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Neuschnee erzeugt echte Schneekristalle nach dem Vorbild der Natur

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Neuschnee doch kurz vor!
Die Neuschnee GmbH wurde 2014 als Spin-off zweier Wiener Universitäten gegründet. Wir sind ein junges Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die technische Schneeproduktion für Skigebiete zu verbessern. Grundlage dafür ist eine Technologie, die wir an der Universität entwickelt haben und nun zur Marktreife bringen.
Neuschnee erzeugt echte Schneekristalle nach dem Vorbild der Natur. Die Schneekristalle wachsen in einer Wolkenkammer, was eine individuelle Einstellung der Schneequalität bedeutet und eine Energie-und Wasserersparnis von bis zu 60% erlaubt. Mit unserer Technologie wollen wir die konventionelle Beschneiung in Skigebieten verbessern und die Qualität des Kunstschnees steigern.

Wie ist die Idee zu Neuschnee entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Auf der Suche nach möglichst naturnahem Schnee für die Lawinenforschung im Labor entstand die Idee für das Produkt NEUSCHNEE. Nach einer ersten Entwicklungsphase an der Universität, war klar, dass für die Beschneiung in Skigebieten noch einiges an Arbeit zu erledigen ist. Und weil die Universitäten diese Aufgaben nicht übernehmen wollten, haben wir unser eigenes Unternehmen gegründet, mit dem wir die Labortechnik kommerziell verwerten.
Das Gründungsteam besteht aus zwei Erfindern der Technologie (Michael Bacher als Geschäftsführer und Fred Best) sowie Christian Schandor für Planung und Unternehmensführung und Mario Unterwaining für Strategieentwicklung und Finanzen. Johannes Müller ist seit den ersten Monaten Teil von Neuschnee und ist für die technische Entwicklung zuständig. Weitere Teammitglieder sind Christian Mahr und Ursula Enzenhofer.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung für uns ist die, die wohl jedes Start-up irgendwann trifft: Kunden gewinnen und die Finanzierung sicher stellen. Weil wir gerade in den letzten beiden Jahren den Fokus sehr auf die Entwicklung unserer Anlage gelegt haben, spielte die Finanzierung die wichtigere Rolle. Das ist ohne Förderungen nicht möglich. Das war auf jeden Fall die größte Hürde um überhaupt als Firma starten zu können und die Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Wer ist die Zielgruppe von Neuschnee?
Grundsätzlich zählen weltweit alle Lift-und Skigebietsbetreiber zu unseren wichtigsten Zielkunden. Weitere Zielgruppen sind Skihallenbetreiber, die Industrie und der Event-und Marketingbereich.

Worin liegt der Unterschied zur Schneekanone?
Unser innovativer Schneeerzeuger ist die erste Anlage, die, im Gegensatz zu herkömmlichen Beschneiungsanlagen, die Produktion von echten Schneekristallen ermöglicht und somit „technischen Naturschnee“ erzeugt. Der Schnee von uns ist weich und leicht und nicht so „eisähnlich“ wie der derzeit alles andere als nachhaltig erzeugte, konventionelle Kunstschnee. NEUSCHNEE hat also eine wesentlich geringere Dichte und ermöglicht somit benutzerfreundliche Pisten. Er ist dadurch gelenkschonender, erhöht den Fahrspaß und die Sicherheit für den Wintersportler, weil dieser Schnee auch griffiger ist. Langfristig soll NEUSCHNEE die konventionelle Beschneiung ersetzen und damit großflächige Anwendungen wie z.B. Tiefschneepisten möglich machen.

Wie funktioniert die Wolkenkammer?
Der Schnee wird in einem geschlossenen Behälter erzeugt. Ausgangspunkt für die Schneeproduktion ist eine künstliche Wolke, die im Inneren des Behälters aufgebaut wird: Düsen sprühen feinste Wassertropfen in die Wolkenkammer und bilden so eine künstliche Wolke. Durch die tiefen Umgebungstemperaturen und die Injektion von kleinsten Eisplättchen fällt aus dieser Wolke Schnee, der mit natürlichem Schnee ident ist.
Gleichzeitig wird die Wolke aber permanent mit Feuchtigkeit versorgt, um den so generierten Schneefall aufrecht zu erhalten.

Wo wird die Wolkenkammer zum Einsatz kommen?
Skigebiete und Skihallen
Industrie
Event und Marketingbereich
Forschung und Wissenschaft

Neuschnee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren sind wir Weltmarktführer der Schneeherstellung. Never dream too big! Wir geben unser bestes, und unser Ziel ist die Etablierung unserer Anlagen in diversen Skigebieten. Groß zu träumen ist da nicht falsch !

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Always run. Never walk. © the heretic
P.U.S.H. persist until something happens
Dream.believe.act

Wir bedanken uns bei für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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