Vertrauen ist das A und O für erfolgreiche Zusammenarbeit!

Das Technologie-Startup Neohelden entwickelt den digitalen KI-Assistenten Neo für Business

Stellen Sie sich und das Startup Neohelden doch kurz unseren Lesern vor!
Ziel der Neohelden ist es, Mitarbeiter und Unternehmen in Zukunft mit einem digitalen Assistenten zu unterstützen. Unseren digitalen KI-Assistenten für Business haben wir Neo getauft. „Neo” steht dabei für „Neo-Enterprise-Orchestrator”; Neo ist altgriechisch und bedeutet „neu”, „frisch”, „jung”, aber auch „ungewöhnlich”, „revolutionär”. Dabei ist Neo ein selbstlernender digitaler Assistent, der im Unternehmen in unterschiedlichen Anwendungsfeldern zum Einsatz kommt und in Form eines Orchestrators Informationen und Daten zwischen Menschen und Systemen einfach, effizient und zielgerichtet koordiniert, um so die Mensch-Technik-Kollaboration auf ein neues Niveau zu heben.

Hinter Neo stecken die drei Gründer Kiryo Abraham, Philipp Csernalabics und Maik Hummel. Im Gründer-Trio haben wir von Startup-Erfahrung über IT-Consulting bis zur Prozess- und Managementberatung alle Facetten vertreten und beispielsweise schon für Google und namhafte DAX-Konzerne gearbeitet.

Wie ist die Idee zu Neo entstanden?
Wir haben uns in den letzten Jahren mehrfach zum Essen und zu freundschaftlichen Abstimmungen getroffen. Dabei entstand die Idee, gemeinsam an einer Geschäftsidee zu arbeiten. Hierbei waren uns verschiedene Aspekte wichtig: Die Geschäftsidee sollte das Potenzial haben, einen Markt umzukrempeln, wir möchten mit Cutting-Edge Technologien arbeiten und unsere Forschungs- und Geschäfts-Einblicke zusammenführen.

So entstand in der Pioniergarage in Karlsruhe – nach vielen Tassen Kaffee und zahlreichen Burgern – die Geschäftsidee: Neo, quasi wie Alexa, aber für Business.

Welche Vision steckt hinter Neo?
Die Arbeitswelt wird sich durch die neuen digitalen Technologien tiefgreifend und nachhaltig verändern. Mitarbeiter und Unternehmen können schon lange mit dem Einsatz von Software-Lösungen per se effizienter arbeiten – doch die Summe aller Software-Lösungen hält leider nicht, was sie im Einzelnen versprechen: Statt die Mitarbeiter zu entlasten, werden diese durch die Informationsflut der eingesetzten Software-Lösungen gestresst.

Genau hier möchten wir ansetzen: Um dem entgegenzuwirken, setzen wir Neo als Filter zur Komplexitätsreduktion ein. Neo vernetzt den Nutzer mit seinen Software-Lösungen und agiert so als Orchestrator, indem er im Hintergrund relevante Systeme, Tools und Prozesse steuert. Mit einer smarten Interaktionsform und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann Neo als persönliches Assistenzsystem die Arbeitsweisen in der Geschäftswelt umkrempeln. Aus komplexen und langwierigen Software-Interaktionen wird also eine einfache Frage: „Wie viel Budget habe ich noch?“ – und Neo liefert die Antwort.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unternehmen und vor allem Mitarbeiter sind teilweise nicht bereit, neue Technologien (und somit auch einen digitalen Assistenten) in ihren Wertschöpfungs- und Arbeitsprozessen einzusetzen – geschweige denn, diese an relevante Software-Lösungen und Datenbanken anzuschließen.

Daher war zu Beginn erst einmal Überzeugungsarbeit und vor allem der Aufbau von Vertrauen notwendig.

Die Finanzierung erfolgte zu Beginn aus eigenen Mitteln und seit Juni 2018 sind wir EXIST gefördert. Folglich können wir uns jetzt zwölf Monate auf Neo fokussieren. Künftig soll die Finanzierung über die Projektarbeit respektive über ein Lizenzmodell erfolgen.

