Dienstag, November 29, 2022

Sind NFTs wieder tot? 

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Marketing Experte erklärt, warum die Blockchain erst am Anfang steht und wie Firmen damit Marktführer werden können

NFTs sind noch immer umstritten und werden von vielen Menschen nur als temporäres Phänomen angesehen. Diese Annahme entstand durch die im Jahr 2021 erzielten Rekordsummen durch die Verkäufe von digitalen Kunstwerken. “Die Möglichkeiten gehen aber weit darüber hinaus und dürften auch auf unsere Wirtschaft einen massiven Einfluss haben”, sagt Raoul Plickat.

Er geht davon aus, dass Unternehmen langfristig nicht mehr um das Thema herumkommen. Plickat gehört zu den besten Marketern weltweit mit einem eigenen FinTech-Unternehmen und 160 Mitarbeitern. Er hat kürzlich selbst in einen Bored-Ape-NFT investiert. In diesem Artikel gibt er einen Ausblick darüber, wie Unternehmen von NFTs profitieren und was die Blockchain verspricht.

NFTs als moderne Alternative zu klassischen Eigentumsnachweisen

Mittlerweile kommen Unternehmen nicht mehr umhin, sich in vielerlei Hinsicht an die durch die Digitalisierung bedingten Gegebenheiten anzupassen. Demnach richten große Firmen ihre Marke unter anderem auf das Metaverse und NFTs aus. Letztere dienen dabei vorwiegend als Eigentumsnachweis, da sie bestimmte Vermögenswerte – sowohl physische als auch digitale – in einer Blockchain repräsentieren. Damit übernehmen sie beispielsweise die Funktion der ursprünglich hierfür genutzten notariellen Beglaubigung. Der große Vorteil dabei: Dadurch ist der gesamte Prozess automatisiert und kryptografiert.

Geistiges Eigentum mit der Blockchain schützen

Diesen Umstand will sich nun auch die Europäische Union zunutze machen. Unter Leitung des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum wird demnach ein System entwickelt, das die Blockchain und NFTs zum Schutz von bestehenden Eigentumsrechten nutzt. Dabei haben die entsprechenden Eigentümer als autorisierte „Unterzeichner“ die Möglichkeit, auf der Blockchain digitale Tokens zu generieren und diese beispielsweise ihren Produkten zuzuordnen. Dank dafür vorgesehener Checkpoints sind die Waren an jeder Zwischenstation – und damit auf dem gesamten Weg vom Herstellungsort bis zum Endverbraucher – rückverfolgbar.

So stellen Unternehmen sicher, dass die Artikel, die ihre Kunden letztendlich erhalten, zweifelsfrei authentisch sind.Besonders reizvoll ist dieser Verwendungszweck für Luxusbrands, denn sie haben in besonderem Maße mit der Fälschung ihrer Produkte zu kämpfen. So werden etwa hochwertige Uhren, Markenklamotten oder teure Taschen beispielsweise mit einem zum NFT gehörenden QR-Code versehen. Scannt man diesen ein, sieht man auf einen Blick, ob es sich dabei um ein Original oder um gefälschte Ware handelt.

Erste namhafte Unternehmen nutzen NFTs auf vielfältige Weise

Auch abseits der Echtheitszertifizierung finden NFTs zunehmend Verwendung in der Welt der Unternehmen. Immer mehr Firmen binden sie auf kreative Weise in ihre Strategie ein. Starbucks kündigte beispielsweise ein auf den Token basierendes und damit fälschungssicheres sowie effizientes Loyalitätsprogramm an. Mit „Starbucks Odyssey“ will der Konzern unter anderem die Kundeninteraktion erhöhen. Mitglieder absolvieren dabei beispielsweise interaktive Spiele und Challenges, bei denen ihr Wissen über Kaffee und Starbucks auf den Prüfstand gestellt wird. Als Belohnung erhalten sie „Journey Stamps“, die Zugang zu weiteren Benefits und einzigartigen Erlebnissen gewähren.

Nike kaufte unterdessen das Sneaker NFT Studio RTFKT und greift damit ebenfalls auf die Technologie zurück. Der Sportartikelhersteller bietet darüber einen digitalen Schuh zum Kauf an. Damit macht das US-amerikanische Unternehmen nicht nur die ersten großen Schritte in Richtung Metaverse, sondern entfacht zudem einen zunehmenden Hype – auch um seine physischen Produkte.

Zusatzeffekt: kostenlose Publicity

Neben den genannten Vorteilen versprechen sich Unternehmen von NFTs außerdem einen beachtlichen Publicity-Effekt. Tatsächlich konnten dadurch bereits zahlreiche Firmen enorm hohe Impressionen erzielen. Zu ihnen gehören beispielsweise Nike mit dem bereits angesprochenen Kauf eines NFT-Studios und Adidas mit dem Bored Ape Yacht Club. Hätte man diese Publicity mithilfe herkömmlicher Werbemaßnahmen generiert, wäre das mit Kosten in Millionenhöhe verbunden gewesen. Demnach schlagen Unternehmen durch die Nutzung von NFTs zwei Fliegen mit einer Klatsche: Einerseits passen sie sich modernen Gegebenheiten an und machen dank der flexiblen Einsatzzwecke der Token eigene Fortschritte, während sie andererseits kostenlose Publicity erhalten.

Fazit

NFTs sind keinesfalls bereits wieder tot – vielmehr sind sie gerade erst auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen erkennen ihren Mehrwert und setzen sie für ihre Zwecke ein. Künftig könnte dies sogar erforderlich sein, um sich dem wachsenden Konkurrenzdruck in den unterschiedlichsten Branchen erwehren und für die in verschiedenen Bereichen notwendigen Sicherheitsstandards sorgen zu können.

Autor:

Raoul Plickat ist Gründer von CopeCart und Marketing.MBA. Er ist seit 2012 im Marketing-Bereich tätig und hat sich seitdem zu einem der gefragtesten Marketer Deutschlands entwickelt. In seiner Tätigkeit optimiert der Experte die Positionierung und Marketingmaßnahmen großer Marken. Für sein Wirken wurde er unter anderem mit dem „TWO COMMA X-Award“ ausgezeichnet. Mehr Informationen unter: https://www.marketing.mba/de 

Bildquelle Marketing.MBA

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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