Nico Peters COMPEON zur Startup-Woche Düsseldorf vom 5. bis 12. April

Nico Peters Gründer und CEO von der COMPEON GmbH wird auf der Startup-Woche Düsseldorf eine SchnITzeljagd veranstalten

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor!

Ich heiße Nico Peters und bin Gründer und Geschäftsführer der COMPEON GmbH – dem führenden Finanzportal für gewerbliche Finanzierung in Deutschland. Bevor ich mit meinem Gründerkollegen COMPEON entwickelt habe, war ich auf Seite der Banken erst als Firmenkundenexperte und dann später als Berater für Banken im Firmenkundengeschäft tätig. Hier habe ich verschiedene Projekte. in den Bereichen Strategie, Marketing, Vertriebsoptimierung und Kreditprozessoptimierung betreut und geleitet.

Stellen Sie uns doch das Unternehmen COMPEON kurz vor!

COMPEON ist das Mittelstandsportal, auf dem Unternehmen verschiedene Finanzierungsarten miteinander vergleichen und darüber abschließen können. Man kennt das aus dem Endkundenbereich beispielsweise von Check24, nur dass im Firmenkundengeschäft Finanzierungen natürlich komplexer strukturiert sind als beispielsweise eine Handyversicherung. Unser Alleinstellungsmerkmal ist unsere produkt- und anbieterunabhängige Beratung, die wir in einer Kombination aus technischer Plattform unterstützt durch KI und Fachberatung durch geschulte Finanzierungsspezialisten mit langjähriger Erfahrung bieten. Mehr als 30 Mitarbeiter können so die passende Lösung für die Vorhaben unserer Kunden erarbeiten, da wir alle gängigen und wichtigen Finanzierungsprodukte für Unternehmen anbieten.

Welche Aufgaben haben Sie bei COMPEON?

Ich bin bei COMPEON für den Bereich Marketing, HR und Produktweiterentwicklung verantwortlich und setze mich viel mit Fragen der User Experience auf der einen Seite und der besseren Integration auf der Bankenseite auseinander. Als Marketingverantwortlicher bin ich auch eng an den verantwortlichen Teams und repräsentiere COMPEON gegenüber Ansprechpartnern aus Presse und Medien.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt um ein Startup zu gründen?

Es gibt aus meiner Sicht keinen richtigen, aber vielleicht auch eher keinen falschen Zeitpunkt für eine Gründung. Eine gute und durchdachte Idee wird immer Investoren überzeugen. Wenn dann noch ein gutes Team hinter dieser Idee steht und mit dieser Idee Menschen begeistern kann, dann hat man schon die halbe Miete.

Was waren bei der  Gründung die größten Hürden die Sie bewältigen mussten?

Am Anfang ist es besonders wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sein Vorgehen genau zu strukturieren und ruhig zu bleiben. Wir waren am Anfang zu dritt und die Menge an Aufgaben war schier unermesslich. Immerhin haben wir nicht nur eine IT-Lösung in Form einer Plattform aufbauen müssen, sondern gleichzeitig PR; HR, Marketing, Vertrieb und Co. als Dreimannteam umsetzen müssen. Wir haben uns in dieser Zeit viele sehr detaillierte Fähigkeiten angeeignet, aber man kann schlichtweg nicht für alles Experte sein, dafür hat der Tag zu wenige Stunden.

In der ersten Zeit war es für uns vor allem nicht immer leicht, Banken direkt von unserer Vision zu überzeugen. Wir haben mittlerweile mehr als 220 Partner, aber es gibt immer noch Bankenvorstände in Deutschland die nicht an das Internet als das eine Medium der Zukunft glauben. Da mussten wir doch einige Male Überzeugungsarbeit leisten, aber wir werden nicht alle bekehren können und das möchten wir auch gar nicht.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Nico Peters aus?

Mein Arbeitsalltag beginnt in der Regel damit, dass ich morgens noch zuhause in Ruhe ein paar Mails beantworte, bevor ich meinen Kindern Frühstück mache und mich von ihnen für den Tag verabschiede. Im Büro angekommen switche ich zwischen Meetings, Telefonaten, Webkonferenzen und E-Mails hin und her. So bin ich den gesamten Tag komplett durchgetaktet. Mit etwas Glück bekomme ich es dann sogar auch manchmal noch hin, meine Zwillinge abends ins Bett zu bringen.

Um was wird es in der SchnITzeljagd auf der Startup Woche Düsseldorf gehen?

Bei der SchnITzeljagd stellen wir uns als wachsendes und dynamisches Unternehmen Kunden, Partnern und potenziellen neuen Kollegen vor. Wir halten wenig von stundenlanger Frontbeschallung und möchten stattdessen den Austausch zwischen interessanten Menschen fördern. Deshalb liegt der Fokus der Veranstaltung auf Gesprächen bei Essen und Trinken, bei der sich unsere Teams als Gesprächspartner anbieten und man so schneller zu einer Unterhaltung kommt. Da wir stark innovationsgetrieben sind und in den Bereichen IT und Marketing recht weit sind, ist hier einiges an Input zu holen.

