Eine kleine Marktanalyse oder professionelle Studie hilft Zeit und Geld zu sparen

Nachtwaechter Schlafweste: die einfache Lösung gegen Schnarchen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Nachtwaechter doch kurz unseren Lesern vor!
Guten Tag! Mein Name ist Marcus Ruoff. Ich bin 47 Jahre alt und der Gründer des Startups Nachtwaechter Schlafprodukte. Wir beschäftigen uns intensiv mit der Verhinderung eines Volksleidens, das über 20 Millionen Menschen in Deutschland betrifft und für welches die meisten leider keine Lösung haben: dem Schnarchen!

Wie ist die Idee zu Nachtwaechter entstanden?
Ehrlich gesagt war mein eigenes schreckliches Schnarchen der Auslöser für die erste Idee und letztendlich die Gründung! Ich habe wie die Hölle geschnarcht! Meine Partnerin war so sauer auf mich und mein Schnarchen…Sie hätte mich am liebsten jede Nacht umgebracht!
Außerdem habe ich wegen des Schnarchens selber schlecht geschlafen und fühlte mich morgens oft wie gerädert. Über den Weg ins Schlaflabor habe ich lernen müssen, dass es kein effektives und komfortables Mittel zur Verhinderung der Rückenlage in der Nacht gibt. Deshalb haben meine Partnerin und ich uns selbst Gedanken gemacht. So haben wir uns langsam angenähert an die optimale Funktion und den optimalen Tragekomfort für unsere Nachtwaechter Schlafweste.
Heute haben wir ein serienreifes Produkt das von allen Seiten hochgelobt und mit offenen Armen empfangen wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung am Anfang war tatsächlich unsere Ideen professionell um zu setzen. Wir haben ein Jahr gesucht, bis wir einen Top-Dienstleister gefunden haben, der unsere Ideen perfekt umsetzen konnte. Danach ging es um die Finanzierung für den Markteintritt. Hier hat uns meine lokale Bank, die Kreissparkasse Biberach sehr gut unterstützt mit dem sog. Chancenkapital, einer stillen Beteiligung. Zusammen mit Eigenkapital und einem normalen Kredit waren wir so in der Lage erste Ware zu ordern und das Marketing und erste Vertriebskanäle auf die Beine zu stellen.

Wer ist die Zielgruppe von Nachtwaechter?
Unsere Zielgruppe sind ganz klar alle Schnarcher von 10-99 Jahren, die in Rückenlage schnarchen. Und das sind allein in Deutschland fast 19 Millionen Menschen, d.h. laut aktuellen Studien über 65% aller Schnarcher! Ausgenommen sind Menschen die bereits gesundheitlich eingeschränkt sind durch ihr Schnarchen und eine sog. CPAP-Maske tragen müssen. Diesen Leuten können wir zwar z.T. auch helfen mit unserer Schlafweste aber dennoch sind die „sozialen“ Schnarcher, und das sind die allermeisten Schnarcher, unsere Haupt-Zielgruppe. Wenn wir ein Alter definieren müssten, wäre es von 30-65 Jahren, männlich wie weiblich.

Wie funktioniert die Nachtwaechter Schlafweste?
Die Anwendung und das Prinzip sind unglaublich einfach. Und wahrscheinlich auch deshalb so erfolgreich und wirksam. Im Grunde genommen wird auf angenehme aber sehr effektive Weise die Rückenlage beim Schlafen verhindert! Die Nachtwaechter Schlafweste hat einen ergonomisch geformten Protektor aus Kaltschaum auf dem Rücken, der quer im Schulterbereich verläuft
Durch das Einhalten der Seitenlage rutschen Gaumensegel und Rachengrund nicht nach hinten und blockieren so, im Gegensatz zur Rückenlage, die Atemwege nicht. Schnarchen kann so effektiv verhindert werden.

Wie ist das bisherige Feedback?
Das ist eine Sache, die uns wirklich selbst auch überrascht hat. Und natürlich um so mehr freut! Das bisherige Feedback ist unglaublich gut. Die Leute, die die Weste bisher im Einsatz haben sind durchweg begeistert und möchten nicht mehr auf die Nachtwaechter Schlafweste verzichten! Das geht vom leichten Schnarcher, der jetzt die Partnerin nicht mehr stört bis hin zum schwereren Schnarcher, der bereits Atemaussetzer hat und durch die Verhinderung des Schnarchens wesentlich besser und gesünder schlafen kann.
Offiziell wurde die Nachtwaechter Schlafweste für diesen Zweck gar nicht entwickelt und wir dürfen sie auch nicht in diese Richtung bewerben. Dennoch berichten auch viele sog. CPAP-Patienten, die nachts eine Atem-Maske tragen müssen von großen Erfolgen. Dies muss aber natürlich unbedingt immer mit dem zu behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Ich bin tatsächlich ein Fan der allerersten Stunde, nicht nur des deutschen Formats. Ich kenne „Shark tank“ und „Dragons den“ schon seit der ersten Ausstrahlung und habe diese Formate über die Jahre verfolgt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es dann auch einen deutschen Ableger gab. Da lag es nahe, dass wir uns mit unserer Nachtwaechter Schlafweste in DHDL um einen Investor bewerben.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Ich habe den Pitch natürlich intensiv mit meiner Partnerin geübt, damit das Thema nicht so langweilig rüber kommt. Ansonsten waren die Redakteure auch sehr hilfsbereit. Letztendlich aber, wird man dann beim Pitch selbst doch ins kalte Wasser geworfen, denn ich denke keiner der Gründer hat eine intensive TV-Erfahrung vorzuweisen! Auch ich nicht! Daher war das Neuland. Sehr spannendes Neuland dazu!

