Treffen Sie Natalya Nepomnyashcha, Gründerin von Netzwerk Chancen, auf der herCAREER

Natalya Nepomnyashcha, Gründerin von Netzwerk Chancen, wird auf der herCAREER ein Impuls zum Thema „Wie ich Vollzeitjob und Netzwerk Chancen unter einen Hut bringe und dabei noch Freizeit habe“ geben

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Natalya Nepomnyashcha: Die Lebenschancen von Kindern und jungen Menschen sind in Deutschland ungleich verteilt. Einige von ihnen, die aus prekären Verhältnissen kommen, können ihre Talente nie ganz entfalten. Das ist nicht nur ungerecht, sondern politisch und wirtschaftlich unklug, denn uns entgehen Fachkräfte und wir säen Frust.

Netzwerk Chancen setzt sich bundesweit für Chancengleichheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus finanzschwachen und bildungsfernen Familien ein.

Unsere Arbeit richten wir anhand von zwei Programmen aus: “Netzwerk Chancen. Aufsteiger” bietet ideelle Förderung für junge Menschen zw. 18-35 Jahren, die sozial aufsteigen möchten. Dazu gehören Workshops, Jobbörsen und Inspirational Talks mit berühmten Aufsteigern. “Netzwerk Chancen. Dialog” unterstützt zivilgesellschaftliche Akteure der Kinder- und Jugendhilfe und vernetzt sie mit politischen Entscheidungsträgern, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Ich komme selbst aus einem Hartz IV-Haushalt und habe einen Migrationshintergrund. Mein Weg zum Studium und ins Berufsleben gestaltete sich schwierig, deshalb habe ich 2016 Netzwerk Chancen gegründet.

Seitdem leite ich die Initiative ehrenamtlich und nebenberuflich.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Natalya Nepomnyashcha: Ich möchte, dass junge Menschen aus prekären Verhältnissen die beste Bildung erfahren und die Karriere machen können, die sie anstreben. Ich wollte dafür schnell Projekte umsetzen und habe keine Möglichkeit gesehen, das innerhalb von anderen Strukturen zu tun.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Natalya Nepomnyashcha: Es war nicht einfach, alle Stakeholder (Politiker und zivilgesellschaftliche Organisationen) davon zu überzeugen, dass Netzwerk Chancen viel Impact haben kann.

Mit Community Organizing verfolgen wir einen besonderen Ansatz, doch dieser ist nicht selbsterklärend und bedarf stets einer Erläuterung.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Das sollte man sogar unbedingt. Man braucht schnell Feedback aus der Praxis, damit das Angebot richtig gut wird.

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Natalya Nepomnyashcha: Letztes Jahr habe ich am PANDA Contest teilgenommen, die mir dann ermöglicht haben, dieses Jahr bei der herCAREER als Speakerin dabei zu sein.

Zu welchem Thema werden Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen auf der herCAREER weitergeben?
Natalya Nepomnyashcha: Netzwerk Chancen leite ich neben einem Vollzeitjob komplett ehrenamtlich. Ebenso ist unser gesamtes Team in Berlin und Frankfurt ehrenamtlich tätig. Viele denken, gründen und Impact haben kann man nur, wenn man sich auf eine Sache fokussiert. Ich möchte andere ermuntern, nebenberuflich zu gründen. Es geht, man muss es nur wollen!

Wie wichtig sind solche Events für Gründerinnen?
Es ist immer wertvoll, sich mit anderen auszutauschen und neue Inspiration zu holen.

Man knüpft nicht nur tolle Kontakte, sondern nimmt Tipps und Tricks mit in seinen Alltag.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ich möchte mit mir im Reinen sein und glücklich damit, was ich dann mache.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1) Es geht immer weiter: Lasst euch von Rückschlägen nicht entmutigen, aus diesen lernt man!
2) Traut euch, das Unternehmen erstmal ohne Fremdfinanzierung zu gründen. Das verschafft viel Freiheit.
3) Netzwerkt! Je größer euer Netzwerk, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ihr schnell Hilfe findet, wenn ihr mal nicht weiter wisst.

Copyright des Bildes: Stiftung Bildung und Gesellschaft/David Ausserhofer

Wir bedanken uns bei Natalya Nepomnyshcha für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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