Wer sollte die SchnITzeljagd besuchen?

Zur SchnITZeljagd sind alle eingeladen, die eines der führenden Fintechs Deutschlands kennenlernen möchten. Dabei können deren Interessen ganz unterschiedlicher Natur sein, sodass Unternehmer, Vertriebsmitarbeiter, Partner und potenzielle Mitarbeiter gleichermaßen gerne gesehen sind. Da von unserer Seite aus alle Bereiche mit mehreren Ansprechpartnern am Abend vertreten sind, gibt es auch genug Gesprächsmöglichkeiten über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen HR, Marketing, IT und natürlich dem Firmenkundengeschäft im Finanzsektor.

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?

Die Startup-Szene gliedert sich in meinen Augen immer mehr in zwei Teile. Da gibt es einmal die Gründerseite, bei der Unternehmer eine gut laufende Idee in die Tat umsetzen, die ein lukratives Geschäftsmodell verspricht. Diese Menschen möchten sich immer wieder selbst beweisen, dass Sie in der Lage sind, so ziemlich alles erfolgreich umzusetzen. Im Normalfall haben diese Typen einiges an Erfahrung in Sachen Gründung, so dass sie einen Basispaket immer wieder neu implementieren können, was einen hohen Grad an Professionalisierung verspricht. Auf der anderen Seite gibt es die Seite der Innovatoren, die eine neue Idee entwickeln und so sehr vom Status Quo weg möchten, dass sie sich in der Not sehen zu gründen oder sich andererseits so viel von ihrer Idee versprechen, dass sie den Schritt in die Selbständigkeit wagen.

Da es für diese Sorte Gründer immer mehr Beachtung gibt und sich die ganze Szene immer stärker in ein funktionierendes System weiterentwickelt, habe ich den Eindruck, dass durch die beiden Seiten immer professionellere Unternehmen gegründet werden, die mittlerweile mit vielen etablierten Partnern zusammenarbeiten oder diesen den Rang ablaufen. Das geht aber eben gerade dadurch, dass es keine Szene mehr ist, sondern Startups fest in unserer Unternehmerwelt angekommen sind.

Welches sind die größten Fehler Junger Gründer?

Aus unserer Sicht legen viele Gründer noch die falschen Prioritäten, wenn es um die Finanzierungen geht. Das bekommen wir ja hautnah mit, wenn Anfragen bei uns eingehen und wir dann teilweise die Business Pläne der Startups sehen. Viele wissen in diesem umfassenden Bereich nicht, welche Möglichkeiten es gibt, welche Fördermittel sie ausschöpfen können und wie das alles bezogen werden kann. Zudem kommen natürlich auch viele Gründer aus der Produktidee bzw. dem Produktdesign und überlegen sich erst später wie das Marketing funktionieren kann, was aus meinen Augen aber ein elementarer Bestandteil ist, der auch wiederum Auswirkungen auf die Produktidee hat. Ein ganzheitlicher Ansatz und eine gute Vorbereitung im Vorfeld helfen nicht nur beim Gespräch mit potenziellen Geldgebern, sondern strukturiert auch im Nachgang die kommenden Phasen des wachsenden Unternehmens.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

Wir wachsen monatlich mit mehr als 10 – 15 Prozent und haben für die kommenden fünf Jahre einen starken Wachstumskurs geplant. Aktuell arbeiten wir an etlichen Projekten im Bereich IT, wie beispielweise Voice Assist, dem Ausbau unserer KI-Lösung oder der Weiterentwicklung unseres Chatbots. Doch da wollen wir natürlich nicht stehen bleiben. Um die Herausforderungen zu meistern, suchen wir immer engagierte Mitarbeiter, die COMPEON mitgestalten möchten und das Unternehmen vorantreiben. Anfang des Jahres haben wir auch erstmals weitere Büros in Metropolregionen eröffnet. Neben Stuttgart und Hamburg werden dieses Jahr auch Offices in Berlin, Frankfurt und München folgen. Wir sind aktuell Deutschlands führendes Portal für Mittelstandsfinanzierung und das möchten wir auch bleiben.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?

Gründer sollten nie den Mut verlieren und sich passende Verbündete suchen, die sie bei Ihrem Traum mit Know-how und Support unterstützen. Zugleich ist es auch wichtig, einen Ausgleich zu schaffen, damit sich nicht alles nur um die Gründung und die damit verbundenen Aufgaben dreht – denn Gründung ist natürlich ein 24-Stunden-Job, wenn man das zulässt. Gründer sollten sich vor allem früh mit juristischen und finanziellen Fragestellungen beschäftigen, damit hier die Basics geschaffen sind. Da kann manchmal ein fehlendes Impressum das ganze Unternehmen gefährden. Diese Basisarbeit ist zu Beginn das A und O, wird aber oft auf die lange Bank geschoben.

Wir bedanken uns bei Nico Peters für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X