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Dass ich es überhaupt in die Show geschafft habe, ist schon ein unglaubliches Gefühl und eine unglaubliche Motivation. Natürlich ist man als Gründer an sich schon motiviert etwas auf zu bauen und zum Erfolg zu bringen. Wir wollen z.B. das Thema Schnarchen verhindern und guten Schlaf auf die Agenda der Leute bringen und Nachtwaechter als Marke für diese Themen etablieren! Trotzdem ist die Show an sich noch einen weitere Motivationsspritze!
Von der Show selbst verspreche ich mir eine gute PR für Nachtwaechter und die Schlafweste. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Schritt ein großer Glücksfall ist mit hoffentlich viel Return of Invest für alle Seiten.
Letztendlich haben wir auch ein Produkt das vielen Leuten in der Beziehung als auch gesundheitlich helfen kann. Und wenn die Sendung der Schlafweste zu breiter Popularität verhilft, umso besser!

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Nachtwaechter aufmerksam werden?
Für mich als Startup zeichnet sich schon jetzt deutlich ab, dass ich auf eigene Faust nie oder erst in einigen Jahre so weit gekommen wäre wie ich jetzt bin bzw. noch sein werde. Die PR hilft hoffentlich uns in kurzer Zeit auf den Radar der Betroffenen und auch Händler zu bringen. Drücken wir die Daumen!

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Meine Ziellöwen waren von Anfang an Herr Dümmel, Herr Maschmeyer und ev. Frau Williams. Frau Williams ist eine äußerst erfolgreiche TV-Verkäuferin, Herr Maschmeyer hat ein großes Netzwerk und tolle Teams, die unterstützend wirken können. Herr Dümmel war und ist aber mein Löwe Nr.1, da er ja der „König der Produkte“ ist. Und wir haben nun mal ein tolles Produkt, das hinaus in die Welt muss! Der bisherige Preispunkt und der Vertrieb waren für uns bei Nachtwaechter Schlafprodukte die aktuellen Herausforderungen. Bei beidem haben Herr Dümmel und DS Produkte absolute Reputation und große Erfahrung und daher haben wir von Anfang an auf ein Investment von seiner Seite gehofft!

Wie geht es mit Nachtwaechter nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Wenn der Deal zustande kommt, hoffen wir auf einen großen Schritt vorwärts in der Bekanntheit aber auch vor allem auf Unterstützung, Rat und Engagement hinsichtlich Produktplatzierung und Vertrieb unserer Nachtwaechter Schlafweste.
Sollte es keinen Deal geben, woran ich gar nicht denke, dann werden wir weiter alles geben, um Nachtwaechter und die Schlafweste und Folgeprodukte zu etablieren, umsatztechnisch zum Erfolg zu bringen und die Marke bekannt zu machen.

Nachtwaechter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision ist es in 5 Jahren eine Marke für gutes Schlafen, Schnarchverhinderung und „Wellness beim Schlaf“ etabliert zu haben. Heute fällt Niemandem ein Name beim Thema „Schnarchen verhindern“ ein. Der Name Nachtwaechter soll Zu einem Synonym dafür werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Hier kann man die ganzen Klischees abklappern, die man als Gründer selbst immer an anderer Stelle liest. Aber einige Grundsätze gelten einfach immer!
Dazu würde ich auf jeden Fall zählen, dass man für den Fall, dass man eine gute Idee für ein Business hat, auf JEDEN FALL prüft, ob es diese Idee nicht tatsächlich schon irgendwo gibt und ob diese Idee auch wirklich gewinnbringend sein kann. D.h. eine kleine Marktanalyse oder professionelle Studie hilft Zeit und Geld zu sparen und sinnvoll einzusetzen.
Hat man nun eine womöglich erfolgversprechende Idee gefunden, bedarf es auch zweitens des Glaubens, der Energie und vor allem auch entsprechender Kontakte, um diese Idee verwirklichen zu können. Viele gute Ideen sterben oder kommen nie aus den Schubladen heraus, obwohl sie es verdient hätten. Nur weil die Erfinder zu bequem, zu ängstlich sind, niemanden fragen oder zu lange warten. Ran an den Speck also!
Und als Letztes ist natürlich zu sagen, dass man niemals aufgeben darf. Das ist nicht gleichzusetzen mit blindem Aktionismus und an Ideen festhalten, die keinen Erfolg versprechen. Das bedeutet viel mehr trotz Rückschlägen an einer erfolgversprechenden Idee festzuhalten und immer wieder aufzustehen. Auch wenn es weh tut und der innere Schweinehund um die Oberhand kämpft.

Bild © VOX/Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Nachtwaechter am 13.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Marcus Ruoff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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