Qualität und Ausdauer gepaart mit Spaß und einen gewissen kindlichen Enthusiasmus

Nia die intelligente Neurodermitis Begleiterin

Stellen Sie sich und das Startup Nia Health kurz unseren Lesern vor!

Nia bietet Neurodermitis-Betroffenen die erste mit künstlicher Intelligenz ausgestattete vollumfängliche Unterstützung. Gemeinsam mit der Charité Berlin wurde von den Unternehmern Tobias Seidl und Oliver Welter sowie der Dermatologin Dr. Reem Alneebari die Firma Nia Health GmbH ins Leben gerufen. Die Nia App bietet Patienten und Angehörigen tägliche Unterstützung und verhilft mit personalisierten Inhalten und Funktionen zu einer erhöhten Lebensqualität. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Dr. Reem Alneebari, Dermatologin und Co-Gründerin von Nia, kann als Mutter einer an Neurodermitis erkrankten Tochter die Sorgen und Probleme von betroffenen Eltern gut nachvollziehen. Als Ärztin hat sie jedoch die Erfahrung gemacht, dass es Patienten oder Eltern von an Neurodermitis erkrankten Kindern oft an medizinischem Wissen fehlt, um auch außerhalb des Behandlungszimmers bestmöglich mit der Krankheit umzugehen. Mit der App Nia möchte sie genau dort ansetzen.

Welche Vision steckt hinter Nia Health?

Menschen sollen trotz Erkrankungen ihr Leben selbstbestimmt führen können. Unsere Technologie unterstützt sie dabei die Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern und ihre Erkrankung zu kontrollieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir mussten bei einigen potentiellen medizinischen Kooperationspartnern zu Beginn große Widerstände und Bedenken feststellen. Besonders bei der älteren Ärztegeneration wird technologischer Fortschritt mitunter eher als Bedrohung anstatt als Chance gesehen. Als wir noch kein greifbares Produkt zum Vorzeigen hatten, war die Überzeugungsarbeit vor klinischen Stakeholdern somit teilweise anstrengend. Heute, mit der Neurodermitis-Expertin PD Dr. Doris Staab, der Infrastruktur der Charité Berlin als Partner an Board sowie einem vorzeigbaren Produkt geht einiges deutlich schneller und einfacher.

Finanziert sind wir bislang über öffentliche Fördermittel wie zum Beispiel über das EXIST-Stipendium des BMWi. Darüberhinaus haben die drei Gründer einen hohen fünfstelligen Betrag an Eigenkapital in die seit Ende 2018 gestartete Entwicklung eingebracht.

Wer ist die Zielgruppe von Nia Health?

Aktuell kann unsere App von Neurodermitis-Betroffenen jeden Alters in Anspruch genommen werden. Besonders Junge Eltern von Neurodermitis-betroffenen Kindern nutzen unsere Anwendung gerne. Mittelfristig werden wir unsere Technologie neben Neurodermitis auch für weitere Indikationen öffnen – so zum Beispiel für Hauterkrankungen wie Schuppenflechte.

Wie funktioniert Nia Health? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die App Nia stellt als erste intelligente Neurodermitis Begleiterin den Betroffenen dank selbstlernender Algorithmen schneller einen individualisierten und wirksamen Behandlungsplan zur Verfügung als dies über klassische Therapiemaßnahmen möglich ist. Dies ist ein Novum im deutschsprachigen Raum. Der behandelnde Arzt wird mithilfe von Nia direkt in die teledermatologische Dienstleistung integriert.

„Dank dieses ganzheitlichen Ansatzes geht Nia weit über die klassischen Tagebuch-Funktionen von App-Anbietern aus anderen Krankheitsfeldern hinaus“, erklärt Dr. Alneebari.

Als persönliche Assistentin hilft Nia den Betroffenen in der täglichen Interaktion durch unkompliziertes Aufzeichnen des Gesundheitsverlaufs, sich selbst bzw. das erkrankte Kind besser zu verstehen. Ein fachkundiger Report informiert den behandelnden Arzt übersichtlich und ausführlich über den Gesundheitsverlauf des Patienten. Dadurch entsteht für Betroffene und Ärzte eine fundierte Gesprächsgrundlage. Patienten erhalten basierend auf ihren individuellen Gesundheitsdaten personalisierte, direkt umsetzbare und medizinisch validierte Empfehlungen – flexibel sowie zeitlich und örtlich ungebunden. 

Nia Health, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir nicht nur die größte Neurodermitis-Plattform der Welt sein, sondern auch bereits in anderen Krankheitsfeldern führende technologische Lösungen am Markt anbieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir halten uns sehr an die Basics: Wie arbeiten viel, hart und diszipliniert. Wir sind der Überzeugung, dass sich mit der nötigen Ausdauer Qualität in unserer Branche immer durchsetzen wird. Gleichzeitig versuchen wir dabei Spaß und einen gewissen kindlichen Enthusiasmus hoch zu halten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tobias Seidl, Oliver Welter und Dr. Reem Alneebari für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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