Donnerstag, Oktober 21, 2021

Aufgaben angehen und nicht zerdenken!

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Nidhogg Streetwear Label aus Tübingen vereint nordische Mythologie mit minimalistischen Designs

Stellen Sie sich und das Startup Nidhogg doch kurz unseren Lesern vor!

Nidhogg ist ein Streetwear Label aus Tübingen. Wir vereinen nordische Mythologie mit minimalistischen Designs. Ich, Felix Fischer, bin der Gründer von Nidhogg. Seit Mitte 2021 ist auch Tyll Martens dabei. Wir kennen uns seit mehreren Jahren vom Live Action Role Play. Ich habe Koreanistik studiert. Tyll studiert Psychologie.

Der Kern unserer Firmenphilosophie ist: Wir stellen uns gegen Fast Fashion, also gegen die schnelllebige Mode. Eine Konsequenz daraus ist: Wir lassen fair und möglichst nachhaltig in Europa produzieren. Unsere T-Shirt sind außerdem sehr robust und machen den Träger:innen entsprechend lange Freude. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es gibt die verschiedensten Gründe ein Unternehmen zu gründen. Wir beide wollen aus einer Idee Wirklichkeit werden lassen. Bei uns steht deswegen vor allem die Herausforderung und das Erschaffen im Vordergrund. Als Gründer haben wir täglich viele anstrengende Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Alles, was wir bisher erreicht haben, ist allein durch unsere harte Arbeit entstanden und das treibt uns weiter an.

Welche Vision steckt hinter Nidhogg?

Zum einen wollen wir künftig eine fantastische Welt für unsere Kund:innen schaffen. Nidhogg-Fans sollen unsere Mode nicht nur tragen, sondern auch erleben. In der Popkultur wie zum Beispiel im aktuell sehr beliebten Videospiel „Assassins Creed Valhalla“ oder auch durch die Serie „Vikings“ genießt die Wikingerkultur derzeit enorme Aufmerksamkeit. 

Wir greifen dieses Interesse am Leben der Wikinger auf und gestalten unsere Designs so, dass sie in die heutige Modelandschaft passen, als für viele Menschen tragbare Streetwear. Dabei sprechen wir bewusst nicht nur die eingefleischten Wikinger-Fans an. Wir wollen Nidhogg-Fans gewinnen. Kund:innen, die bei uns kaufen, weil ihnen unsere Streetwear  gefällt, und weil sie die Community mögen.

Zum Anderen spüren wir als Teil der Modeindustrie die Verantwortung für die Menschen, die an der Produktion beteiligt sind und die Verantwortung für unsere Umwelt.  Darum haben wir ein nachhaltiges Konzept entwickelt, das wir immer weiter ausbauen. Dazu gehört auch, dass wir gemeinsam mit anderen Firmen Mode immer mehr im Einklang mit der Natur produzieren wollen. Das Ziel: Schritt für Schritt eine zirkuläre Wirtschaft erreichen. Also Roh- und Werkstoffe möglichst lange im Kreislauf halten, statt benutzte Produkte einfach wegzuwerfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Neue Herausforderungen gibt es täglich. Gerade am Anfang haben wir uns Unmengen an Wissen angeeignet. Wir wollten beispielsweise einen Onlineshop, hatten aber kein Geld, einen Webdesigner zu engagieren. 3 Tage und unzählige YouTube-Videos später stand der Shop und kann sich unserer Meinung nach auch sehen lassen.

Eine der größten Hürden ist für uns die deutsche Bürokratie. Registrierungsprozesse sind langwierig, Auskünfte oft lückenhaft und bis man bei der richtigen Behörde angelangt ist, vergehen oft Tage. Das ist anstrengend und für uns einer der Innovationskiller Deutschlands.

Natürlich benötigt man Startkapital für Ware und Logistik. Dafür haben 15.000 Euro Eigenkapital in das Unternehmen gesteckt. Um zwei neue Designs in den Shop zu bringen, haben wir aktuell bei Startnext eine Crowdfunding-Kampagne laufen. Wenn wir das Kapital zusammenbekommen, können wir die hohe Hürde der Mindestbestellmengen bei unseren Produzenten in Portugal bewältigen.

Wer ist die Zielgruppe von Nidhogg?

Unsere Zielgruppe sind hauptsächlich Menschen die Interesse an Wikingern und an der nordischen Mythologie haben. Gerade Gamer, Rollenspieler:innen und Fantasy Fans lieben das Konzept. Durch die minimalistischen Designs erreichen wir außerdem Menschen ohne diese Verbindungen, die einfach nur die schlichte Schönheit der Nidhogg-Streetwear wertschätzen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Unterschiede zu anderen Anbietern beginnen schon bei der Produktion in Europa. Wir legen Wert darauf, dass alle Menschen in der Wertschöpfungskette fair behandelt werden. 

Die Nidhogg-Mode ist außerdem besonders langlebig. Das spürt man sofort, wenn man den Stoff berührt. Im Vergleich zu anderen Shirts oder Hoodies sind unsere Stoffe besonders dick. Sie fühlen sich auf der Haut sehr geschmeidig an und verziehen auch nach der Wäsche nicht. Einige Designs sind gestickt, also nahezu unverwüstlich. Doch auch unsere Drucke sind sehr hochwertig.

Das, was uns in Zukunft noch mehr von allen anderen Anbietern unterscheiden wird, ist das Konzept, unsere Kund:innen als Community noch stärker einzubinden. Details dazu geben wir bekannt, wenn es so weit ist. 

Nidhogg wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir stehen im Moment noch am Anfang unserer Reise. Pläne für die Zukunft haben wir reichlich. Wie schon angedeutet, entwickeln wir eine Art Hintergrundgeschichte für unsere Mode, an der sich die Nidhogg-Community beteiligen kann. So ein Konzept ist bisher einzigartig. 

In 5 Jahren sehe ich außerdem den einen oder anderen Community-basierten Concept Store. Wir wollen Menschen mit unterschiedlichen Interessen zusammenbringen und unsere Concept Stores zu einer Art minimalistischem Club House für Liebhaber:innen minimalistischer Mode machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mit Tipps sind wir vorsichtig, da jeder Mensch und jedes Unternehmen anders ist. Was für uns funktioniert, muss nicht für andere Gründer:innen klappen. Aus unserer Erfahrung also hier ein paar Tipps:

Aufgaben angehen und nicht zerdenken! Oft hat man im Kopf schon hundertmal geplant, wie man etwas machen will, − um es letztendlich doch nicht zu tun. Doch man muss mutig sein und ausprobieren. Als Gründer:in muss man sowieso immer flexibel sein und sich ständig auf neue Situationen einstellen. Also fängt man am besten einfach an, macht seine Fehler und dadurch oft die schnellsten Fortschritte. 

Stellt ein gutes Team zusammen und vertraut euren Partnern. Auch, wenn nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Aus der Zusammenarbeit mit anderen entsteht Innovation. Wer allein arbeitet, dreht sich gedanklich oft im Kreis. Im Team entstehen frische Ideen, über die man dann diskutiert. Der einsame Wolf oder die einsame Wölfin gerät schnell an die eigenen Grenzen. Für Fortschritt braucht man Partner, auf die man sich verlassen kann. 

Habt Spaß! Die meisten Gründer starten mit ihrem Unternehmen, weil Sie eine Leidenschaft haben. Wie schade wäre es, diese Leidenschaft durch zu viel Ernst oder durch Überlastung erlöschen zu lassen. Genießt eure Zeit! Und wenn es zu viel zu tun gibt, erweitert euer Team, siehe Tipp 2.

Wir bedanken uns bei Felix Fischer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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