Donnerstag, Dezember 2, 2021

So früh wie möglich mit vielen Menschen über die Idee sprechen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Nachtzug-Urlaub schnell und bequem die perfekte Verbindung für ihre Reise im Nachtzug finden

Stellen Sie sich und das Startup Nachtzug-Urlaub doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tim Euler, ich bin 31 Jahre alt und lebe seit fünf Jahren in Hamburg.

In den vergangenen Monaten habe ich meine Freizeit einem nebenberuflichen Projekt zu gewendet, das Anfang April endlich online gegangen ist: Meine neue Webseite Nachtzug-Urlaub.de. Mit der Webseite möchte ich mehr Aufmerksamkeit für das vorhandene Angebot an Nachtzügen in Deutschland erreichen. Als erstes Portal haben wir eigentlich alle vorhandenen Nachtzugverbindungen der unterschiedlichen Betreiber in Deutschland in unsere Suche integriert. Damit machen wir es Reisenden zukünftig noch einfacher, eine Reise im Nachtzug zu planen und zu buchen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Auf der Suche nach einer Reisemöglichkeit im Nachtzug ist mir im vergangenen Jahr aufgefallen, dass es kein Portal gibt, das die Nachtzugverbindungen sämtlicher Anbieter auf dem deutschen Markt gebündelt anzeigt. Da Nachtzüge aus meiner Sicht eine sehr nachhaltige und entschleunigende Form der Fortbewegung sind, kam mir die Idee so ein Portal einfach selbst zu bauen. 

Welche Vision steckt hinter Nachtzug-Urlaub?

Die Vision von Nachtzug-Urlaub.de ist eigentlich einfach: Wir möchten, dass Menschen Europa über Nacht erfahren. In Europa gibt es so viele wunderschöne Orte und ich denke, dass der Nachtzug das perfekte Fortbewegungsmittel ist, um Europa zu erkunden. In Zukunft wird der Nachhaltigkeit bei Reisen eine immer größere Bedeutung zugemessen und Nachtzüge bieten hier enormes Potenzial.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung für mich war, wie sollte es auch anders sein, die Corona Krise. In der aktuellen Zeit eine Webseite im Bereich Tourismus und Reisen aufzubauen ist nicht so einfach. Es gibt wenig Planungssicherheit und große Unsicherheit bei unseren Partnern. Für unsere Vision #EuropaÜberNachtErfahren sind offene Grenzen und sicheres Reisen zwingende Voraussetzungen – beides ist aktuell nur begrenzt gegeben. Ich bin aber optimistisch, dass wir Schritt für Schritt wieder zurück zur Normalität finden und es in Zukunft ein großes Bedürfnis nach nachhaltigen Reisemöglichkeiten in Europa geben wird. 

Wer ist die Zielgruppe von Nachtzug-Urlaub?

Die Zielgruppe ist tatsächlich ein bunter Mix. In der ersten Woche nach Go-Live ist das Mailpostfach voll gewesen mit Mails von echten Nachtzug-Enthusiasten. Viele Seitenbesucherinnen und -besucher haben schon unzählige Nachtzugfahrten absolviert und hatten tolle Tipps und gutes Feedback. Hier gibt es eine wirklich starke Community, bei der Nachtzug-Urlaub.de auf großes Interesse gestoßen ist.

Daneben gibt es noch die Gruppe der jüngeren Reisenden, die auf der Suche nach nachhaltigen Reisemöglichkeiten und Slow Travel sind. Hier sehe ich das echte Potenzial, dass Nachtzüge Teil des Erlebnis Reisen werden kann.

Eine weitere Zielgruppe ist vermutlich auf die aktuelle Situation zurückzuführen. Gruppen und Familien, die aus Sorge vor Ansteckungen Kontakte reduzieren, erkennen in Privatabteilen in Nachtzügen eine sichere Alternative zu vollen Flugzeugen und besuchen verstärkt die Webseite.

Wie funktioniert Nachtzug-Urlaub? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Um die Vorteile der Seite zu erklären muss man sich den Nachtzugmarkt in Deutschland anschauen. Aktuell gibt es hier viele verschiedene Anbieter, die jeweils einzelne oder mehrere Verbindungen anbieten. Die einzelnen Anbieter haben dabei eigene Webseiten und eigene Buchungssysteme – ein Portal mit allen Verbindungen gab es bisher nicht. 

Das Kernstück der Webseite ist daher die Datenbank in der wir im ersten Schritt alle Nachtzugverbindungen auf dem deutschen Markt integriert haben. Seitenbesucherinnen und -besucher können mit unserem Nachtzug Finder schnell und bequem die perfekte Verbindung für ihre Reise finden. Dabei finden sie für jede Verbindung alle Informationen zum Service an Bord und dem Anbieter. Darüber hinaus bieten wir auf unserer Webseite viele inspirierende und spannende Inhalte rund um die Reise im Nachtzug an: In unserem Blog veröffentlichen wir regelmäßig neue Inhalte und neuerdings bieten wir mit einem Partner sogar Pauschalreisen in Zügen an.

Nachtzug-Urlaub, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich bin davon überzeugt, dass Nachtzüge einen Boom erleben werden. Wir möchten dazu beitragen, dass Nachtzüge bekannter werden und die Buchung einfacher wird. In fünf Jahren hoffe ich auf ein noch größeres europäisches Nachtzugnetz, bei dem alle Verbindungen auf unserer Webseite zu finden und buchbar sind. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Meine Webseite ist ja selbst noch ganz jung und für alle Tipps und Tricks von erfahrenen Gründerinnen und Gründern bin ich sehr dankbar. 

Ein Tipp, den ich selbst bekommen habe, hat mir sehr geholfen: So früh wie möglich mit vielen Menschen über die Idee sprechen. So kriegt man schnell Feedback und neue Ideen und erkennt häufig auch Herausforderungen, die man vorher nie gesehen hat. Die Angst, dass andere sofort die Idee kopieren, muss man dabei natürlich ein wenig hinten anstellen. 

Außerdem hat mir zu Beginn geholfen, dass ich mich auf die wesentlichen Funktionen der Webseite konzentriert habe. Gerade am Anfang will man alle Ideen, die man hat sofort umsetzen. Das kostet häufig extrem viel Zeit und Budget. Manchmal ist es vielleicht besser, mit einem wirklichen MVP an den Start zu gehen und dann Schritt für Schritt Funktionen zu ergänzen.

Wichtig ist natürlich auch, dass man selbst von der eigenen Idee begeistert ist, denn nur wenn man selbst überzeugt ist, kann man andere überzeugen.

Wir bedanken uns bei Tim Euler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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