auch firmenintern in den meisten Fällen nicht mehr zeitgemäß sind. Dabei sollte nicht der Relocation-Prozess IT-optimiert werden, sondern vielmehr die Prozesse im Back Office. Ich habe Spaß an Herausforderungen, daher habe ich mit einem Team aus IT-Developern und Relocation-Experten ein komplett neues Konzept erarbeitet, wodurch Entsandte, wie auch Firmen, Zeit und Geld sparen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass sich der Global Mobility Markt weltweit auf 29 Mrd. Dollar beläuft und trotz des großen Marktes häufig übersehen oder gar nicht zur Kenntnis genommen wird. 

Welche Vision steckt hinter Noah Mobility und ARK ONE? 

Wir wollen den Global Mobility Markt revolutionieren und durch neue Technologien begeistern. 

Relocation sollte für jeden erschwinglich und nicht nur der Management-Ebene und den Großkonzernen vorbehalten sein. Unser Ziel ist ein persönlicher und individueller Service, der durch optimierte Back Office Prozesse genau auf die Bedürfnisse der Entsandten und der Firmenkunden zugeschnitten ist. Hier haben wir uns von UBER inspirieren lassen. Uns zeichnet aus, dass wir digital, erschwinglich, schnell, direkt, individuell und modern arbeiten und jederzeit über unsere App und das Web-Front-End für unsere Kunden verfügbar sind. Trotz der Digitalisierung stehen wir für unsere Kunden mit persönlicher Beratung und Begleitung während des gesamten Relocation Prozesses zur Seite.  

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die große Herausforderung war in erster Linie ein gutes Team zusammenzustellen und gute Entwickler zu finden. Dabei war es mir sehr wichtig, dass meine MitarbeiterInnen das entsprechende Know-How mitbringen, für die Idee brennen, Durchhaltevermögen mitbringen und durch ihre Begeisterung auch andere inspirieren. Denn der Weg eines jungen Unternehmens verläuft leider nicht immer linear und ist oft steinig. 
Eine weitere Herausforderung bestand darin, das Budget im Blick zu haben, denn seit der Gründung vor 2 ½ Jahren haben wir uns selbst finanziert. Aktuell stehen wir vor der nächsten Herausforderung. Denn um das weitere Wachstum finanzieren zu können, benötigen wir Investoren. 

Wer ist die Zielgruppe von Noah Mobility?

Unser Angebot richtet sich an alle Menschen, die aus beruflichen oder privaten Gründen national oder international ihre Wohnort wechseln wollen oder müssen. Dabei richtet sich unser Angebot sowohl an B2B als auch an B2C. Wir betreuen vom Startup über den Mittelstand bis hin zu Großkonzernen und sorgen für einen reibungslosen Umzug. 

Wie funktioniert Noah Mobility? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Durch UBER inspiriert, haben wir den Buchungs-, Abrechnungs- und Ratingsprozess IT-optimiert. Dabei haben wir dafür gesorgt, dass die Relocation Services persönlich bleiben. Das bedeutet, der Kunde wird an die Hand genommen und durch die entsprechenden und notwendigen Prozesse begleitet. Um Relocation für jedermann erschwinglich zu machen, bieten wir alle unsere Services in den Kategorien BASIC, STANDARD und PREMIUM an, die mit wenigen Klicks individuell und unkompliziert gebucht werden können. Zeitaufwendige Anfragen und Kostenvoranschläge entfallen, denn alle Pakete sind öffentlich zugänglich und im Baukastensystem konfigurierbar.  

Im B2B Bereich schalten wir für die HR eine zweite Plattform dazwischen, welche mit allen gängigen HR Tools verknüpft werden können. Über diese Plattform können z.B. Regeln in der Zusammenarbeit mit der HR erstellt und Budgets für die Expats vergeben werden. Darüber hinaus kann die HR den Status im Entsendungsprozess überwachen.  

Kurzum – Noah Mobility bringt mit der App und Plattform ARK ONE alle Stakeholder im Entsendungsprozess zusammen und bei der individuellen Buchbarkeit die Transparenz. ARK ONE besteht heute aus der User-App, dem Company Panel, der App für unsere Consultants, sowie drei weiteren Plattformen für unser Back Office.  

Noah Mobility, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Im Moment bauen wir unsere Präsenz in Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal und New York aus. In den kommenden fünf Jahren wollen wir neben Europa den US-Markt und Asien erschließen.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

In aller erster Linie niemals die Begeisterung für die eigene Idee zu verlieren, immer wach, forsch und selbstbewusst bleiben und nie das Lachen verlieren. Außerdem sollte man keine Angst vor dem Scheitern haben, denn Fehler sind kein Rückschritt, sondern bergen Möglichkeiten zum Lernen. 

Was ich definitiv seit meiner Zeit als Gründerin gelernt habe, ist, dass Geld keine wirklich treibende Motivation ist. Stattdessen ist die Wahl des richtigen Teams und der Team-Spirit aber auch der gemeinsame Spaß an der Sache maßgeblich für den Erfolg verantwortlich. Ansonsten hilft es ungemein, hin und wieder Feedback außerhalb des Teams einzuholen oder selbst mal über den Tellerrand zu blicken, um sich mit wertvollen Tipps und Anregungen einzudecken. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Katrin Ruland für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

- Advertisement -

Das könnte dir auch Gefallen

StartupValley Magazin

- Advertisement -

Neueste Beiträge

Erhalte regelmäßig die neuesten internationalen Start-up-News

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.