Das Ziel vor Augen haben

nanparkal:  Tee von Freunden für Dich- finde Deinen Lieblingstee und lade Deine Freunde auf ein Tässchen ein

Stellen Sie sich und das Startup nanparkal doch kurz unseren Lesern vor!
„nanparkal – Tee von Freunden für Dich“ wurde im Januar 2016 von mir, Lena Zimmermann, ins Leben gerufen. Zu Beginn wurde ich oft gefragt, ob ich mir auch wirklich ganz sicher bin, was den Firmennamen betrifft. Doch wer die Geschichte dahinter kennt, möchte sich auch den Namen merken:
Nanparkal bedeutet „Freunde“ in Tamil. Tamil ist die Sprache, die von vielen Teepflückerinnen in Südindien und in Sri Lanka gesprochen wird. In der Produktionskette der Tees, möchte ich allen Beteiligten mit Respekt und Anerkennung für die harte Arbeit begegnen. Ein Fundament für jede Freundschaft. Die zentrale Rolle der Teepflückerinnen findet sich auch im nanparkal Logo wieder: Der Tee wird im Hochland angebaut, durch die Pflückerinnen – die nanparkal – geerntet und schließlich gelangt der Tee zu uns, in unsere Tasse und verwöhnt uns mit seinem Duft, seiner Wärme und seinem Aroma.

Unsere Kräuter- und Früchtetees tamilische Namen. Die Namensgebung ist den Tamilen sehr wichtig und hinter den Namen verbirgt sich eine Bedeutung. Ich bin dieser Bedeutung auf den Grund gegangen und so tragen nun die Tees tiefgründige Namen, wie z.B. Venya, die Liebevolle – ein Tee, der mit seinen Zutaten Apfel, Rosenknospen, Bourbon-Vanille, Pfeffer und Ingwer eine wahre Liebeserklärung ist.

Wie ist die Idee zu nanparkal entstanden?
Meine Vision ist, Lifestyle und Ästhetik mit biologischem Anbau und fairem Handel zu verbinden. Diese Idee hat sich dann immer mehr in Richtung Tee heraus kristallisiert. Ich wollte einen Tee der Extraklasse, der schönste Tee der Welt: Sowohl von außen als auch von innen schön. Denn ich glaube fest daran, dass genau so der perfekte Genussmoment entstehen kann: Entspannung, Geborgenheit und ein gutes Gefühl.
Lustigerweise habe ich zu dem Zeitpunkt der Ideenfindung selbst kaum Tee getrunken.
Also habe ich Tee in allen Varianten gekauft und durchprobiert. Ziemlich schnell musste der Küchenschrank durch eine große Kiste erweitert werden, damit meine Teeschätze in der Küche Platz gefunden haben.

Doch ich wollte es genau wissen – passt dieser Tee wirklich zu mir? Kurzerhand meldete ich mich zur Ausbildung als Teesommelière bei der IHK an. Hier lernte ich nicht nur viel über den Teeanbau, die Geschichte, die Zubereitung und den Verzehr von Tee, sondern bekam auch viele Informationen über die Anbaugebiete in der weiten Ferne. Das Fernweh war geweckt… Und ich begann mit dem Rucksack eine Weile durch die Welt zu tingeln. Immer wieder hatte ich hierbei die Gelegenheit, den Tee im Ursprung zu erleben, den Anbau zu begutachten und die Wertschätzung für den Tee in den Ursprungsländern zu erfahren. Und für mich war klar, dass ich die Faszination, die mich da gepackt hat an viele Menschen weitergeben möchte. Nach wie vor bin ich beeindruckt von der Vielfalt in der Welt des Tees.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Finanziert habe ich mich in der Anfangsphase über meine Ersparnisse. Es war mir wichtig unabhängig in der Entscheidungsfindung zu sein.
Die größte Herausforderung war für das Business sicherlich, dass es einfach sehr schwer ist als neue Marke online Tee zu verkaufen. Der Teekauf an sich hat sehr viel mit der Sinneswahrnehmung zu tun: riechen, anschauen, probieren, schmecken… Das alles ist online nicht möglich. Daher hat nanparkal verschiedene Möglichkeiten ins Leben gerufen, um den Kunden direkt zu treffen: Über Veranstaltung, Märkte, Ausstellungen und interessante Kooperationen mit Läden, Cafés und Firmen ist dieser Kontakt zustande gekommen. Und überzeugte Kunden kommen dann auch gerne wieder im Onlineshop vorbei.

Wer ist die Zielgruppe von nanparkal?
In die Zielgruppe gehören alle, die gerne guten Tee trinken und auf der Suche nach etwas Besonderem sind.
Neben dem klassischen B2C-Bereich gehören auch Cafés und Geschenkeläden in die Zielgruppe. Außerdem individualisiert nanparkal bereits ab geringen Stückzahlen Tees für Mitarbeiter- und Kundengeschenke; angefangen vom Etikett bis hin zur eigenen Teemischung ist alles möglich.

Was ist das Besondere an dem Tee von nanparkal?
Ich arbeite nur mit Zutaten aus 100% biologischem Anbau. Hört sich erstmal selbstverständlich an für ein Bio-Sortiment – ist es aber nicht. Denn auch im Bio Bereich kann mit Aromen aus konventionellem Anbau gearbeitet werden. Doch ich wollte keine Kompromisse eingehen – auch wenn dies bedeutet hat, dass die Suche nach Lieferanten erheblich erschwert wurde und ich kurz davor war aufzugeben. Schlussendlich habe ich jedoch eine Lösung gefunden und kann nun voller Stolz behaupten, dass alle Inhaltsstoffe der Tees aus kontrolliert biologischem Anbau kommen. So wurde z.B. für unseren Earl Grey ein kaltgepresstes Bio-Bergamotteorangenöl verwendet.

Wie ist das Feedback?
Sehr positiv – viele meiner Kunden sind auf der Suche nach dem ursprünglichen Geschmack und haben die Nase voll von Tees die herrlich duften, aber dann doch alle gleich schmecken. Dass ich dieses Geschmackserlebnis mit meinen Kunden teilen kann, erfüllt mich mit Stolz und freut mich immer wieder. Wenn mich solche Nachrichten erreichen, dann sind kurze Nächte und kalte Weihnachtsmarktfüße schnell wieder vergessen.

nanparkal, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
nanparkal ist noch ein kleiner Setzling unter den Teepflanzen und auch hier liegt der Fokus für mich auf der Qualität. Ich strebe ein gesundes, organisches Wachstum an und hoffe, dass aus dem Setzling ein toller Teestrauch wird. In fünf Jahren möchte ich mit einem kleinen Mitarbeiterteam die Idee vorantreiben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das Ziel vor Augen haben: Umwege zum Ziel sind manchmal ärgerlich, manchmal sinnvoll, manchmal sogar toll – doch das Ziel darf man nicht aus den Augen verlieren.
Reden! Als ich begonnen habe von meiner Idee zu erzählen habe ich sehr viele Denkanstöße von Freunden, Bekannten und Unbekannten bekommen, die mich vorangebracht haben.
Erfolge feiern: Vor allem wenn man als Einzelkämpfer startet ist es wichtig auch die kleinen Schritte zum Erfolg zu würdigen, um sich vor Augen zu führen, was man erreicht hat. Allzu leicht geht dies im Alltagstrubel unter.

Bild: Picasa

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lena Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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