Wer ist die Zielgruppe von Neo?
Aktuell sehen wir die größte Zielgruppe im Enterprise-Segment. Neo ist ein digitaler KI Assistent für Business, der als Hauptansprechpartner jeden Mitarbeiter im beruflichen Umfeld unterstützen kann. Da die Integration von Prozessen, Aufgaben und Software-Lösungen einfach und schnell erfolgen kann, sehen wir beim Einsatzfeld von Neo theoretisch keine Grenzen: Egal ob im Vertrieb, Personalwesen, Finanzbereich oder im Qualitäts- sowie Projektmanagement. Aber wir müssen natürlich auch sehr fokussiert vorgehen und uns im ersten Schritt spezialisieren. Wir sprechen mit DAX-Konzernen über gezielte Anwendungsszenarien in den Bereichen Einkauf, Controlling und Logistik.

Wie funktioniert Neo?
Neo funktioniert ähnlich wie ein Chatbot: Mit unserer Neo-Anwendung für Windows, macOS, Android und iOS kann der Anwender auf jedem seiner Geräte mit Neo und seinen dahinterliegenden Systemen sprechen bzw. schreiben. Mittels Sprach- und Texteingabe kann der Nutzer einfach und bequem Prozesse anstoßen und Aufgaben erledigen.

Durch eine integrierte KI lernt Neo bei jeder Interaktion dazu: So ist Neo mittelfristig in der Lage, nicht-wertschöpfende und wiederkehrende Aufgaben zu (semi-)automatisieren.

Welche Vorteile bietet Neo? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Der Markt für digitale Assistenten ist noch recht jung und die Tech-Giganten wie Apple, Google und Amazon zielen zunächst auf Privatanwender ab. Außerdem ist die Nutzung von digitalen Assistenten aktuell noch stark limitiert: Anwender können ihren Assistenten stets nur auf einem Gerät bzw. auf einer Betriebssystem-Umgebung verwenden und sind dadurch in der Nutzung limitiert, sobald unterschiedliche Betriebssysteme (bspw. Windows und Android) oder Geräte (bspw. Notebook und Smartphone) zum Einsatz kommen. Die Möglichkeiten für Endanwender seine relevanten Software-Lösungen über den Assistenten zu steuern oder abzufragen sind vor allem im B2B-Bereich stark limitiert, was eine Nutzung von Assistenten als Alltagserleichterer im Berufsleben aktuell nicht möglich macht.

Diese Aspekte werden bei Neo berücksichtigt. Wir bieten mit Neo zudem einen deutschen Service und stellen mittelständischen Kunden Neo als persönlichen Assistenten für die Mitarbeiter über eine – bei Bedarf – On-Premises-Lösung bereit, sodass die Datenhaltung und Verarbeitung ausschließlich auf eigenen Servern stattfindet.

Somit bleiben die sensiblen Unternehmens- und Kundendaten komplett unter Kontrolle des jeweiligen Unternehmens.

Neohelden, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir bieten Neo durch die On-Premises-Implementierung als Enterprise-Lösung an und unterstützen so die Mitarbeiter großer Unternehmen in ihren alltäglichen Aufgaben. Die Daten bleiben beim Kunden, auf den Servern oder in einer privaten Cloud. Neo soll – wie Amazons Alexa aktuell bei Endkunden – im Enterprise-Umfeld ein geläufiger Name für digitale Assistenten sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
“Vision first.” – Wir haben uns zu Beginn bewusst und ausgiebig Gedanken über unsere Vision, Strategie, Mission und Werte – für die wir einstehen – gemacht, bevor wir uns an das operative Doing gewagt haben. Dies hat uns nachhaltig dabei geholfen, unsere Zusammenarbeit angenehm, effizient und zielgerichtet zu gestalten.

“Success is built on trust”

Vertrauen ist das A und O für erfolgreiche Zusammenarbeit. Es kommt vor, dass man an gewissen Aussagen, Arbeitsleistungen und -ergebnissen zweifelt. Aber mach Dir klar, dass jeder Mensch gewisse Rahmenbedingungen, Erfahrungen und Skills hat, die nicht mit Deinen übereinstimmen. Daher sollte man seinem Team Vertrauen schenken und bei temporären Zweifel auch die Vielfalt und die Rahmenbedingungen der Einzelnen bei der Zusammenarbeit berücksichtigen.

„Sketch it, sell it, build it.”

Und zwar in der Reihenfolge! Unser elementarer Anspruch ist es, potenzielle Kunden und Einsatzfelder zu identifizieren, bevor Zeit und Aufwand in die Produktentwicklung fließt – was uns bisher sehr gut gelungen ist. So konnten wir schnell die Aktualität und Notwendigkeit unserer Geschäftsidee validieren, bevor der MVP von Neo überhaupt fertiggestellt war.

Weitere Informationen finden Sie unter

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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